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Einfluss der Sakrumfraktur auf das funktionelle Langzeitergebnis von Beckenringverletzungen


Eid, K; Keel, M; Keller, A; Ertel, W; Trentz, O (2005). Einfluss der Sakrumfraktur auf das funktionelle Langzeitergebnis von Beckenringverletzungen. Der Unfallchirurg, 108(1):35-42.

Abstract

In der Akutphase umfasst die Behandlung der Beckenringverletzung mit Beteiligung des iliosakralen Komplexes die effiziente Blutungskontrolle und Stabilisierung des Beckenrings. Für das Langzeitresultat sind jedoch neurologische Ausfälle, Fehlverheilungen des hinteren Beckenrings mit tieflumbalen Schmerzen und urologische Komplikationen entscheidend. Zwischen 1991 und 2000 wurden in unserer Klinik 173Patienten mit Sakrumfrakturen behandelt. Diese wurden im Rahmen einer lateralen Kompressionsfraktur (AO-Klassifikation TypB2) oder einer "vertical-shear-" (Typ-C-)Verletzung mit einer Dislokation von <1cm konservativ behandelt. Frakturen mit einer Dislokation von >1cm wurden operativ (n=33, 19%) versorgt. 112Patienten wurden nach durchschnittlich 4,9Jahren nachkontrolliert. Von den 39Patienten mit neurologischen Ausfällen (35%) zeigten lediglich 4 eine vollständige neurologische Erholung. Chronische tieflumbale Schmerzen traten selten (n=8, 7%) und nur bei einer Typ-C-Verletzung auf. Die geringe Inzidenz an lumbalen Schmerzen rechtfertigt die konservative Therapie wenig dislozierter (<1cm) Sakrumfrakturen. Entscheidend für das Langzeitergebnis sind neurologische Defizite, die bei 30% aller Patienten persistieren

Abstract

In der Akutphase umfasst die Behandlung der Beckenringverletzung mit Beteiligung des iliosakralen Komplexes die effiziente Blutungskontrolle und Stabilisierung des Beckenrings. Für das Langzeitresultat sind jedoch neurologische Ausfälle, Fehlverheilungen des hinteren Beckenrings mit tieflumbalen Schmerzen und urologische Komplikationen entscheidend. Zwischen 1991 und 2000 wurden in unserer Klinik 173Patienten mit Sakrumfrakturen behandelt. Diese wurden im Rahmen einer lateralen Kompressionsfraktur (AO-Klassifikation TypB2) oder einer "vertical-shear-" (Typ-C-)Verletzung mit einer Dislokation von <1cm konservativ behandelt. Frakturen mit einer Dislokation von >1cm wurden operativ (n=33, 19%) versorgt. 112Patienten wurden nach durchschnittlich 4,9Jahren nachkontrolliert. Von den 39Patienten mit neurologischen Ausfällen (35%) zeigten lediglich 4 eine vollständige neurologische Erholung. Chronische tieflumbale Schmerzen traten selten (n=8, 7%) und nur bei einer Typ-C-Verletzung auf. Die geringe Inzidenz an lumbalen Schmerzen rechtfertigt die konservative Therapie wenig dislozierter (<1cm) Sakrumfrakturen. Entscheidend für das Langzeitergebnis sind neurologische Defizite, die bei 30% aller Patienten persistieren

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:National licences > 142-005
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:1 January 2005
Deposited On:24 Oct 2018 13:30
Last Modified:24 Sep 2019 23:46
Publisher:Springer
ISSN:0177-5537
OA Status:Green
Publisher DOI:https://doi.org/10.1007/s00113-004-0864-1
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