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Topische Therapie bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen


Frei, P; Rogler, G (2013). Topische Therapie bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Der Gastroenterologe, 8(3):197-204.

Abstract

Die Inzidenz und Prävalenz der Colitis ulcerosa nimmt sowohl in westlichen Ländern als auch in Entwicklungsländern zu. Grundstein der Behandlung ist die Anwendung von Aminosalicylaten (5-ASA). Alternativ können auch steroidhaltige topische Therapien eingesetzt werden. Häufig werden 5-ASA-Präparate nur peroral verabreicht, obschon insbesondere bei Proktitis und linksseitiger Kolitis topische (oder rektale) 5-ASA-Präparate sogar effizienter sind als perorale/systemische. Dies gilt sowohl für die Remissionsinduktion wie auch für die remissionserhaltende Therapie. Zahlreiche Untersuchungen in Kohorten oder größeren Behandlungszentren zeigen, dass topische Therapien zu selten eingesetzt werden. Insbesondere bei der ausgedehnten Kolitis sollten perorale und topische Therapien kombiniert Anwendung finden. In diesem Übersichtsartikel fassen wir die Evidenz der topischen Therapie bei der Colitis ulcerosa mit 5-ASA und Steroiden zusammen. Damit kann die Therapie optimiert und die Akzeptanz einer topischen Therapie bei den Patienten verbessert werden. Diese ist nach entsprechender Aufklärung höher als generell vermutet wird. Nur bei schweren Kolitisverläufen hat eine topische Therapie keinen Stellenwert, da sie zum einen bei häufigen Darmentleerungen nicht ausreichend wirksam wäre und zum anderen von den Patienten schlecht toleriert wird. Die Evidenz für die Anwendung topischer Therapien bei Morbus Crohn ist unzureichend

Abstract

Die Inzidenz und Prävalenz der Colitis ulcerosa nimmt sowohl in westlichen Ländern als auch in Entwicklungsländern zu. Grundstein der Behandlung ist die Anwendung von Aminosalicylaten (5-ASA). Alternativ können auch steroidhaltige topische Therapien eingesetzt werden. Häufig werden 5-ASA-Präparate nur peroral verabreicht, obschon insbesondere bei Proktitis und linksseitiger Kolitis topische (oder rektale) 5-ASA-Präparate sogar effizienter sind als perorale/systemische. Dies gilt sowohl für die Remissionsinduktion wie auch für die remissionserhaltende Therapie. Zahlreiche Untersuchungen in Kohorten oder größeren Behandlungszentren zeigen, dass topische Therapien zu selten eingesetzt werden. Insbesondere bei der ausgedehnten Kolitis sollten perorale und topische Therapien kombiniert Anwendung finden. In diesem Übersichtsartikel fassen wir die Evidenz der topischen Therapie bei der Colitis ulcerosa mit 5-ASA und Steroiden zusammen. Damit kann die Therapie optimiert und die Akzeptanz einer topischen Therapie bei den Patienten verbessert werden. Diese ist nach entsprechender Aufklärung höher als generell vermutet wird. Nur bei schweren Kolitisverläufen hat eine topische Therapie keinen Stellenwert, da sie zum einen bei häufigen Darmentleerungen nicht ausreichend wirksam wäre und zum anderen von den Patienten schlecht toleriert wird. Die Evidenz für die Anwendung topischer Therapien bei Morbus Crohn ist unzureichend

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:National licences > 142-005
Dewey Decimal Classification:Unspecified
Language:German
Date:1 April 2013
Deposited On:28 Nov 2018 17:10
Last Modified:29 Apr 2019 04:51
Publisher:Springer
ISSN:1861-9681
OA Status:Green
Publisher DOI:https://doi.org/10.1007/s11377-012-0724-4
Related URLs:https://www.swissbib.ch/Search/Results?lookfor=nationallicencespringer101007s1137701207244 (Library Catalogue)

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Language: German
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