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Zum professionellen Habitus der Sozialarbeiter*innen im Prostitutionsfeld: Betrachtung der sozialen Problemkonstruktionen und Interventionen aus einer körpersensibilisierten Perspektive


Vorheyer, Claudia (2018). Zum professionellen Habitus der Sozialarbeiter*innen im Prostitutionsfeld: Betrachtung der sozialen Problemkonstruktionen und Interventionen aus einer körpersensibilisierten Perspektive. Soziale Probleme, 29(2):169-187.

Abstract

Die besonders im Zusammenhang von Prostitution und Sozialer Arbeit bemerkenswert unterbelichtete Thematik der Körperlichkeit wird in diesem Artikel hinsichtlich der professionellen Habitusformationen von Sozialarbeitenden untersucht. Dabei wird den Fragen nachgegangen, inwieweit die Körperlichkeit ein implizites oder explizites Thema der Sozialen Arbeit im Prostitutionsfeld ist; welche Perspektiven die Sozialarbeitenden auf ihre Klientel einnehmen; und wie in und durch ihre sozialarbeiterischen Interventionen am und über den Körper soziale Ordnung hergestellt bzw. reproduziert wird. Als theoretischer Bezugsrahmen wird das praxeologische Habituskonzept herangezogen und mit dem professionstheoretischen Reflexivitätsanspruch der Sozialen Arbeit konfrontiert, gleichwohl bzw. gerade weil
diese beträchtlich konfligieren. Auf Grundlage von Expertinneninterviews mit Sozialarbeiterinnen im Bereich des Gesundheitsdienstes und der allgemeinen Sozialarbeit sind deren Wahrnehmungs- und Handlungsmuster rekonstruiert und unter einer körpersensibilisierten Perspektive reanalysiert worden. Im Zuge dessen wurden vier körperbezogene Analysekategorien herausgearbeitet, welche zentrale Ansatzpunkte für eine körperthematische Typisierung der professionellen Habitusformationen bilden. Jene Kategorien können zudem als thematischer Rahmen für eine kritischreflexiveAuseinandersetzung mit dem professionellen Handeln der Sozialen Arbeit fungieren und damit den Umgang mit der konstatierten Widersprüchlichkeit zwischen alltäglicher Praxisroutine und professionellem Reflexionsanspruch unterstützen. Auf diese Weise vermögen sie nicht nur in wissenschaftlicher, sondern auch in praktischer Hinsicht einen Beitrag zur Professionalität der Sozialarbeitenden im Prostitutionsfeld zu leisten.

Abstract

Die besonders im Zusammenhang von Prostitution und Sozialer Arbeit bemerkenswert unterbelichtete Thematik der Körperlichkeit wird in diesem Artikel hinsichtlich der professionellen Habitusformationen von Sozialarbeitenden untersucht. Dabei wird den Fragen nachgegangen, inwieweit die Körperlichkeit ein implizites oder explizites Thema der Sozialen Arbeit im Prostitutionsfeld ist; welche Perspektiven die Sozialarbeitenden auf ihre Klientel einnehmen; und wie in und durch ihre sozialarbeiterischen Interventionen am und über den Körper soziale Ordnung hergestellt bzw. reproduziert wird. Als theoretischer Bezugsrahmen wird das praxeologische Habituskonzept herangezogen und mit dem professionstheoretischen Reflexivitätsanspruch der Sozialen Arbeit konfrontiert, gleichwohl bzw. gerade weil
diese beträchtlich konfligieren. Auf Grundlage von Expertinneninterviews mit Sozialarbeiterinnen im Bereich des Gesundheitsdienstes und der allgemeinen Sozialarbeit sind deren Wahrnehmungs- und Handlungsmuster rekonstruiert und unter einer körpersensibilisierten Perspektive reanalysiert worden. Im Zuge dessen wurden vier körperbezogene Analysekategorien herausgearbeitet, welche zentrale Ansatzpunkte für eine körperthematische Typisierung der professionellen Habitusformationen bilden. Jene Kategorien können zudem als thematischer Rahmen für eine kritischreflexiveAuseinandersetzung mit dem professionellen Handeln der Sozialen Arbeit fungieren und damit den Umgang mit der konstatierten Widersprüchlichkeit zwischen alltäglicher Praxisroutine und professionellem Reflexionsanspruch unterstützen. Auf diese Weise vermögen sie nicht nur in wissenschaftlicher, sondern auch in praktischer Hinsicht einen Beitrag zur Professionalität der Sozialarbeitenden im Prostitutionsfeld zu leisten.

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Item Type:Journal Article, refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Sociology
Dewey Decimal Classification:300 Social sciences, sociology & anthropology
Language:German
Date:September 2018
Deposited On:30 Jan 2019 15:24
Last Modified:30 Jan 2019 15:24
Publisher:Springer
ISSN:0939-608X
OA Status:Closed
Publisher DOI:https://doi.org/10.1007/s41059-018-0053-z
Official URL:https://link.springer.com/article/10.1007/s41059-018-0053-z

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