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Präoperative Nüchternzeiten


Furrer, L; Ganter, M T; Klaghofer, R; Zollinger, A; Hofer, C K (2006). Präoperative Nüchternzeiten. Der Anästhesist, 55(6):643-649.

Abstract

Zusammenfassung: Hintergrund: Mit dem Ziel der subjektiven perioperativen Qualitätsverbesserung scheint es wünschenswert, die präoperativen Nüchternzeiten im Rahmen der als sicher geltenden Grenzen so kurz als möglich zu halten. Diese Maßnahmen sollten mit einer messbaren Verminderung von präoperativem Hunger und Durst einhergehen und v.a. in einer Verbesserung der präoperativen Befindlichkeit resultieren. Welchen Einfluss Durst und Hunger aus Patientensicht auf den präoperativen Komfort haben, ist jedoch weit gehend unbekannt. Ziel dieser Studie war es, das Ausmaß der Beeinträchtigung der Patienten durch eine traditionelle Nüchternheitsregelung abzuschätzen. Patienten und Methoden: Ein Kollektiv von 412Patienten der "American-Society-of-Anesthesiologists"- (ASA-)RisikoklassenI und II, das sich einem kleineren chirurgischen Eingriff unterzog, wurde mithilfe eines Fragebogens zum Ausmaß und Stellenwert von präoperativem Durst und Hunger befragt. Ergebnisse: Es hatten 33% der Patienten mäßigen oder starken Durst, 19% mäßigen bis starken Hunger. Von den Befragten möchten 47% vor der Operation noch trinken, 72% hätten gern noch ein leichtes Frühstück eingenommen. Die mittlere Nüchternzeit war 12,8±3,4h für Flüssigkeiten und 15,5±4,4h für Essen. Durst wurde von 3,3% und Hunger von 0,8% der Patienten als Hauptgrund für die Beeinträchtigung des präoperativen Wohlbefindens genannt. Das lange Warten (8,5%), Nervosität (6,5%) und Angst (4,8%) wurden am häufigsten genannt. Die Antworten waren unabhängig von der Zeitdauer der präoperativen Nüchternheit. Schlussfolgerung: Der Patientenkomfort ist durch eine traditionelle Nüchternheitsregelung beeinträchtigt, und Minimierung der präoperativen Nüchternzeiten wird von den Patienten gewünscht. Anstrengungen mit dem Ziel der Reduktion von präoperativer Angst und Nervosität bergen jedoch zusätzliches großes Potenzial für eine Steigerung der perioperativen Behandlungsqualität aus Sicht der Patienten

Abstract

Zusammenfassung: Hintergrund: Mit dem Ziel der subjektiven perioperativen Qualitätsverbesserung scheint es wünschenswert, die präoperativen Nüchternzeiten im Rahmen der als sicher geltenden Grenzen so kurz als möglich zu halten. Diese Maßnahmen sollten mit einer messbaren Verminderung von präoperativem Hunger und Durst einhergehen und v.a. in einer Verbesserung der präoperativen Befindlichkeit resultieren. Welchen Einfluss Durst und Hunger aus Patientensicht auf den präoperativen Komfort haben, ist jedoch weit gehend unbekannt. Ziel dieser Studie war es, das Ausmaß der Beeinträchtigung der Patienten durch eine traditionelle Nüchternheitsregelung abzuschätzen. Patienten und Methoden: Ein Kollektiv von 412Patienten der "American-Society-of-Anesthesiologists"- (ASA-)RisikoklassenI und II, das sich einem kleineren chirurgischen Eingriff unterzog, wurde mithilfe eines Fragebogens zum Ausmaß und Stellenwert von präoperativem Durst und Hunger befragt. Ergebnisse: Es hatten 33% der Patienten mäßigen oder starken Durst, 19% mäßigen bis starken Hunger. Von den Befragten möchten 47% vor der Operation noch trinken, 72% hätten gern noch ein leichtes Frühstück eingenommen. Die mittlere Nüchternzeit war 12,8±3,4h für Flüssigkeiten und 15,5±4,4h für Essen. Durst wurde von 3,3% und Hunger von 0,8% der Patienten als Hauptgrund für die Beeinträchtigung des präoperativen Wohlbefindens genannt. Das lange Warten (8,5%), Nervosität (6,5%) und Angst (4,8%) wurden am häufigsten genannt. Die Antworten waren unabhängig von der Zeitdauer der präoperativen Nüchternheit. Schlussfolgerung: Der Patientenkomfort ist durch eine traditionelle Nüchternheitsregelung beeinträchtigt, und Minimierung der präoperativen Nüchternzeiten wird von den Patienten gewünscht. Anstrengungen mit dem Ziel der Reduktion von präoperativer Angst und Nervosität bergen jedoch zusätzliches großes Potenzial für eine Steigerung der perioperativen Behandlungsqualität aus Sicht der Patienten

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:National licences > 142-005
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Language:German
Date:1 June 2006
Deposited On:03 Jul 2019 13:24
Last Modified:24 Sep 2019 23:47
Publisher:Springer
ISSN:0003-2417
OA Status:Green
Publisher DOI:https://doi.org/10.1007/s00101-006-0991-x
Related URLs:https://www.swissbib.ch/Search/Results?lookfor=nationallicencespringer101007s001010060991x (Library Catalogue)

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Language: German
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