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Clostridium difficile assoziierter Durchfall


Rampini, S K; Lüthi, B; Ruef, C; Speck, R F (2007). Clostridium difficile assoziierter Durchfall. Der Gastroenterologe, 2(3):170-178.

Abstract

Zusammenfassung: Die Clostridium difficile assoziierte Diarrhö (CDAD) wird häufig als lästige und relativ banale Nebenwirkung einer Antibiotikatherapie angesehen. Während schon in den 1980er und 90er Jahren Morbidität, Mortalität und entsprechend auch die Kosten von CDAD beträchtlich waren, sind diese aufgrund des Aufkommens eines hochvirulenten Stamms von Clostridium difficile (C.difficile) Anfang2000 deutlich angestiegen. Die pathogenetischen Schlüsselereignisse sind Veränderungen der Darmflora nach Antibiotikagabe, Kolonisation mit einem toxinbildenden C.difficile und dessen intraluminale Vermehrung. Die Therapie besteht bei milden Formen im Absetzen der angeschuldigten Medikamente, bei mäßig bis schwer ausgeprägten Erkrankungen erfolgt die Gabe von Metronidazol oder Vancomycin per os. Als ultima ratio bei toxischem Megakolon muss die subtotale Hemikolektomie erwogen werden. Der verantwortungsvolle Einsatz von Antibiotika ("antibiotic stewardship") in Kombination mit spitalhygienischen Maßnahmen sind essenziell, um Ausbrüchen vorzubeugen und sie einzudämmen

Abstract

Zusammenfassung: Die Clostridium difficile assoziierte Diarrhö (CDAD) wird häufig als lästige und relativ banale Nebenwirkung einer Antibiotikatherapie angesehen. Während schon in den 1980er und 90er Jahren Morbidität, Mortalität und entsprechend auch die Kosten von CDAD beträchtlich waren, sind diese aufgrund des Aufkommens eines hochvirulenten Stamms von Clostridium difficile (C.difficile) Anfang2000 deutlich angestiegen. Die pathogenetischen Schlüsselereignisse sind Veränderungen der Darmflora nach Antibiotikagabe, Kolonisation mit einem toxinbildenden C.difficile und dessen intraluminale Vermehrung. Die Therapie besteht bei milden Formen im Absetzen der angeschuldigten Medikamente, bei mäßig bis schwer ausgeprägten Erkrankungen erfolgt die Gabe von Metronidazol oder Vancomycin per os. Als ultima ratio bei toxischem Megakolon muss die subtotale Hemikolektomie erwogen werden. Der verantwortungsvolle Einsatz von Antibiotika ("antibiotic stewardship") in Kombination mit spitalhygienischen Maßnahmen sind essenziell, um Ausbrüchen vorzubeugen und sie einzudämmen

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:National licences > 142-005
Dewey Decimal Classification:Unspecified
Scopus Subject Areas:Health Sciences > Gastroenterology
Language:German
Date:1 May 2007
Deposited On:04 Jul 2019 12:28
Last Modified:15 Apr 2021 14:54
Publisher:Springer
ISSN:1861-9681
OA Status:Green
Publisher DOI:https://doi.org/10.1007/s11377-007-0077-6

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Language: German
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