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Drohende Frühgeburt


Beinder, E (2006). Drohende Frühgeburt. Der Gynäkologe, 39(4):299-310.

Abstract

Frühgeburten haben mit über 70% einen erheblichen Anteil an der perinatalen Sterblichkeit sowie an der Morbidität von Neugeborenen. Die Ursachen der nichtiatrogenen Frühgeburtlichkeit sind mannigfaltig und umfassen aszendierende Infektionen, Mehrlingsschwangerschaften und Uterusfehlbildungen. Eine monokausale Therapie der drohenden Frühgeburtlichkeit kann es nicht geben. Es gibt auch kein Tokolytikum, das eindeutig die erste Wahl darstellt: Atosiban, Nifedipin, β-Mimetika und Indometacin sind vermutlich äquieffektiv. Atosiban ist nebenwirkungsarm, aber sehr teuer. Nifedipin ist für die Behandlung in der Schwangerschaft nicht zugelassen. β-Mimetika sind nebenwirkungsreich, es besteht allerdings die größte Erfahrung mit dieser Stoffgruppe für die Tokolyse. Nifedipin kann oral gegeben werden, während Fenoterol und Atosiban parenteral verabreicht werden müssen, um tokolytisch wirksame Konzentrationen zu erreichen. Intravenöses Magnesiumsulfat und Indometacin sollten in der klinischen Routine nur in besonderen Situationen für die Tokolyse eingesetzt werden. Andere Maßnahmen, wie die Verabreichung von Gestagenen, sind noch unzureichend erforscht oder - wie die Notfallcerclage - nur in ausgewählten Einzelfällen wirksam. Es gibt keine Evidenz dafür, dass additive Maßnahmen wie absolute Bettruhe, Hydratation und Sedation die drohende Frühgeburtlichkeit verbessern, sie sind deshalb im Regelfall nicht angezeigt

Abstract

Frühgeburten haben mit über 70% einen erheblichen Anteil an der perinatalen Sterblichkeit sowie an der Morbidität von Neugeborenen. Die Ursachen der nichtiatrogenen Frühgeburtlichkeit sind mannigfaltig und umfassen aszendierende Infektionen, Mehrlingsschwangerschaften und Uterusfehlbildungen. Eine monokausale Therapie der drohenden Frühgeburtlichkeit kann es nicht geben. Es gibt auch kein Tokolytikum, das eindeutig die erste Wahl darstellt: Atosiban, Nifedipin, β-Mimetika und Indometacin sind vermutlich äquieffektiv. Atosiban ist nebenwirkungsarm, aber sehr teuer. Nifedipin ist für die Behandlung in der Schwangerschaft nicht zugelassen. β-Mimetika sind nebenwirkungsreich, es besteht allerdings die größte Erfahrung mit dieser Stoffgruppe für die Tokolyse. Nifedipin kann oral gegeben werden, während Fenoterol und Atosiban parenteral verabreicht werden müssen, um tokolytisch wirksame Konzentrationen zu erreichen. Intravenöses Magnesiumsulfat und Indometacin sollten in der klinischen Routine nur in besonderen Situationen für die Tokolyse eingesetzt werden. Andere Maßnahmen, wie die Verabreichung von Gestagenen, sind noch unzureichend erforscht oder - wie die Notfallcerclage - nur in ausgewählten Einzelfällen wirksam. Es gibt keine Evidenz dafür, dass additive Maßnahmen wie absolute Bettruhe, Hydratation und Sedation die drohende Frühgeburtlichkeit verbessern, sie sind deshalb im Regelfall nicht angezeigt

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Item Type:Journal Article, not_refereed, original work
Communities & Collections:National licences > 142-005
Dewey Decimal Classification:Unspecified
Language:German
Date:1 April 2006
Deposited On:14 Dec 2018 17:47
Last Modified:30 Apr 2019 11:37
Publisher:Springer
ISSN:0017-5994
OA Status:Green
Publisher DOI:https://doi.org/10.1007/s00129-006-1813-6
Related URLs:https://www.swissbib.ch/Search/Results?lookfor=nationallicencespringer101007s0012900618136 (Library Catalogue)

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Language: German
Filetype: PDF (Nationallizenz 142-005)
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