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Rechtsgeschichte der Redaktionen im Kodex Ešnunna und im "Bundesbuch": Eine Redaktionsgeschichtliche und rechtsvergleichende Studie zu altbabylonischen und altisraelitischen Rechtsüberlieferungen


Otto, Eckart (1989). Rechtsgeschichte der Redaktionen im Kodex Ešnunna und im "Bundesbuch": Eine Redaktionsgeschichtliche und rechtsvergleichende Studie zu altbabylonischen und altisraelitischen Rechtsüberlieferungen. Freiburg, Switzerland / Göttingen, Germany: Universitätsverlag / Vandenhoeck & Ruprechtht.

Abstract

Die Redaktionstechniken im „Bundesbuch“ sind Teil einer altorientalischen Rechtskultur. Parallelen in der Redaktion von Rechtssätzen zwischen dem Kodex Ešnunna und dem «Bundesbuch» werden ebenso deutlich wie die Vorgeschichte einiger altisraelitischer Redaktionstechniken im Keilschriftrecht. Die Analyse der Redaktionen gibt auch der Frage nach der Funktion dieser Rechtskorpora neue Impulse. Sie sind weder Gesetzbücher positiven Rechts noch gelehrte Werke fern einer rechtspraktischen Funktion im Rechtsprozess, sondern Lehrbücher, die für den Rechtsentscheid schulen wollen, in dem sie in das Verfahren der Entscheidung, besonders im Analogieschluss, einüben. Sie zeigen auf, wo ein Analogieschluss in den Rechtsfolgen möglich und wo Abgrenzung notwendig ist. Nicht nur der je einzelne Rechtssatz, sondern der Rechtssatz im Kontext der Redaktion der Sammlung sollte zukünftig Thema der rechtshistorischen und rechtsvergleichenden Analyse sein.

Abstract

Die Redaktionstechniken im „Bundesbuch“ sind Teil einer altorientalischen Rechtskultur. Parallelen in der Redaktion von Rechtssätzen zwischen dem Kodex Ešnunna und dem «Bundesbuch» werden ebenso deutlich wie die Vorgeschichte einiger altisraelitischer Redaktionstechniken im Keilschriftrecht. Die Analyse der Redaktionen gibt auch der Frage nach der Funktion dieser Rechtskorpora neue Impulse. Sie sind weder Gesetzbücher positiven Rechts noch gelehrte Werke fern einer rechtspraktischen Funktion im Rechtsprozess, sondern Lehrbücher, die für den Rechtsentscheid schulen wollen, in dem sie in das Verfahren der Entscheidung, besonders im Analogieschluss, einüben. Sie zeigen auf, wo ein Analogieschluss in den Rechtsfolgen möglich und wo Abgrenzung notwendig ist. Nicht nur der je einzelne Rechtssatz, sondern der Rechtssatz im Kontext der Redaktion der Sammlung sollte zukünftig Thema der rechtshistorischen und rechtsvergleichenden Analyse sein.

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Item Type:Monograph
Communities & Collections:Special Collections > Orbis Biblicus et Orientalis
Dewey Decimal Classification:200 Religion
290 Other religions
930 History of ancient world (to ca. 499)
Language:German
Date:1989
Deposited On:17 Apr 2018 13:50
Last Modified:24 Sep 2019 23:27
Publisher:Universitätsverlag / Vandenhoeck & Ruprechtht
Series Name:Orbis Biblicus et Orientalis
Volume:85
Number of Pages:209
ISBN:3-7278-0602-8
Additional Information:Digitalisat erstellt durch Florian Lippke, Departement für Biblische Studien, Universität Freiburg Schweiz
OA Status:Green
Related URLs:https://www.zora.uzh.ch/54117/

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Language: German
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