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Überaktive Blase bei Frauen: Schritt für Schritt zum Ziel


Perucchini, Daniele; Betschart, Cornelia; Fink, Daniel; Scheiner, David A (2017). Überaktive Blase bei Frauen: Schritt für Schritt zum Ziel. Praxis, 106(1):37-44.

Abstract

OAB (overactive bladder syndrome) ist zwar ein häufiges Leiden, doch wird es oft nicht diagnostiziert und deshalb nicht behandelt. Die Behandlung erfolgt symptomatisch. Im Praxisalltag muss vorgängig eine Basis-(Ausschluss)-Diagnostik durchgeführt werden. Das Führen eines Blasentagebuchs ist sowohl für die Diagnostik als auch für den Verlauf wichtig. Eine urogynäkologische Abklärung mit Urodynamik empfiehlt sich in unklaren Situationen und beim Vorliegen einer gemischten Symptomatik mit Symptomen einer Belastungsinkontinenz oder bei gleichzeitigem Vorliegen einer Blasenentleerungsstörung. Die Therapie erfolgt Schritt für Schritt. Schon einfache Verhaltensänderungen und ein Blasen- und Beckenbodentraining können die Symptomatik deutlich verbessern. Viele Patientinnen profitieren aber zusätzlich von der medikamentösen Therapie. Jahrzehntelang standen dazu alleinig Anticholinergika zur Verfügung. Doch die Langzeitcompliance ist unter diesen Medikamenten gering. Neu erweitern β3-Adrenorezeptor-Agonisten das therapeutische Spektrum: Bei ähnlicher Wirkung unterscheidet sich das Nebenwirkungsprofil unter anderem durch das Fehlen von Mundtrockenheit. Bei therapierefraktärer OAB steht die intravesikale Injektion von Onabotulinumtoxin A als sehr effektive Therapie zur Verfügung. In seltenen Fällen ist auch eine Neuromodulation indiziert.

Abstract

OAB (overactive bladder syndrome) ist zwar ein häufiges Leiden, doch wird es oft nicht diagnostiziert und deshalb nicht behandelt. Die Behandlung erfolgt symptomatisch. Im Praxisalltag muss vorgängig eine Basis-(Ausschluss)-Diagnostik durchgeführt werden. Das Führen eines Blasentagebuchs ist sowohl für die Diagnostik als auch für den Verlauf wichtig. Eine urogynäkologische Abklärung mit Urodynamik empfiehlt sich in unklaren Situationen und beim Vorliegen einer gemischten Symptomatik mit Symptomen einer Belastungsinkontinenz oder bei gleichzeitigem Vorliegen einer Blasenentleerungsstörung. Die Therapie erfolgt Schritt für Schritt. Schon einfache Verhaltensänderungen und ein Blasen- und Beckenbodentraining können die Symptomatik deutlich verbessern. Viele Patientinnen profitieren aber zusätzlich von der medikamentösen Therapie. Jahrzehntelang standen dazu alleinig Anticholinergika zur Verfügung. Doch die Langzeitcompliance ist unter diesen Medikamenten gering. Neu erweitern β3-Adrenorezeptor-Agonisten das therapeutische Spektrum: Bei ähnlicher Wirkung unterscheidet sich das Nebenwirkungsprofil unter anderem durch das Fehlen von Mundtrockenheit. Bei therapierefraktärer OAB steht die intravesikale Injektion von Onabotulinumtoxin A als sehr effektive Therapie zur Verfügung. In seltenen Fällen ist auch eine Neuromodulation indiziert.

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Item Type:Journal Article, refereed, further contribution
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Clinic for Gynecology
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Uncontrolled Keywords:General Medicine
Language:English
Date:January 2017
Deposited On:22 Feb 2018 19:39
Last Modified:19 Aug 2018 14:27
Publisher:Hogrefe Verlag
ISSN:1661-8157
OA Status:Closed
Publisher DOI:https://doi.org/10.1024/1661-8157/a002573
PubMed ID:28055318

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