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Anästhesieeinleitung und Intubation beim Kind mit vollem Magen


Weiss, M; Gerber, A C (2007). Anästhesieeinleitung und Intubation beim Kind mit vollem Magen. Der Anästhesist, 56(12):1210-1216.

Abstract

Die klassische in der Erwachsenenanästhesie übliche Vorgehensweise bei der Ileusintubation ist für die Anwendung bei Kindern nicht in allen Punkten zweckmäßig. Erschwerte Präoxygenation, verminderte Sauerstoffreserven, erhöhter Sauerstoffverbrauch sowie Atelektasenneigung führen beim Neugeborenen, Säugling und Kleinkind zu einer verkürzten Apnoetoleranz mit sehr schnell eintretender Hypoxämie nach der Anästhesieeinleitung. Eine sanfte Maskenbeatmung mit Drucklimitierung bei 10-12cmH2O führt nicht zur Mageninflation mit Aspiration. Hauptfaktoren für eine Aspiration bei Kindern sind Sperren, Pressen, Husten des Patienten während der Anästhesieeinleitung und Intubationsversuchen bei inadäquater Muskelrelaxation. Die sanfte Maskenbeatmung erlaubt eine ruhige, kontrollierte endotracheale Intubation bei optimierter Oxygenation, hämodynamischer Stabilität, genügender Anästhesietiefe und vollständiger Muskelrelaxation. Die Anwendung des Krikoiddrucks hat sich in der Praxis zur Verhinderung einer Aspiration nicht immer als effektiv erwiesen. Unmittelbar nach der Einleitung durchgeführt, kann er zu Husten und Pressen sowie zu erschwerter Beatmung und Intubation führen; er ist damit kontraproduktiv und provoziert geradezu eine Aspiration. Deshalb soll der Krikoiddruck bei der "Rapid-sequence-induction"- (RSI-)Intubation beim Kind in der Regel nicht angewendet werden. Wichtige Elemente einer an die Kinderanästhesie adaptierten RSI-Intubation sind die suffiziente schnelle i.v.-Anästhesieeinleitung mit profunder Muskelrelaxation, die sanfte Maskenbeatmung mit Druckbegrenzung bei 10-12cmH2O und die atraumatische Intubation unter kontrollierten Bedingungen

Abstract

Die klassische in der Erwachsenenanästhesie übliche Vorgehensweise bei der Ileusintubation ist für die Anwendung bei Kindern nicht in allen Punkten zweckmäßig. Erschwerte Präoxygenation, verminderte Sauerstoffreserven, erhöhter Sauerstoffverbrauch sowie Atelektasenneigung führen beim Neugeborenen, Säugling und Kleinkind zu einer verkürzten Apnoetoleranz mit sehr schnell eintretender Hypoxämie nach der Anästhesieeinleitung. Eine sanfte Maskenbeatmung mit Drucklimitierung bei 10-12cmH2O führt nicht zur Mageninflation mit Aspiration. Hauptfaktoren für eine Aspiration bei Kindern sind Sperren, Pressen, Husten des Patienten während der Anästhesieeinleitung und Intubationsversuchen bei inadäquater Muskelrelaxation. Die sanfte Maskenbeatmung erlaubt eine ruhige, kontrollierte endotracheale Intubation bei optimierter Oxygenation, hämodynamischer Stabilität, genügender Anästhesietiefe und vollständiger Muskelrelaxation. Die Anwendung des Krikoiddrucks hat sich in der Praxis zur Verhinderung einer Aspiration nicht immer als effektiv erwiesen. Unmittelbar nach der Einleitung durchgeführt, kann er zu Husten und Pressen sowie zu erschwerter Beatmung und Intubation führen; er ist damit kontraproduktiv und provoziert geradezu eine Aspiration. Deshalb soll der Krikoiddruck bei der "Rapid-sequence-induction"- (RSI-)Intubation beim Kind in der Regel nicht angewendet werden. Wichtige Elemente einer an die Kinderanästhesie adaptierten RSI-Intubation sind die suffiziente schnelle i.v.-Anästhesieeinleitung mit profunder Muskelrelaxation, die sanfte Maskenbeatmung mit Druckbegrenzung bei 10-12cmH2O und die atraumatische Intubation unter kontrollierten Bedingungen

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:National licences > 142-005
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:1 December 2007
Deposited On:27 Nov 2018 16:56
Last Modified:24 Sep 2019 23:44
Publisher:Springer
ISSN:0003-2417
OA Status:Green
Publisher DOI:https://doi.org/10.1007/s00101-007-1281-y
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Language: German
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