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Pilonidalsinus und Analfistel


Steinemann, D; Dindo, D; Soll, C; Hahnloser, D (2010). Pilonidalsinus und Analfistel. Der Gastroenterologe, 5(4):308-317.

Abstract

Fisteln im Analbereich werden unterteilt in Pilonidalfisteln in der Rima ani und Analfisteln als Verbindung zwischen Anus und perianaler Haut. Bei der Pilonidalfistel erfolgt bei unkompliziertem Befund nach Abheilung akuter Abszesse die minimalinvasive Fistelexzision in Lokalanästhesie. Konservative Therapiekonzepte sowie die radikale Exzision mit offener Wundbehandlung haben sich nicht bewährt. Bei ausgeprägtem, großem Befund erfolgt eine weite Exzision mit plastischer Deckung mittels Limberg-Lappen. Bei der Analfistel muss unterschieden werden zwischen subkutanen und tiefen intersphinktären Fisteln ohne Sphinkterbeteiligung einerseits und hohen intersphinktären, transsphinktären, suprasphinktären und extrasphinktären Fisteln andererseits. Erstere können mit geringer Morbidität und hoher Heilungsrate fistulotomiert werden. Bei der zweiten Gruppe besteht ein erhebliches Inkontinenz- und Rezidivrisiko. Ohne Inkontinenzrisiko, bei allerdings hohem Rezidivrisiko, kann die Fistel mittels "Anal Fistula Plug" verschlossen werden. Bei Versagen dieser Therapie bietet sich eine Fistulektomie mit Verschluss der inneren Fistelöffnung durch einen anorektalen Verschiebelappen an

Abstract

Fisteln im Analbereich werden unterteilt in Pilonidalfisteln in der Rima ani und Analfisteln als Verbindung zwischen Anus und perianaler Haut. Bei der Pilonidalfistel erfolgt bei unkompliziertem Befund nach Abheilung akuter Abszesse die minimalinvasive Fistelexzision in Lokalanästhesie. Konservative Therapiekonzepte sowie die radikale Exzision mit offener Wundbehandlung haben sich nicht bewährt. Bei ausgeprägtem, großem Befund erfolgt eine weite Exzision mit plastischer Deckung mittels Limberg-Lappen. Bei der Analfistel muss unterschieden werden zwischen subkutanen und tiefen intersphinktären Fisteln ohne Sphinkterbeteiligung einerseits und hohen intersphinktären, transsphinktären, suprasphinktären und extrasphinktären Fisteln andererseits. Erstere können mit geringer Morbidität und hoher Heilungsrate fistulotomiert werden. Bei der zweiten Gruppe besteht ein erhebliches Inkontinenz- und Rezidivrisiko. Ohne Inkontinenzrisiko, bei allerdings hohem Rezidivrisiko, kann die Fistel mittels "Anal Fistula Plug" verschlossen werden. Bei Versagen dieser Therapie bietet sich eine Fistulektomie mit Verschluss der inneren Fistelöffnung durch einen anorektalen Verschiebelappen an

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:National licences > 142-005
Dewey Decimal Classification:Unspecified
Scopus Subject Areas:Health Sciences > Gastroenterology
Language:German
Date:1 July 2010
Deposited On:28 Nov 2018 17:43
Last Modified:15 Apr 2021 14:52
Publisher:Springer
ISSN:1861-9681
OA Status:Green
Publisher DOI:https://doi.org/10.1007/s11377-010-0399-7

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