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Eine retrospektive Studie über die Bestrahlung von Nasenhöhlentumoren bei Hunden


Oberhänsli, Franziska Barbara. Eine retrospektive Studie über die Bestrahlung von Nasenhöhlentumoren bei Hunden. 2003, University of Zurich, Vetsuisse Faculty.

Abstract

Tumoren der Nasenhöhle stellen eine häufige Indikation zur Strahlentherapie dar. Chirurgisch sind diese Tumoren schwierig anzugehen und eine komplette Exzision ist oft nicht möglich. Die Metastasierungstendenz bei Nasenhöhlentumoren ist gering. Daher ist mit einer lokalen Strahlentherapie potentiell eine Heilung des Patienten erreichbar. Die vorliegende Studie hatte zum Ziel, retrospektiv 31 Hunde, die wegen Nasenhöhlentumoren bestrahlt wurden, zu analysieren. Die therapeutische Effektivität von hochenergetischen Elektronen- und Protonenstrahlen sollte mit den konventionellerweise verwendeten Röntgenstrahlen verglichen werden. Dazu wurden Überlebensanalysen durchgeführt und die Resultate den Daten aus der Literatur gegenübergestellt. Von den 31 Hunden, die wegen Nasenhöhlentumoren bestrahlt wurden, gehörte die überwiegende Mehrheit der Tiere dolichozephalen Rassen an. Männliche Tiere waren häufiger betroffen als weibliche. Das mittlere Alter der Tiere lag bei neun Jahren. Die Tiere litten zum Zeitpunkt der Diagnose an fortgeschrittenen Tumorstadien. Die durchschnittliche Überlebenszeit lag bei 415 Tagen, wobei Hunde mit Tumoren, die erst eine Nasenhälfte infiltrierten, signifikant länger lebten als solche mit bilateraler Tumorausbreitung. Die Bestrahlungen mit Protonen resultierten nicht in signifikant längeren Überlebenszeiten. Allerdings fielen die Nebenreaktionen bei höheren Totaldosen geringer aus, wenn mit Protonen bestrahlt wurde. Gesamthaft sind die hier vorliegenden Resultate sehr vergleichbar mit Angaben aus der Literatur. Dies bei den von uns verwendeten tieferen Totaldosen. Dies spricht für die Effektivität der verwendeten neueren Strahlarten.

Tumors of the nasal cavity are locally invasive but have a low rate of metastasis. A surgical approach of these tumors is difficult und a complete excision is rarely possible. Therefore, radiotherapy, alone or in combination with surgery, is the standard treatment method for nasal tumors. It was the aim of this retrospective study to analyse the outcome of 31 dogs irradiated for nasal tumors. The therapeutical efficiency of highvoltage electrons and protons was compared to conventionally used x- rays. Therefore, various survival analyses were performed and results compared to historic data. Most of the 31 irradiated dogs belonged to dolichocephalic breeds. Male animals were more often affected than females. The median age was nine years. Most animals had advanced tumor stages. The mean survival time was 415 days. Dogs with tumors infiltrating only one side of the nasal cavity lived significantly longer than those with bilateral nasal cavity involvement. The radiotherapy with protons tended to prolong survival times, but this was statistically not significant. The use of higher total doses resulted in more acute side effects. Although overall lower total doses were applied in the herein presented study, survival and tumor control of these dogs was comparable or slightly better when compared to the literature. This shows the efficiency of the high energy particle beams used for treatment.

Abstract

Tumoren der Nasenhöhle stellen eine häufige Indikation zur Strahlentherapie dar. Chirurgisch sind diese Tumoren schwierig anzugehen und eine komplette Exzision ist oft nicht möglich. Die Metastasierungstendenz bei Nasenhöhlentumoren ist gering. Daher ist mit einer lokalen Strahlentherapie potentiell eine Heilung des Patienten erreichbar. Die vorliegende Studie hatte zum Ziel, retrospektiv 31 Hunde, die wegen Nasenhöhlentumoren bestrahlt wurden, zu analysieren. Die therapeutische Effektivität von hochenergetischen Elektronen- und Protonenstrahlen sollte mit den konventionellerweise verwendeten Röntgenstrahlen verglichen werden. Dazu wurden Überlebensanalysen durchgeführt und die Resultate den Daten aus der Literatur gegenübergestellt. Von den 31 Hunden, die wegen Nasenhöhlentumoren bestrahlt wurden, gehörte die überwiegende Mehrheit der Tiere dolichozephalen Rassen an. Männliche Tiere waren häufiger betroffen als weibliche. Das mittlere Alter der Tiere lag bei neun Jahren. Die Tiere litten zum Zeitpunkt der Diagnose an fortgeschrittenen Tumorstadien. Die durchschnittliche Überlebenszeit lag bei 415 Tagen, wobei Hunde mit Tumoren, die erst eine Nasenhälfte infiltrierten, signifikant länger lebten als solche mit bilateraler Tumorausbreitung. Die Bestrahlungen mit Protonen resultierten nicht in signifikant längeren Überlebenszeiten. Allerdings fielen die Nebenreaktionen bei höheren Totaldosen geringer aus, wenn mit Protonen bestrahlt wurde. Gesamthaft sind die hier vorliegenden Resultate sehr vergleichbar mit Angaben aus der Literatur. Dies bei den von uns verwendeten tieferen Totaldosen. Dies spricht für die Effektivität der verwendeten neueren Strahlarten.

Tumors of the nasal cavity are locally invasive but have a low rate of metastasis. A surgical approach of these tumors is difficult und a complete excision is rarely possible. Therefore, radiotherapy, alone or in combination with surgery, is the standard treatment method for nasal tumors. It was the aim of this retrospective study to analyse the outcome of 31 dogs irradiated for nasal tumors. The therapeutical efficiency of highvoltage electrons and protons was compared to conventionally used x- rays. Therefore, various survival analyses were performed and results compared to historic data. Most of the 31 irradiated dogs belonged to dolichocephalic breeds. Male animals were more often affected than females. The median age was nine years. Most animals had advanced tumor stages. The mean survival time was 415 days. Dogs with tumors infiltrating only one side of the nasal cavity lived significantly longer than those with bilateral nasal cavity involvement. The radiotherapy with protons tended to prolong survival times, but this was statistically not significant. The use of higher total doses resulted in more acute side effects. Although overall lower total doses were applied in the herein presented study, survival and tumor control of these dogs was comparable or slightly better when compared to the literature. This shows the efficiency of the high energy particle beams used for treatment.

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Item Type:Dissertation (monographical)
Referees:Kaser-Hotz Barbara, Pospischil A
Communities & Collections:UZH Dissertations
Dewey Decimal Classification:Unspecified
Language:German
Place of Publication:Zürich
Date:2003
Deposited On:02 May 2019 13:39
Last Modified:15 Apr 2021 14:57
Number of Pages:35
OA Status:Green

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