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Jenseits von Hume: Demea. Eine Rehabilitierung in systematischer Absicht


von Sass, Hartmut (2010). Jenseits von Hume: Demea. Eine Rehabilitierung in systematischer Absicht. Neue Zeitschrift für systematische Theologie und Religionsphilosophie, 52(4):413-439.

Abstract

Traditionell wird Demea als das schwächste Glied in Humes berühmten Dialogues concerning Natural Religion angesehen; die Bühne ist ganz dominiert vom optimistischen Theismus, der durch Cleanthes vertreten wird, und den dagegen gerichteten skeptischen Manövern vonseiten Philos. Entgegen diesem traditionellen Bild wird der ›orthodoxe‹ Demea nun verteidigt mit der These: Demea hat - von Hume selbst ungewollt und unbemerkt - das Interessanteste zum religiösen Glauben beizutragen; in ihm deutet sich eine Position jenseits der metaphysischen Phantasien des Theismus (und all seiner zahlreichen Nachfolger, den >>friends of Cleanthes<<) einerseits und Philos Destruktionen, die in eine moralische Minimalversion des Glaubens zu münden scheinen, andererseits an. Es wird deutlich, dass diese Verteidigung keine primär exegetischen Ziele verfolgt, sondern auf eine in Humes Figurenkabinett nur treffend personifizierte Konstellation reagiert, die uns sehen lässt, an welchem Punkt theologisch und religionsphilosophisch auch heute zu arbeiten wäre. Dazu wird nach einer begrifflichen Kritik an Cleanthes und Philo anhand von drei konkreten Beispielen herausgearbeitet, wie ein Bild religiösen Glaubens aussehen könnte, das jenseits der metaphysischen Hoffnungen, die Gott zu einer (Quasi)Person erklären, und der reduktionistischen Zugeständnisse, die in ›Gott‹ lediglich den Ausdruck einer moralischen Einstellung zu erkennen meinen, liegt. Demea steht somit für ein postmetaphysisches Bild religiösen Glaubens - und wir sind eingeladen, zu den >>friends of Demea<< zu gehören

Abstract

Traditionell wird Demea als das schwächste Glied in Humes berühmten Dialogues concerning Natural Religion angesehen; die Bühne ist ganz dominiert vom optimistischen Theismus, der durch Cleanthes vertreten wird, und den dagegen gerichteten skeptischen Manövern vonseiten Philos. Entgegen diesem traditionellen Bild wird der ›orthodoxe‹ Demea nun verteidigt mit der These: Demea hat - von Hume selbst ungewollt und unbemerkt - das Interessanteste zum religiösen Glauben beizutragen; in ihm deutet sich eine Position jenseits der metaphysischen Phantasien des Theismus (und all seiner zahlreichen Nachfolger, den >>friends of Cleanthes<<) einerseits und Philos Destruktionen, die in eine moralische Minimalversion des Glaubens zu münden scheinen, andererseits an. Es wird deutlich, dass diese Verteidigung keine primär exegetischen Ziele verfolgt, sondern auf eine in Humes Figurenkabinett nur treffend personifizierte Konstellation reagiert, die uns sehen lässt, an welchem Punkt theologisch und religionsphilosophisch auch heute zu arbeiten wäre. Dazu wird nach einer begrifflichen Kritik an Cleanthes und Philo anhand von drei konkreten Beispielen herausgearbeitet, wie ein Bild religiösen Glaubens aussehen könnte, das jenseits der metaphysischen Hoffnungen, die Gott zu einer (Quasi)Person erklären, und der reduktionistischen Zugeständnisse, die in ›Gott‹ lediglich den Ausdruck einer moralischen Einstellung zu erkennen meinen, liegt. Demea steht somit für ein postmetaphysisches Bild religiösen Glaubens - und wir sind eingeladen, zu den >>friends of Demea<< zu gehören

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:National licences > 142-005
Dewey Decimal Classification:230 Christianity & Christian theology
Scopus Subject Areas:Social Sciences & Humanities > Religious Studies
Social Sciences & Humanities > Philosophy
Language:German
Date:1 January 2010
Deposited On:29 Oct 2018 15:00
Last Modified:09 Apr 2020 00:14
Publisher:De Gruyter
ISSN:0028-3517
OA Status:Green
Publisher DOI:https://doi.org/10.1515/nzst.2010.024
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Language: German
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