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Evidenzbasierte Therapie des Raynaud-Syndroms


Distler, M; Distler, J; Ciurea, A; Kyburz, D; Müller-Ladner, U; Reich, K; Distler, O (2006). Evidenzbasierte Therapie des Raynaud-Syndroms. Zeitschrift für Rheumatologie, 65(4):285-289.

Abstract

Das Raynaud-Syndrom ist mit einer Prävalenz von 3-5% ein häufiges klinisches Problem. Dennoch ist die Wirkung der meisten Therapiemöglichkeiten nur unzureichend durch kontrollierte Studien belegt. Zu den Therapien mit höherem Evidenzgrad gehört der Kalziumantagonist Nifedipin, für den in Metaanalysen sowohl bei primärem als auch bei sekundärem Raynaud-Syndrom eine verbesserte periphere Durchblutung sowie eine Abnahme der Frequenz und des Schweregrades der Raynaud-Attacken nachgewiesen werden konnte. Ähnliches gilt für intravenös appliziertes Iloprost in der Therapie des sekundären Raynaud-Syndroms bei systemischer Sklerose. Intravenös verabreichtes Iloprost verbessert darüber hinaus das Abheilen von Fingerkuppenulzera bei Patienten mit systemischer Sklerose. Vielversprechende Therapieansätze stellen Angiotensin-II-Rezeptor-1-Antagonisten (Losartan), die Kalziumantagonisten Felodipin und Amlodipin, Serotonin-Reuptake-Hemmer (Fluoxetin) und Phosphodiesterase-V-Hemmer (Sildenafil, Vardenafil) dar, die sich in kontrollierten Einzelstudien als wirksam erwiesen haben. Jedoch fehlen Erfahrungen mit größeren Patientenzahlen und längeren Anwendungszeiten, um diese Therapiemöglichkeiten abschließend zu beurteilen

Abstract

Das Raynaud-Syndrom ist mit einer Prävalenz von 3-5% ein häufiges klinisches Problem. Dennoch ist die Wirkung der meisten Therapiemöglichkeiten nur unzureichend durch kontrollierte Studien belegt. Zu den Therapien mit höherem Evidenzgrad gehört der Kalziumantagonist Nifedipin, für den in Metaanalysen sowohl bei primärem als auch bei sekundärem Raynaud-Syndrom eine verbesserte periphere Durchblutung sowie eine Abnahme der Frequenz und des Schweregrades der Raynaud-Attacken nachgewiesen werden konnte. Ähnliches gilt für intravenös appliziertes Iloprost in der Therapie des sekundären Raynaud-Syndroms bei systemischer Sklerose. Intravenös verabreichtes Iloprost verbessert darüber hinaus das Abheilen von Fingerkuppenulzera bei Patienten mit systemischer Sklerose. Vielversprechende Therapieansätze stellen Angiotensin-II-Rezeptor-1-Antagonisten (Losartan), die Kalziumantagonisten Felodipin und Amlodipin, Serotonin-Reuptake-Hemmer (Fluoxetin) und Phosphodiesterase-V-Hemmer (Sildenafil, Vardenafil) dar, die sich in kontrollierten Einzelstudien als wirksam erwiesen haben. Jedoch fehlen Erfahrungen mit größeren Patientenzahlen und längeren Anwendungszeiten, um diese Therapiemöglichkeiten abschließend zu beurteilen

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Other titles:Evidence-based therapy of Raynaud's syndrome
Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:National licences > 142-005
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Scopus Subject Areas:Health Sciences > Rheumatology
Language:German
Date:1 July 2006
Deposited On:10 Dec 2018 16:21
Last Modified:19 Feb 2024 02:39
Publisher:Springer
ISSN:0340-1855
OA Status:Green
Publisher DOI:https://doi.org/10.1007/s00393-006-0068-x
PubMed ID:16804699
  • Content: Published Version
  • Language: German
  • Description: Nationallizenz 142-005