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Kulturverfassung


Graber, Christoph B (2018). Kulturverfassung. i-call Working Paper Series 2018/01, University of Zurich.

Abstract

Dieser Text bezweckt, die Grundlagen des Schweizer Kulturverfassungsrechts zu klä-ren, beginnend beim schwierig zu fassenden Begriff »Kultur«. Mit Luhmann lässt sich die Kultur als Gedächtnis der Gesellschaft beschreiben, während die Kunst ein autono¬mes, sich selbst reproduzierendes System ist. Da staatliches Handeln letztlich bestimmt werden muss, ist ein rechtlicher Begriff der Kultur einzuführen, der – im Unterschied zum sozialwissenschaftli¬chen – notwendig reduktiv und vorläufig ist. Staatliches Han¬deln im Bereich der Kultur kann die Grundrechte berühren und führt dann immer wie¬der zu Konflikten. Die Kerngebiete der Kulturpolitik liegen in der Trias der Förderung schöpferi¬scher Äusserungen, der Bewahrung des Kulturerbes und der Kulturvermitt¬lung. Bei Erstem geht es darum, die Rahmenbedingungen zu schaffen, damit sich das Kunstsystem selbstbestimmt entwickeln kann. Wichtig ist dabei die Gewährleistung einer Vielfalt von Finanzierungsquellen. Das Zweite handelt von der Entscheidung, was erinnert und was vergessen werden soll, wobei der Begriff des Kulturerbes wesent¬lich von drei UNESCO-Übereinkommen bestimmt wird. Bei Letztem schliesslich geht es darum, Schweizer Kulturgüter dem Publikum zugänglich zu machen. Dabei soll innerhalb der modernen, heterogen gewordenen Gesellschaft eine kulturelle Identität gefördert werden, mit der wiederum das Engagement für die rechtsstaatliche Demokra¬tie gestärkt werden kann.

Abstract

Dieser Text bezweckt, die Grundlagen des Schweizer Kulturverfassungsrechts zu klä-ren, beginnend beim schwierig zu fassenden Begriff »Kultur«. Mit Luhmann lässt sich die Kultur als Gedächtnis der Gesellschaft beschreiben, während die Kunst ein autono¬mes, sich selbst reproduzierendes System ist. Da staatliches Handeln letztlich bestimmt werden muss, ist ein rechtlicher Begriff der Kultur einzuführen, der – im Unterschied zum sozialwissenschaftli¬chen – notwendig reduktiv und vorläufig ist. Staatliches Han¬deln im Bereich der Kultur kann die Grundrechte berühren und führt dann immer wie¬der zu Konflikten. Die Kerngebiete der Kulturpolitik liegen in der Trias der Förderung schöpferi¬scher Äusserungen, der Bewahrung des Kulturerbes und der Kulturvermitt¬lung. Bei Erstem geht es darum, die Rahmenbedingungen zu schaffen, damit sich das Kunstsystem selbstbestimmt entwickeln kann. Wichtig ist dabei die Gewährleistung einer Vielfalt von Finanzierungsquellen. Das Zweite handelt von der Entscheidung, was erinnert und was vergessen werden soll, wobei der Begriff des Kulturerbes wesent¬lich von drei UNESCO-Übereinkommen bestimmt wird. Bei Letztem schliesslich geht es darum, Schweizer Kulturgüter dem Publikum zugänglich zu machen. Dabei soll innerhalb der modernen, heterogen gewordenen Gesellschaft eine kulturelle Identität gefördert werden, mit der wiederum das Engagement für die rechtsstaatliche Demokra¬tie gestärkt werden kann.

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Item Type:Working Paper
Communities & Collections:02 Faculty of Law > Institute of Legal Sciences > Basic Subjects
Working Paper Series > i-call Working Paper Series
Dewey Decimal Classification:340 Law
Language:German
Date:November 2018
Deposited On:07 Dec 2018 08:14
Last Modified:24 Sep 2019 23:53
Series Name:i-call Working Paper Series
ISSN:1664-0144
OA Status:Green

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