Header

UZH-Logo

Maintenance Infos

Besteht Bedarf an neuen kardiovaskulären Risikofaktoren?


von Eckardstein, Arnold (2005). Besteht Bedarf an neuen kardiovaskulären Risikofaktoren? Journal of Laboratory Medicine, 29(3):146-151.

Abstract

Die klassischen Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen haben einen hohen negativen Vorhersagewert, insbesondere in Verbindung mit Scorewerten und Algorithmen, deren Verwendung derzeit in internationalen Konsens-Richtlinien zur primären Prävention dieser Krankheiten befürwortet wird. Da die Kosten im Verhältnis zur geringen Chance, Fälle zu finden, sehr hoch sind, sollten neuartige Risikofaktoren wie C-reaktives Protein, Lipoprotein(a), Homocystein oder genetische Marker nicht wahllos in bevölkerungsweiten Screeningprogrammen eingesetzt werden. Wegen des niedrigen positiven Vorhersagewertes der klassischen Risikofaktoren besteht aber ein klarer Bedarf, die Risikobeurteilung bei Patienten mit hohem und mittlerem Risiko zu verbessern. Dies betrifft 20-25% der Bevölkerung in Deutschland. Diese Personen sind die bevorzugte Zielgruppe für neue Risikofaktoren. Bei Personen mit intermediärem Risiko kann der neue Risikofaktor den Ausschlag geben, ob oder ob nicht mit Blutdruck oder Lipid senkenden Medikamenten behandelt wird. Bei Patienten mit hohem Risiko ergibt sich bei zusätzlichem Vorliegen neuer Risikofaktoren die Motivation zu einer intensivierten Behandlung von Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen. Beispiele für solche neuen Risikofaktoren sind C-reaktives Protein (CRP), Lipoprotein(a) oder Mikroalbuminurie. Wünschenswert sind neue Risikofaktoren, welche spezifische Behandlungsmodalitäten nach sich ziehen. Dies ist zur Zeit allenfalls für Homocystein der Fall. Letztlich fehlen randomisierte Interventionsstudien, um den klinischen Nutzen neuer Risikofaktoren zu belegen

Abstract

Die klassischen Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen haben einen hohen negativen Vorhersagewert, insbesondere in Verbindung mit Scorewerten und Algorithmen, deren Verwendung derzeit in internationalen Konsens-Richtlinien zur primären Prävention dieser Krankheiten befürwortet wird. Da die Kosten im Verhältnis zur geringen Chance, Fälle zu finden, sehr hoch sind, sollten neuartige Risikofaktoren wie C-reaktives Protein, Lipoprotein(a), Homocystein oder genetische Marker nicht wahllos in bevölkerungsweiten Screeningprogrammen eingesetzt werden. Wegen des niedrigen positiven Vorhersagewertes der klassischen Risikofaktoren besteht aber ein klarer Bedarf, die Risikobeurteilung bei Patienten mit hohem und mittlerem Risiko zu verbessern. Dies betrifft 20-25% der Bevölkerung in Deutschland. Diese Personen sind die bevorzugte Zielgruppe für neue Risikofaktoren. Bei Personen mit intermediärem Risiko kann der neue Risikofaktor den Ausschlag geben, ob oder ob nicht mit Blutdruck oder Lipid senkenden Medikamenten behandelt wird. Bei Patienten mit hohem Risiko ergibt sich bei zusätzlichem Vorliegen neuer Risikofaktoren die Motivation zu einer intensivierten Behandlung von Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen. Beispiele für solche neuen Risikofaktoren sind C-reaktives Protein (CRP), Lipoprotein(a) oder Mikroalbuminurie. Wünschenswert sind neue Risikofaktoren, welche spezifische Behandlungsmodalitäten nach sich ziehen. Dies ist zur Zeit allenfalls für Homocystein der Fall. Letztlich fehlen randomisierte Interventionsstudien, um den klinischen Nutzen neuer Risikofaktoren zu belegen

Statistics

Citations

Dimensions.ai Metrics

Altmetrics

Downloads

9 downloads since deposited on 08 Oct 2018
8 downloads since 12 months
Detailed statistics

Additional indexing

Other titles:Is there a need for new cardiovascular risk factors?
Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:National licences > 142-005
Dewey Decimal Classification:Unspecified
Scopus Subject Areas:Life Sciences > Clinical Biochemistry
Health Sciences > Medical Laboratory Technology
Health Sciences > Biochemistry (medical)
Language:German
Date:1 January 2005
Deposited On:08 Oct 2018 14:38
Last Modified:31 Jul 2020 01:55
Publisher:De Gruyter
ISSN:2567-9449
OA Status:Green
Publisher DOI:https://doi.org/10.1515/jlm.2005.023
Related URLs:https://www.swissbib.ch/Search/Results?lookfor=nationallicencegruyter101515JLM2005023 (Library Catalogue)

Download

Green Open Access

Download PDF  'Besteht Bedarf an neuen kardiovaskulären Risikofaktoren?'.
Preview
Content: Published Version
Language: German
Filetype: PDF (Nationallizenz 142-005)
Size: 74kB
View at publisher