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Neue Versorgungsmodelle in der Psychosebehandlung


Rössler, W; Theodoridou, A (2006). Neue Versorgungsmodelle in der Psychosebehandlung. Der Nervenarzt, 77(Suppl 2):S111-S120.

Abstract

In einem modernen psychiatrischen Versorgungssystem gilt die Empfehlung: ambulant vor teilstationär vor stationär. Die komplexen Behandlungserfordernisse einer gemeindenahen Betreuung für chronisch und schwerer psychisch Erkrankter sowie die Beteiligung verschiedener Sozialleistungsträger an der Finanzierung führen jedoch zu einer problematischen Versorgungsfragmentierung. Die Schizophrenie ist die teuerste psychiatrische Erkrankung in Deutschland. Die indirekten Kosten (in Geldwert umgerechnete Folgen der Schizophrenie) werden bis zu 5-mal höher als die direkten Behandlungskosten geschätzt. Von den verschiedenen neueren Versorgungskonzepten hat sich bisher vor allem das Konzept der aufsuchenden gemeindepsychiatrischen Teams bewährt. Dieser Ansatz führt zu einer Reduktion der Wiederaufnahmerate und der Verweildauer im Krankenhaus, zu einer besseren sozialen Integration und größerer Patientenzufriedenheit. Es gibt keine empirische Evidenz für eine "Psychiatrie ohne Betten". Eine bedenkenswerte Alternative zu einer stationären Behandlung kann jedoch für eine Teilgruppe die Behandlung in einem akuttagesklinischen Setting, in Krisenhäusern oder die Krisenversorgung im häuslichen Umfeld sein

Abstract

In einem modernen psychiatrischen Versorgungssystem gilt die Empfehlung: ambulant vor teilstationär vor stationär. Die komplexen Behandlungserfordernisse einer gemeindenahen Betreuung für chronisch und schwerer psychisch Erkrankter sowie die Beteiligung verschiedener Sozialleistungsträger an der Finanzierung führen jedoch zu einer problematischen Versorgungsfragmentierung. Die Schizophrenie ist die teuerste psychiatrische Erkrankung in Deutschland. Die indirekten Kosten (in Geldwert umgerechnete Folgen der Schizophrenie) werden bis zu 5-mal höher als die direkten Behandlungskosten geschätzt. Von den verschiedenen neueren Versorgungskonzepten hat sich bisher vor allem das Konzept der aufsuchenden gemeindepsychiatrischen Teams bewährt. Dieser Ansatz führt zu einer Reduktion der Wiederaufnahmerate und der Verweildauer im Krankenhaus, zu einer besseren sozialen Integration und größerer Patientenzufriedenheit. Es gibt keine empirische Evidenz für eine "Psychiatrie ohne Betten". Eine bedenkenswerte Alternative zu einer stationären Behandlung kann jedoch für eine Teilgruppe die Behandlung in einem akuttagesklinischen Setting, in Krisenhäusern oder die Krisenversorgung im häuslichen Umfeld sein

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Other titles:Innovative care models for treating psychosis]
Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > Psychiatric University Hospital Zurich > Clinic for Psychiatry, Psychotherapy, and Psychosomatics
National licences > 142-005
Dewey Decimal Classification:150 Psychology
Scopus Subject Areas:Life Sciences > Neurology
Health Sciences > Neurology (clinical)
Health Sciences > Psychiatry and Mental Health
Language:German
Date:1 November 2006
Deposited On:03 Dec 2018 16:31
Last Modified:15 Apr 2021 14:52
Publisher:Springer
ISSN:0028-2804
OA Status:Green
Publisher DOI:https://doi.org/10.1007/s00115-006-2192-x
PubMed ID:17072569

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