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Tibiotalare Arthrodese bei angeborener Fibulaaplasie


Exner, G Ulrich (2005). Tibiotalare Arthrodese bei angeborener Fibulaaplasie. Operative Orthopädie und Traumatologie, 17(4-5):534-542.

Abstract

Das Problem: 10-jähriger Patient mit angeborenen Fibulaaplasien beidseits. Auf der linken Seite extreme Valgusfehlstellung des dreistrahligen Fußes im oberen Sprunggelenk mit schmerzhaften Funktionsstörungen beim Stehen und Gehen, die mit orthopädietechnischen Maßnahmen nicht mehr befriedigend beseitigt werden konnten und zu verschiedenen therapeutischen Überlegungen, wie Amputation des Fußes, supramalleoläre Umstellungsosteotomie und tibiotalare Arthrodese, Anlass gaben. Die Lösung: Tibiotalare korrigierende Arthrodese mit einem sog. Minifixateur unter Erhaltung der distalen Epiphysenscheibe der Tibia. Operationstechnik: Erste Inzision auf der Medialseite zur Darstellung der Beugesehnen und des Gefäß-Nerven-Bündels unter Schonung des Nervus suralis und der Vena saphena parva. Freilegung des Innenknöchels nach Durchtrennung seiner Band- und Kapselverbindungen sowie Lokalisation des oberen Sprunggelenkspalts. Längsschnitt auf der Lateralseite des oberen Sprunggelenks. Z-förmige Verlängerung der einzig angelegten Peronealsehne. Eröffnung des oberen Sprunggelenks auf der Lateral- und Ventralseite. Resektion der Gelenkflächen des Talus und der distalen Tibia entsprechend einer Operationsskizze, nach der eine achsengerechte Unterstellung des Rückfußes unter die Tibialängsachse in Rechtwinkelstellung erreicht wird. Einbringen eines Kirschner-Drahts von der Fußsohle in die Tibia zur temporären Fixation der erreichten Korrektur. Anlegen des sog. Minifixateurs: Ein gewindetragender Kirschner- Draht wird durch die Synostose, ein zweiter durch die Epiphyse und ein dritter durch das proximale Tibiadrittel gebohrt. Nach Montage des Fixateurrahmens Kompression der Resektionsflächen und Distraktion zwischen dem proximalen und mittleren Kirschner-Draht. Ergebnis: Im Alter von 16 Jahren trägt der Patient einen Innenschuh in normalen Konfektionsschuhen; er ist schmerzfrei und nimmt an allen Aktivitäten des Alltags teil. Das Längenwachstum der Tibia ist nicht beeinträchtigt worden

Abstract

Das Problem: 10-jähriger Patient mit angeborenen Fibulaaplasien beidseits. Auf der linken Seite extreme Valgusfehlstellung des dreistrahligen Fußes im oberen Sprunggelenk mit schmerzhaften Funktionsstörungen beim Stehen und Gehen, die mit orthopädietechnischen Maßnahmen nicht mehr befriedigend beseitigt werden konnten und zu verschiedenen therapeutischen Überlegungen, wie Amputation des Fußes, supramalleoläre Umstellungsosteotomie und tibiotalare Arthrodese, Anlass gaben. Die Lösung: Tibiotalare korrigierende Arthrodese mit einem sog. Minifixateur unter Erhaltung der distalen Epiphysenscheibe der Tibia. Operationstechnik: Erste Inzision auf der Medialseite zur Darstellung der Beugesehnen und des Gefäß-Nerven-Bündels unter Schonung des Nervus suralis und der Vena saphena parva. Freilegung des Innenknöchels nach Durchtrennung seiner Band- und Kapselverbindungen sowie Lokalisation des oberen Sprunggelenkspalts. Längsschnitt auf der Lateralseite des oberen Sprunggelenks. Z-förmige Verlängerung der einzig angelegten Peronealsehne. Eröffnung des oberen Sprunggelenks auf der Lateral- und Ventralseite. Resektion der Gelenkflächen des Talus und der distalen Tibia entsprechend einer Operationsskizze, nach der eine achsengerechte Unterstellung des Rückfußes unter die Tibialängsachse in Rechtwinkelstellung erreicht wird. Einbringen eines Kirschner-Drahts von der Fußsohle in die Tibia zur temporären Fixation der erreichten Korrektur. Anlegen des sog. Minifixateurs: Ein gewindetragender Kirschner- Draht wird durch die Synostose, ein zweiter durch die Epiphyse und ein dritter durch das proximale Tibiadrittel gebohrt. Nach Montage des Fixateurrahmens Kompression der Resektionsflächen und Distraktion zwischen dem proximalen und mittleren Kirschner-Draht. Ergebnis: Im Alter von 16 Jahren trägt der Patient einen Innenschuh in normalen Konfektionsschuhen; er ist schmerzfrei und nimmt an allen Aktivitäten des Alltags teil. Das Längenwachstum der Tibia ist nicht beeinträchtigt worden

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:National licences > 142-005
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Scopus Subject Areas:Health Sciences > Surgery
Health Sciences > Orthopedics and Sports Medicine
Language:German
Date:1 October 2005
Deposited On:24 Oct 2018 09:16
Last Modified:31 Jul 2020 02:39
Publisher:Springer
ISSN:0934-6694
OA Status:Green
Publisher DOI:https://doi.org/10.1007/s00064-005-1144-8
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Language: German
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