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Integration durch Partizipation? Funktionen (und Fehlleistungen) des digitalen Bürgerjournalismus


Eberwein, Tobias; Porlezza, Colin (2018). Integration durch Partizipation? Funktionen (und Fehlleistungen) des digitalen Bürgerjournalismus. In: Prinzing, M; Köberer, Nina; Schröder, M. Integration durch Medien – Aufgabe oder Auslaufmodell? Baden-Baden: Nomos, 89-103.

Abstract

Partizipation ist in der aktuellen Medienproduktion zu einer Art Zauberwort geworden, an das allerlei Hoffnungen geknüpft sind. Vor allem dem digitalen Bürgerjournalismus werden immer wieder vielfältige Potenziale zugeschrieben. Ob und inwiefern Bürgerjournalisten im Web die Integrationsfunktion der Medien aufrechterhalten oder sogar stärken können, ist bislang allerdings weitgehend ungeklärt. Diese Frage erörtert der Beitrag anhand eines zweistufigen empirischen Forschungsdesigns aus komparativer Perspektive. Die Untersuchung zeigt, dass der digitale Bürgerjournalismus in Europa kaum als einheitliches Feld mit klar definierbaren Grenzen zu beschreiben ist. Motive und Zielsetzungen der Macher variieren in erheblichem Maße – sowohl im internationalen Vergleich als auch innerhalb der einzelnen Untersuchungsländer. Während einige Akteure ein vorwiegend technisches Interesse am partizipativen Publizieren haben, stehen bei anderen die Freude am Schreiben, die Vermittlung von Expertenwissen oder ein (wie auch immer ausgerichtetes) politisches Sendungsbewusstsein im Vordergrund. Anzeichen für eine integrierende Wirkung des digitalen Bürgerjournalismus lassen sich vor allem im Bereich der hyperlokalen Onlinemedien finden, deren Verantwortliche häufig das Ziel der Gemeinschaftsbildung als übergeordnetes Leitmotiv für ihre journalistische Tätigkeit ausgeben. Gleichzeitig werden jedoch auch Limitationen dieser Web-Formate deutlich, die schlussendlich nur ein ambivalentes Fazit mit Blick auf ihre gesellschaftliche Funktion zulassen.

Abstract

Partizipation ist in der aktuellen Medienproduktion zu einer Art Zauberwort geworden, an das allerlei Hoffnungen geknüpft sind. Vor allem dem digitalen Bürgerjournalismus werden immer wieder vielfältige Potenziale zugeschrieben. Ob und inwiefern Bürgerjournalisten im Web die Integrationsfunktion der Medien aufrechterhalten oder sogar stärken können, ist bislang allerdings weitgehend ungeklärt. Diese Frage erörtert der Beitrag anhand eines zweistufigen empirischen Forschungsdesigns aus komparativer Perspektive. Die Untersuchung zeigt, dass der digitale Bürgerjournalismus in Europa kaum als einheitliches Feld mit klar definierbaren Grenzen zu beschreiben ist. Motive und Zielsetzungen der Macher variieren in erheblichem Maße – sowohl im internationalen Vergleich als auch innerhalb der einzelnen Untersuchungsländer. Während einige Akteure ein vorwiegend technisches Interesse am partizipativen Publizieren haben, stehen bei anderen die Freude am Schreiben, die Vermittlung von Expertenwissen oder ein (wie auch immer ausgerichtetes) politisches Sendungsbewusstsein im Vordergrund. Anzeichen für eine integrierende Wirkung des digitalen Bürgerjournalismus lassen sich vor allem im Bereich der hyperlokalen Onlinemedien finden, deren Verantwortliche häufig das Ziel der Gemeinschaftsbildung als übergeordnetes Leitmotiv für ihre journalistische Tätigkeit ausgeben. Gleichzeitig werden jedoch auch Limitationen dieser Web-Formate deutlich, die schlussendlich nur ein ambivalentes Fazit mit Blick auf ihre gesellschaftliche Funktion zulassen.

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Item Type:Book Section, not_refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Department of Communication and Media Research
Dewey Decimal Classification:700 Arts
Language:German
Date:2018
Deposited On:27 Feb 2018 15:26
Last Modified:24 Sep 2019 23:19
Publisher:Nomos
Number:8
ISBN:978-3-8487-4304-9
OA Status:Closed
Related URLs:http://www.nomos-shop.de/Prinzing-K%C3%B6berer-Schr%C3%B6der-Migration-Integration-Inklusion/productview.aspx?product=30149 (Publisher)

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