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Bauern, Biodiversität und ökologischer Ausgleich


Jurt, Luzia. Bauern, Biodiversität und ökologischer Ausgleich. 2003, University of Zurich, Faculty of Arts.

Abstract

Durch die Veränderung der agrarpolitischen Rahmenbedingungen in den 1990er Jahren wurden die BäuerInnen dazu angehalten, Massnahmen zur Förderung und Erhaltung der Biodiversität umzusetzen. Was verstehen die BäuerInnen unter Biodiversität und wie bewerten sie sie? Wie reagieren die BäuerInnen auf die veränderten agrarpolitischen Rahmenbedingungen und wie setzen sie die Massnahmen um? Von welchen Kriterien lassen sie sich dabei leiten? Ergebnisse aus drei qualitativen Dorfstudien und einer quantitativen Erhebung im Transsekt Schaffhausen-Uri zeigen, dass die meisten BäuerInnen ihre bisherige Praxis gar nicht oder nur minim veränderten. Trotzdem sind sie den biodiversitätsrelevanten Massnahmen gegenüber eher negativ eingestellt. Die Akzeptanz von agrarpolitischen Verhaltensanreizen und Verhaltensangeboten lässt sich nicht unabhängig von den damit verbundenen Einstellungen, Werten und Meinungen betrachten. Auch der soziale Kontext der BäuerInnen, wie z.B. das familiäre Umfeld oder die Mitgliedschaft in Genossenschaften, muss berücksichtigt werden, wenn auf eine Änderung der bäuerlichen Praxis gezielt wird, denn die Umsetzung agrarpolitischer Massnahmen kann auch soziale Konsequenzen nach sich ziehen. Diese können dazu führen, dass BäuerInnen geplante Massnahmen nicht umsetzen bzw. die Umsetzung der Massnahmen mit grossen Schwierigkeiten verbunden ist.
Changes in agropolitical regulations in the 1990s made farmers to implement measures in order to enhance biodiversity. However, what does biodiversity mean to farmers and how do they valuate it? What are the farmers reactions to the new agropolitical regulations and how do they implement these measures? Which criteria are important to them? Results from three qualitative case studies in villages as well as a quantitative survey in the transsect Schaffhausen-Uri show that the majority of the farmers have hardly changed their practices. Nevertheless, their attitude towards measures to enhance biodiversity is rather negative. The acceptance of agropolitical incentives and programmes is linked to individual attitudes, values and opinions. It is crucial to take into account the farmers' social context, e.g. the family or membership in a cooperative, because a change in agricultural practice can have social consequences for farmers. Therefore, it can be concluded, that farmers do not implement certain measures, respectively, difficulties are faced by doing so.

Abstract

Durch die Veränderung der agrarpolitischen Rahmenbedingungen in den 1990er Jahren wurden die BäuerInnen dazu angehalten, Massnahmen zur Förderung und Erhaltung der Biodiversität umzusetzen. Was verstehen die BäuerInnen unter Biodiversität und wie bewerten sie sie? Wie reagieren die BäuerInnen auf die veränderten agrarpolitischen Rahmenbedingungen und wie setzen sie die Massnahmen um? Von welchen Kriterien lassen sie sich dabei leiten? Ergebnisse aus drei qualitativen Dorfstudien und einer quantitativen Erhebung im Transsekt Schaffhausen-Uri zeigen, dass die meisten BäuerInnen ihre bisherige Praxis gar nicht oder nur minim veränderten. Trotzdem sind sie den biodiversitätsrelevanten Massnahmen gegenüber eher negativ eingestellt. Die Akzeptanz von agrarpolitischen Verhaltensanreizen und Verhaltensangeboten lässt sich nicht unabhängig von den damit verbundenen Einstellungen, Werten und Meinungen betrachten. Auch der soziale Kontext der BäuerInnen, wie z.B. das familiäre Umfeld oder die Mitgliedschaft in Genossenschaften, muss berücksichtigt werden, wenn auf eine Änderung der bäuerlichen Praxis gezielt wird, denn die Umsetzung agrarpolitischer Massnahmen kann auch soziale Konsequenzen nach sich ziehen. Diese können dazu führen, dass BäuerInnen geplante Massnahmen nicht umsetzen bzw. die Umsetzung der Massnahmen mit grossen Schwierigkeiten verbunden ist.
Changes in agropolitical regulations in the 1990s made farmers to implement measures in order to enhance biodiversity. However, what does biodiversity mean to farmers and how do they valuate it? What are the farmers reactions to the new agropolitical regulations and how do they implement these measures? Which criteria are important to them? Results from three qualitative case studies in villages as well as a quantitative survey in the transsect Schaffhausen-Uri show that the majority of the farmers have hardly changed their practices. Nevertheless, their attitude towards measures to enhance biodiversity is rather negative. The acceptance of agropolitical incentives and programmes is linked to individual attitudes, values and opinions. It is crucial to take into account the farmers' social context, e.g. the family or membership in a cooperative, because a change in agricultural practice can have social consequences for farmers. Therefore, it can be concluded, that farmers do not implement certain measures, respectively, difficulties are faced by doing so.

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Item Type:Dissertation (monographical)
Referees:Müller Hans-Peter
Communities & Collections:UZH Dissertations
Dewey Decimal Classification:Unspecified
Uncontrolled Keywords:Biodiversität, Landwirtschaft, Umweltökonomie, Schweiz
Language:German
Place of Publication:Zürich
Date:2003
Deposited On:04 Jun 2019 14:46
Last Modified:07 Apr 2020 07:15
Number of Pages:272
OA Status:Green
Related URLs:https://www.recherche-portal.ch/primo-explore/fulldisplay?docid=ebi01_prod004945819&context=L&vid=ZAD&search_scope=default_scope&tab=default_tab&lang=de_DE (Library Catalogue)

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Language: German
Filetype: PDF
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