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Die „Beckenkammspan-Interpositionsarthrodese“ des oberen Sprunggelenks


Vienne, Patrick (2005). Die „Beckenkammspan-Interpositionsarthrodese“ des oberen Sprunggelenks. Operative Orthopädie und Traumatologie, 17(4-5):502-517.

Abstract

Operationsziel: Stabile und korrekt positionierte Arthrodese des oberen Sprunggelenks (OSG) zur Wiederherstellung einer schmerzfreien Belastbarkeit der Gliedmaße. Indikationen: Invalidisierende, schmerzhafte OSG-Arthrose mit umfangreichem Knochendefekt bei Status nach Trauma, Infekt oder bei schweren Deformitäten wie z. B. kongenitalen Fehlbildungen oder diabetischen Osteoarthropathien. Kontraindikationen: Akuter Gelenkinfekt. Schwere arterielle Verschlusskrankheit der betroffenen unteren Extremität. Operationstechnik: Lateraler Zugang zur distalen Fibula. Fibulaosteotomie 7 cm proximal der Fibulaspitze. Zurückklappen der distalen Fibula nach dorsal und Darstellen des OSG. Vollständige Entknorpelung der Gelenkflächen und Débridement des Knochendefekts. Bestimmung der Defektgröße. Entnahme eines entsprechenden trikortikalen Beckenkammspans. Entnahme von autogener Spongiosa am Beckenkamm oder an der proximalen lateralen Tibia. Einbringen der trikortikalen Späne und Ausfüllen des Defekts mit abstützender Wirkung. Fixation mit 6,5-mm- und 3,5-mm-Titan-AO-Zugschrauben. Je nach Ausdehnung des Defekts zusätzliche Stabilisierung des Spans mit einer Titanplatte. Laterale Stabilisierung durch direkte Verschraubung der distalen Fibula an Talus und Tibia. Schichtweiser Wundverschluss. Gespaltener Unterschenkelliegegipsverband in Neutralstellung des OSG. Weiterbehandlung: Erster Wechsel des Gipsverbands nach 48 h. Mobilisation im abnehmbaren Unterschenkelliegegipsverband mit Vollentlastung für 6 Wochen. Teilbelastung mit 15 kg für weitere 6 Wochen. Erste klinische und radiologische Verlaufskontrolle 6 Wochen postoperativ. Ergebnisse: Zwischen Januar 2002 und Januar 2004 wurden fünf Patienten (vier Frauen, ein Mann, Durchschnittsalter 57 Jahre [42-77 Jahre]) mit schweren Knochendefekten im OSG behandelt. Keine intra- oder frühen postoperativen Komplikationen. Der AOFAS-Score (American Orthopedic Foot and Ankle Society) konnte von 23 Punkten präoperativ auf 76 Punkte (Maximum 86 Punkte) postoperativ verbessert werden (Durchschnittsverlauf 25 Monate). Zwei Patienten entwickelten eine Pseudarthrose und mussten sich einer erneuten Operation mit einem Sprunggelenkarthrodesennagel unterziehen. Eine Valgusfehlstellung nach der Arthrodese wurde bei einer Patientin mit einer supramalleolären Korrekturosteotomie behandelt

Abstract

Operationsziel: Stabile und korrekt positionierte Arthrodese des oberen Sprunggelenks (OSG) zur Wiederherstellung einer schmerzfreien Belastbarkeit der Gliedmaße. Indikationen: Invalidisierende, schmerzhafte OSG-Arthrose mit umfangreichem Knochendefekt bei Status nach Trauma, Infekt oder bei schweren Deformitäten wie z. B. kongenitalen Fehlbildungen oder diabetischen Osteoarthropathien. Kontraindikationen: Akuter Gelenkinfekt. Schwere arterielle Verschlusskrankheit der betroffenen unteren Extremität. Operationstechnik: Lateraler Zugang zur distalen Fibula. Fibulaosteotomie 7 cm proximal der Fibulaspitze. Zurückklappen der distalen Fibula nach dorsal und Darstellen des OSG. Vollständige Entknorpelung der Gelenkflächen und Débridement des Knochendefekts. Bestimmung der Defektgröße. Entnahme eines entsprechenden trikortikalen Beckenkammspans. Entnahme von autogener Spongiosa am Beckenkamm oder an der proximalen lateralen Tibia. Einbringen der trikortikalen Späne und Ausfüllen des Defekts mit abstützender Wirkung. Fixation mit 6,5-mm- und 3,5-mm-Titan-AO-Zugschrauben. Je nach Ausdehnung des Defekts zusätzliche Stabilisierung des Spans mit einer Titanplatte. Laterale Stabilisierung durch direkte Verschraubung der distalen Fibula an Talus und Tibia. Schichtweiser Wundverschluss. Gespaltener Unterschenkelliegegipsverband in Neutralstellung des OSG. Weiterbehandlung: Erster Wechsel des Gipsverbands nach 48 h. Mobilisation im abnehmbaren Unterschenkelliegegipsverband mit Vollentlastung für 6 Wochen. Teilbelastung mit 15 kg für weitere 6 Wochen. Erste klinische und radiologische Verlaufskontrolle 6 Wochen postoperativ. Ergebnisse: Zwischen Januar 2002 und Januar 2004 wurden fünf Patienten (vier Frauen, ein Mann, Durchschnittsalter 57 Jahre [42-77 Jahre]) mit schweren Knochendefekten im OSG behandelt. Keine intra- oder frühen postoperativen Komplikationen. Der AOFAS-Score (American Orthopedic Foot and Ankle Society) konnte von 23 Punkten präoperativ auf 76 Punkte (Maximum 86 Punkte) postoperativ verbessert werden (Durchschnittsverlauf 25 Monate). Zwei Patienten entwickelten eine Pseudarthrose und mussten sich einer erneuten Operation mit einem Sprunggelenkarthrodesennagel unterziehen. Eine Valgusfehlstellung nach der Arthrodese wurde bei einer Patientin mit einer supramalleolären Korrekturosteotomie behandelt

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:National licences > 142-005
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Scopus Subject Areas:Health Sciences > Surgery
Health Sciences > Orthopedics and Sports Medicine
Language:German
Date:1 October 2005
Deposited On:23 Oct 2018 14:52
Last Modified:15 Apr 2021 14:52
Publisher:Springer
ISSN:0934-6694
OA Status:Green
Publisher DOI:https://doi.org/10.1007/s00064-005-1141-y

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Language: German
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