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Die Kulturbedeutung des Geldes als theologische Herausforderung : eine theologische Auseinandersetzung mit Georg Simmels "Philosophie des Geldes"


Weber-Berg, Christoph A. Die Kulturbedeutung des Geldes als theologische Herausforderung : eine theologische Auseinandersetzung mit Georg Simmels "Philosophie des Geldes". 2002, University of Zurich, Faculty of Theology.

Abstract

In den vergangenen drei Jahrzehnten ist die Bedeutung Georg Simmels (1858-1918) vermehrt ins Bewusstsein der Soziologie gedrungen. Die Auseinandersetzung mit seinem Werk ist von der Erkenntnis geleitet, dass seine Analyse der Moderne nach wie vor hohen Erklärungsgehalt besitzt. Simmels kulturphilosophische Auseinandersetzung mit dem Phänomen des Geldes als der „Greifbarkeit des Abstraktesten„ stellt aus der Sicht des Autors auch eine theologische Herausforderung dar. Nach einer Darstellung der „Philosophie des Geldes„, ihrer erkenntnistheoretischen Grundlagen sowie ihrer Einordnung in Simmels Gesamtwerk verfolgt die vorliegende Arbeit Spuren Simmels in den Werken von Max Weber, Martin Buber und Ernst Troeltsch mit der Fragestellung, inwiefern Simmels These theologisch und religionsphilosophisch aufgenommen und weiter entwickelt wurde. Falk Wagners „Geld oder Gott„ kann als bisher einzige theologische Rezeption der „Philosophie des Geldes„ gelten. Wagner analysiert mit Bezug auf Simmel eine „Geldstufe des Bewusstseins„, welche die Strukturlogik des Geldes in allen Lebens- und Gesellschaftsbereichen adaptiert. Die im Schlusskapitel entfaltete These des Autors stellt den Versuch dar, eine von der Strukturlogik des Geldes unabhängige Theologie zu begründen. Das Merkmal einer solchen Theologie ist die Tatsache, dass sie sich explizit auf den Glauben bezieht und sich nicht auf absolut gesetzten Begriffen (z.B. einer absoluten Vernunft im Sinne Wagners) zu begründen versucht.
For the last three decades the importance of George Simmel (1858-19189 has been increasingly acknowledged by sociologists. The discussion of his work has revealed that his analysis still provides valueable explanations for modern society. In his cultural-philosophical discussion Simmel calls the phenomenon of money „the most concrete abstraction„. For Christoph Weber, the author of the present thesis, Simmel's views prove to be a theological challenge. Weber's thesis begins with a description of the „Philosophie des Geldes„ (Philosophy of Money), including the fundamentals of Simmel's theory of cognition and their relations to his other works. Furthermore, Weber tracks down traces of Simmel in the works of Max Weber, Martin Buber and Ernst Troeltsch. The leading question is whether Simmel's thesis is adapted in their theology and religious philosophy. So far „Geld oder Gott„ („money or God„) by Falk Wagner has been the only theological discussion of Simmel's „Philosophie des Geldes„. In Simmel's work, Wagner discerns a state of common consciousness dominated by the logic of money, which penetrates every area of life and society. In the last chapter of his thesis, Christoph Weber launches a theology which is independent of what he calls „the structural logic of money„. He supports a theology that explicitly refers to faith and is not based on absolute notions such as absolute reason in Wagner's sense.

Abstract

In den vergangenen drei Jahrzehnten ist die Bedeutung Georg Simmels (1858-1918) vermehrt ins Bewusstsein der Soziologie gedrungen. Die Auseinandersetzung mit seinem Werk ist von der Erkenntnis geleitet, dass seine Analyse der Moderne nach wie vor hohen Erklärungsgehalt besitzt. Simmels kulturphilosophische Auseinandersetzung mit dem Phänomen des Geldes als der „Greifbarkeit des Abstraktesten„ stellt aus der Sicht des Autors auch eine theologische Herausforderung dar. Nach einer Darstellung der „Philosophie des Geldes„, ihrer erkenntnistheoretischen Grundlagen sowie ihrer Einordnung in Simmels Gesamtwerk verfolgt die vorliegende Arbeit Spuren Simmels in den Werken von Max Weber, Martin Buber und Ernst Troeltsch mit der Fragestellung, inwiefern Simmels These theologisch und religionsphilosophisch aufgenommen und weiter entwickelt wurde. Falk Wagners „Geld oder Gott„ kann als bisher einzige theologische Rezeption der „Philosophie des Geldes„ gelten. Wagner analysiert mit Bezug auf Simmel eine „Geldstufe des Bewusstseins„, welche die Strukturlogik des Geldes in allen Lebens- und Gesellschaftsbereichen adaptiert. Die im Schlusskapitel entfaltete These des Autors stellt den Versuch dar, eine von der Strukturlogik des Geldes unabhängige Theologie zu begründen. Das Merkmal einer solchen Theologie ist die Tatsache, dass sie sich explizit auf den Glauben bezieht und sich nicht auf absolut gesetzten Begriffen (z.B. einer absoluten Vernunft im Sinne Wagners) zu begründen versucht.
For the last three decades the importance of George Simmel (1858-19189 has been increasingly acknowledged by sociologists. The discussion of his work has revealed that his analysis still provides valueable explanations for modern society. In his cultural-philosophical discussion Simmel calls the phenomenon of money „the most concrete abstraction„. For Christoph Weber, the author of the present thesis, Simmel's views prove to be a theological challenge. Weber's thesis begins with a description of the „Philosophie des Geldes„ (Philosophy of Money), including the fundamentals of Simmel's theory of cognition and their relations to his other works. Furthermore, Weber tracks down traces of Simmel in the works of Max Weber, Martin Buber and Ernst Troeltsch. The leading question is whether Simmel's thesis is adapted in their theology and religious philosophy. So far „Geld oder Gott„ („money or God„) by Falk Wagner has been the only theological discussion of Simmel's „Philosophie des Geldes„. In Simmel's work, Wagner discerns a state of common consciousness dominated by the logic of money, which penetrates every area of life and society. In the last chapter of his thesis, Christoph Weber launches a theology which is independent of what he calls „the structural logic of money„. He supports a theology that explicitly refers to faith and is not based on absolute notions such as absolute reason in Wagner's sense.

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Item Type:Dissertation (monographical)
Referees:Ruh Hans
Communities & Collections:UZH Dissertations
Dewey Decimal Classification:Unspecified
Uncontrolled Keywords:Georg Simmel, 1858-1918, Philosophie Des Geldes, Reformierte Theologie, Money, Religious Aspects, Christianity, Wealth, Religious Aspects, Christianity, 1858-1918, Philosophie Des Geldes, 1858-1918, 1858-1918, Philosophie Des Geldes
Language:German
Place of Publication:Zürich
Date:2002
Deposited On:18 Apr 2019 13:15
Last Modified:15 Apr 2021 14:57
Number of Pages:233
OA Status:Green

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