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Chronisches Erschöpfungssyndrom


Martin, Alexandra; Gaab, Jens (2011). Chronisches Erschöpfungssyndrom. Psychotherapeut, 56(3):231-238.

Abstract

Chronische Erschöpfungszustände ohne bzw. ohne adäquate somatische Ursache sind für Betroffene sowie für Behandler ein Problem, da mit dem Fehlen einer eindeutigen nosologischen Zuordnung und eines eindeutigen Ätiologiemodells auch die Behandlungsoptionen nicht immer direkt auf der Hand liegen bzw. Gegenstand von Kontroversen sind (s.Gaab, in diesem Heft). Zur Behandlung des chronischen Erschöpfungssyndroms ("chronic fatigue syndrome", CFS) werden verschiedene psychotherapeutische Ansätze neben graduierter Aktivierung vorgeschlagen. Ziel des vorliegenden Beitrags ist es, den aktuellen Stand der Evidenzbasierung von Psychotherapie bei CFS auf Basis vorliegender Metaanalysen und neuerer randomisierter kontrollierter Studien darzustellen. Robuste Evidenz zeigt sich für die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) mit im Durchschnitt moderater Wirksamkeit im Hinblick auf die Schwere der Erschöpfungssymptomatik und die körperliche Funktionseinschränkung nach Therapieabschluss sowie in kurz- bis mittelfristigen Katamnesen. Klinisch relevante Verbesserungen sind bei 40-50% der so behandelten Personen zu beobachten. Andere Psychotherapieverfahren wurden bislang selten evaluiert - vielversprechende Ergebnisse weisen jedoch Einzelstudien zu Gesprächspsychotherapie und Psychoedukation auf. Insgesamt besteht die Notwendigkeit, in der Therapie Konzepte zur Rückfallprophylaxe stärker zu berücksichtigen und die Nachhaltigkeit der therapeutisch erzielten Verbesserungen empirisch abzusichern

Abstract

Chronische Erschöpfungszustände ohne bzw. ohne adäquate somatische Ursache sind für Betroffene sowie für Behandler ein Problem, da mit dem Fehlen einer eindeutigen nosologischen Zuordnung und eines eindeutigen Ätiologiemodells auch die Behandlungsoptionen nicht immer direkt auf der Hand liegen bzw. Gegenstand von Kontroversen sind (s.Gaab, in diesem Heft). Zur Behandlung des chronischen Erschöpfungssyndroms ("chronic fatigue syndrome", CFS) werden verschiedene psychotherapeutische Ansätze neben graduierter Aktivierung vorgeschlagen. Ziel des vorliegenden Beitrags ist es, den aktuellen Stand der Evidenzbasierung von Psychotherapie bei CFS auf Basis vorliegender Metaanalysen und neuerer randomisierter kontrollierter Studien darzustellen. Robuste Evidenz zeigt sich für die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) mit im Durchschnitt moderater Wirksamkeit im Hinblick auf die Schwere der Erschöpfungssymptomatik und die körperliche Funktionseinschränkung nach Therapieabschluss sowie in kurz- bis mittelfristigen Katamnesen. Klinisch relevante Verbesserungen sind bei 40-50% der so behandelten Personen zu beobachten. Andere Psychotherapieverfahren wurden bislang selten evaluiert - vielversprechende Ergebnisse weisen jedoch Einzelstudien zu Gesprächspsychotherapie und Psychoedukation auf. Insgesamt besteht die Notwendigkeit, in der Therapie Konzepte zur Rückfallprophylaxe stärker zu berücksichtigen und die Nachhaltigkeit der therapeutisch erzielten Verbesserungen empirisch abzusichern

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:National licences > 142-005
Dewey Decimal Classification:150 Psychology
Language:German
Date:1 May 2011
Deposited On:13 Dec 2018 16:21
Last Modified:24 Sep 2019 23:46
Publisher:Springer
ISSN:0935-6185
OA Status:Green
Publisher DOI:https://doi.org/10.1007/s00278-011-0828-1
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