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Schriftliche und visuelle argumenta im Nachdruck von Thomas Murners 'Aeneis'-Übersetzung (Worms 1543)


Frick, Julia (2017). Schriftliche und visuelle argumenta im Nachdruck von Thomas Murners 'Aeneis'-Übersetzung (Worms 1543). Mittellateinisches Jahrbuch, 52(2):231-260.

Abstract

Der erste Nachdruck von Thomas Murners 'Aeneis'-Übersetzung (Strassburg: Grüninger 1515) erschien im Jahr 1543 bei Gregor Hofmann in Worms. Die 112 Holzschnitte, die in der Editio princeps von 1515 den deutschen Text durchgehend illustrieren, werden in der Neuausgabe durch Titelbilder ersetzt, die die Handlung des jeweiligen Buches als visuelle Abbreviaturen in eine pikturale Formel fassen. Sie flankieren die in der Ausgabe in deutscher Übersetzung vorliegenden schriftlichen Zusammenfassungen (argumenta) der 'Aeneis'-Bücher, die in lateinischer Form zum festen Bestandteil der mittelalterlichen Werküberlieferung Vergils gehören.
Vor dem Hintergrund der differenzierten Formen und Funktionen der abbreviatio poetischer Texte in gebundener Form am Beispiel von Vergils 'Aeneis' wird das Verhältnis von schriftlicher und visueller Kurzform im ersten Nachdruck von Murners 'Aeneis'-Übersetzung untersucht. Denn die bildlichen Reduktionsformen sind nicht als Visualisierungen der schriftlichen argumenta, denen sie stets folgen, anzusehen; sie erklären nicht den Text des folgenden 'Aeneis'-Buches, sondern es ist umgekehrt: Die Kenntnis des folgenden Textes ist Grundlage für ein vollständiges Verständnis des argumentum-Titelbildes.

Abstract

Der erste Nachdruck von Thomas Murners 'Aeneis'-Übersetzung (Strassburg: Grüninger 1515) erschien im Jahr 1543 bei Gregor Hofmann in Worms. Die 112 Holzschnitte, die in der Editio princeps von 1515 den deutschen Text durchgehend illustrieren, werden in der Neuausgabe durch Titelbilder ersetzt, die die Handlung des jeweiligen Buches als visuelle Abbreviaturen in eine pikturale Formel fassen. Sie flankieren die in der Ausgabe in deutscher Übersetzung vorliegenden schriftlichen Zusammenfassungen (argumenta) der 'Aeneis'-Bücher, die in lateinischer Form zum festen Bestandteil der mittelalterlichen Werküberlieferung Vergils gehören.
Vor dem Hintergrund der differenzierten Formen und Funktionen der abbreviatio poetischer Texte in gebundener Form am Beispiel von Vergils 'Aeneis' wird das Verhältnis von schriftlicher und visueller Kurzform im ersten Nachdruck von Murners 'Aeneis'-Übersetzung untersucht. Denn die bildlichen Reduktionsformen sind nicht als Visualisierungen der schriftlichen argumenta, denen sie stets folgen, anzusehen; sie erklären nicht den Text des folgenden 'Aeneis'-Buches, sondern es ist umgekehrt: Die Kenntnis des folgenden Textes ist Grundlage für ein vollständiges Verständnis des argumentum-Titelbildes.

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of German Studies
Dewey Decimal Classification:430 German & related languages
Language:German
Date:2017
Deposited On:10 Feb 2018 16:46
Last Modified:19 Mar 2018 10:22
Publisher:Anton Hiersemann
ISSN:0076-9762
OA Status:Closed
Official URL:http://www.hiersemann.de/default.asp
Related URLs:https://www.recherche-portal.ch/ZAD:default_scope:ebi01_prod001390811 (Library Catalogue)

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Language: German
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Size: 4MB
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