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Die Keramik der römischen Garküche auf dem Monte Iato (PA)


Riediker-Liechti, Eva (2016). Die Keramik der römischen Garküche auf dem Monte Iato (PA). In: New Perspectives on Roman Pottery: Regional Patterns in a Global Empire, Lissabon, 25 September 2016 - 2 October 2016, 413-419.

Abstract

Die antike Stadt Ietas wird seit 1971 durch das Institut für Archäologie der Universität Zürich ausgegraben. 1992 wurde hier ein Gebäude mit einer Theke und einem Ofen entdeckt und in der Folge als Garküche interpretiert. Die eingehende Untersuchung der Funde dieses Lokals, zum größten Teil Keramik, erlaubt interessante Aussagen zur Einrichtung einer römischen Garküche in Sizilien, aber auch zu Wirtschaft, Handel und Alltagsleben im Hinterland einer römischen Provinz. In diesem Artikel werden die römische Dünnwandkeramik, die Kochgefäße sowie die Schüsseln aus der Garküche thematisiert. Für zahlreiche Formen der untersuchten Keramikgattungen lassen sich Vergleiche beispielsweise in Kampanien oder Latium finden. Möglicherweise wurden einige Exemplare vom Festland importiert. Ein Teil des Keramikinventars wurde hingegen wohl lokal hergestellt. Obwohl es sich um eine Siedlung im Hinterland Siziliens handelt, war Ietas also sowohl in regionale als auch in überregionale Handelsnetzwerke des römischen Imperiums eingebunden. Die große Anzahl sowie das breite Formenspektrum der Kochgefäße zeigen, dass die Zubereitung von Speisen in der Garküche wohl einen Großteil der Zeit in Anspruch nahm, aber auch, dass verschiedene Zubereitungsarten gewählt wurden. Ein Vergleich mit dem Wohnkontext macht deutlich, dass gewisse Keramikgattungen an die Erfordernisse einer Garküche angepasst waren.

Abstract

Die antike Stadt Ietas wird seit 1971 durch das Institut für Archäologie der Universität Zürich ausgegraben. 1992 wurde hier ein Gebäude mit einer Theke und einem Ofen entdeckt und in der Folge als Garküche interpretiert. Die eingehende Untersuchung der Funde dieses Lokals, zum größten Teil Keramik, erlaubt interessante Aussagen zur Einrichtung einer römischen Garküche in Sizilien, aber auch zu Wirtschaft, Handel und Alltagsleben im Hinterland einer römischen Provinz. In diesem Artikel werden die römische Dünnwandkeramik, die Kochgefäße sowie die Schüsseln aus der Garküche thematisiert. Für zahlreiche Formen der untersuchten Keramikgattungen lassen sich Vergleiche beispielsweise in Kampanien oder Latium finden. Möglicherweise wurden einige Exemplare vom Festland importiert. Ein Teil des Keramikinventars wurde hingegen wohl lokal hergestellt. Obwohl es sich um eine Siedlung im Hinterland Siziliens handelt, war Ietas also sowohl in regionale als auch in überregionale Handelsnetzwerke des römischen Imperiums eingebunden. Die große Anzahl sowie das breite Formenspektrum der Kochgefäße zeigen, dass die Zubereitung von Speisen in der Garküche wohl einen Großteil der Zeit in Anspruch nahm, aber auch, dass verschiedene Zubereitungsarten gewählt wurden. Ein Vergleich mit dem Wohnkontext macht deutlich, dass gewisse Keramikgattungen an die Erfordernisse einer Garküche angepasst waren.

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Item Type:Conference or Workshop Item (Paper), refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Archaeology
Dewey Decimal Classification:900 History
930 History of ancient world (to ca. 499)
Language:German
Event End Date:2 October 2016
Deposited On:20 Nov 2018 14:07
Last Modified:07 Apr 2020 07:12
Publisher:Habelt Verlag
Series Name:Rei Cretariae Romanae Fautorum Acta
ISSN:0484-3401
OA Status:Green

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