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Präfrontale Kontrolle von Erwartungen bei der Placebo-Analgesie


Krummenacher, P (2011). Präfrontale Kontrolle von Erwartungen bei der Placebo-Analgesie. Der Schmerz, 25(4):440-443.

Abstract

Zusammenfassung: Erwartungen und Überzeugungen modulieren das Schmerzempfinden. Dies wird besonders deutlich bei der Placebo-Analgesie. Der dorsolaterale präfrontale Kortex (DLPFC) wird mit Prozessen der Schmerzregulation sowie mit Aspekten der Erzeugung, Aufrechterhaltung und Manipulation von kognitiven Repräsentationen in Verbindung gebracht. In einem Hitzeschmerzreiz-Paradigma wurde eine nichtinvasive niederfrequente repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) eingesetzt, um vorübergehend die Funktion des rechten und linken DLPFC zu stören oder um das rTMS-Gerät selbst als Placebo einzusetzen, bevor eine erwartungsinduzierte Placebo-Analgesie angewendet wurde. Die Ergebnisse zeigen, dass die Scheinbehandlung signifikant Schmerzschwelle und -toleranz erhöhen konnte. Während die rTMS das Schmerzempfinden nicht beeinträchtigte, hob sie doch vollständig die Placebo-Analgesie auf. Diese Ergebnisse lassen vermuten, dass die erwartungsinduzierte Placebo-Analgesie vom präfrontalen Kortex beider Hemisphären vermittelt wird. Mögliche Implikationen für die praktische Medizin und klinische Forschung werden im Artikel diskutiert

Abstract

Zusammenfassung: Erwartungen und Überzeugungen modulieren das Schmerzempfinden. Dies wird besonders deutlich bei der Placebo-Analgesie. Der dorsolaterale präfrontale Kortex (DLPFC) wird mit Prozessen der Schmerzregulation sowie mit Aspekten der Erzeugung, Aufrechterhaltung und Manipulation von kognitiven Repräsentationen in Verbindung gebracht. In einem Hitzeschmerzreiz-Paradigma wurde eine nichtinvasive niederfrequente repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) eingesetzt, um vorübergehend die Funktion des rechten und linken DLPFC zu stören oder um das rTMS-Gerät selbst als Placebo einzusetzen, bevor eine erwartungsinduzierte Placebo-Analgesie angewendet wurde. Die Ergebnisse zeigen, dass die Scheinbehandlung signifikant Schmerzschwelle und -toleranz erhöhen konnte. Während die rTMS das Schmerzempfinden nicht beeinträchtigte, hob sie doch vollständig die Placebo-Analgesie auf. Diese Ergebnisse lassen vermuten, dass die erwartungsinduzierte Placebo-Analgesie vom präfrontalen Kortex beider Hemisphären vermittelt wird. Mögliche Implikationen für die praktische Medizin und klinische Forschung werden im Artikel diskutiert

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:National licences > 142-005
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Scopus Subject Areas:Health Sciences > Neurology (clinical)
Health Sciences > Anesthesiology and Pain Medicine
Language:German
Date:1 August 2011
Deposited On:04 Jul 2019 15:02
Last Modified:15 Apr 2021 14:54
Publisher:Springer
ISSN:0932-433X
OA Status:Green
Publisher DOI:https://doi.org/10.1007/s00482-011-1049-9

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