Header

UZH-Logo

Maintenance Infos

Kinderschutz im Rettungsdienst: Erkennen, Bewerten, Handeln


Berthold, O; Clemens, V; Ahne, S; Witt, A; von Aster, Michael; von Moers, A; Plener, P; Kölch, M; Fegert, J. M (2018). Kinderschutz im Rettungsdienst: Erkennen, Bewerten, Handeln. Notfall & Rettungsmedizin, 21(2):110-119.

Abstract

Hintergrund: Mit häuslicher Gewalt, körperlicher Misshandlung oder Vernachlässigung von Kindern sind im Rettungsdienst tätige Fachkräfte regelmäßig konfrontiert. Dies löst häufig Stress und Handlungsunsicherheit aus. Die Versorgungsforschung zeigt, dass die betroffenen Patienten dringend auf entschiedenes und überlegtes Handeln aller Akteure im Gesundheitswesen, und damit auch des Rettungswesens, angewiesen sind. Die akuten und chronischen Folgen verpasster Intervention sind verheerend, im Extremfall können sie tödlich sein.
Ziel der Arbeit: Es soll auf vorhandene Defizite und Schwachstellen in der notfallmedizinischen Versorgung betroffener Kinder hingewiesen werden. Die Leser sollen nach der Lektüre in der Lage sein, eine orientierende Gefährdungsabschätzung von Kindern vornehmen zu können, sowie wirksame Interventionen und verfügbare Beratungsangebote kennen.
Methoden: Darstellung relevanter Literatur, eigener Erfahrungen und Vorstellung eines bundesweiten Beratungsprojektes.
Ergebnis: Frakturen und Hämatome haben altersabhängig eine teils hohe Spezifität für Misshandlung. Sie sind, wenn sie ohne plausible Anamnese bei einem Kind auftreten, als sog. gewichtige Anhaltspunkte nach dem Bundeskinderschutzgesetz zu werten und erlauben unter den vorgestellten Bedingungen einen Bruch der Schweigepflicht gegenüber dem Jugendamt. Zusätzlich steht seit dem 01.07.2017 zu jedem der oben genannten Schritte ein telefonisches Beratungsangebot durch Ärzte zur Verfügung: die Medizinische Kinderschutz-Hotline, die unter der Nummer 0800 19 210 00 rund um die Uhr kostenlos verfügbar ist. Sie richtet sich an Angehörige der Gesundheitsberufe und somit explizit auch an Fachkräfte im Rettungsdienst und berät zu allen Fragen des Kinderschutzes.
Diskussion: Weiterbildung und Beratung aller medizinischen Fachkräfte, die mit Kindern zu tun haben, sind der richtige Weg, um die Behandlung von Misshandlung betroffener Kinder zu verbessern.

Abstract

Hintergrund: Mit häuslicher Gewalt, körperlicher Misshandlung oder Vernachlässigung von Kindern sind im Rettungsdienst tätige Fachkräfte regelmäßig konfrontiert. Dies löst häufig Stress und Handlungsunsicherheit aus. Die Versorgungsforschung zeigt, dass die betroffenen Patienten dringend auf entschiedenes und überlegtes Handeln aller Akteure im Gesundheitswesen, und damit auch des Rettungswesens, angewiesen sind. Die akuten und chronischen Folgen verpasster Intervention sind verheerend, im Extremfall können sie tödlich sein.
Ziel der Arbeit: Es soll auf vorhandene Defizite und Schwachstellen in der notfallmedizinischen Versorgung betroffener Kinder hingewiesen werden. Die Leser sollen nach der Lektüre in der Lage sein, eine orientierende Gefährdungsabschätzung von Kindern vornehmen zu können, sowie wirksame Interventionen und verfügbare Beratungsangebote kennen.
Methoden: Darstellung relevanter Literatur, eigener Erfahrungen und Vorstellung eines bundesweiten Beratungsprojektes.
Ergebnis: Frakturen und Hämatome haben altersabhängig eine teils hohe Spezifität für Misshandlung. Sie sind, wenn sie ohne plausible Anamnese bei einem Kind auftreten, als sog. gewichtige Anhaltspunkte nach dem Bundeskinderschutzgesetz zu werten und erlauben unter den vorgestellten Bedingungen einen Bruch der Schweigepflicht gegenüber dem Jugendamt. Zusätzlich steht seit dem 01.07.2017 zu jedem der oben genannten Schritte ein telefonisches Beratungsangebot durch Ärzte zur Verfügung: die Medizinische Kinderschutz-Hotline, die unter der Nummer 0800 19 210 00 rund um die Uhr kostenlos verfügbar ist. Sie richtet sich an Angehörige der Gesundheitsberufe und somit explizit auch an Fachkräfte im Rettungsdienst und berät zu allen Fragen des Kinderschutzes.
Diskussion: Weiterbildung und Beratung aller medizinischen Fachkräfte, die mit Kindern zu tun haben, sind der richtige Weg, um die Behandlung von Misshandlung betroffener Kinder zu verbessern.

Statistics

Citations

Altmetrics

Additional indexing

Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Children's Hospital Zurich > Medical Clinic
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:2018
Deposited On:02 Feb 2018 08:48
Last Modified:10 Mar 2018 02:03
Publisher:Springer
ISSN:1434-6222
OA Status:Closed
Publisher DOI:https://doi.org/10.1007/s10049-017-0370-y

Download

Full text not available from this repository.
View at publisher

Get full-text in a library