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Didaktik des integrativen Unterrichts


Joller-Graf, Klaus. Didaktik des integrativen Unterrichts. 2004, University of Zurich, Faculty of Arts.

Abstract

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, ein didaktisches Modell zu entwickeln, mit dem integrativer Unterricht beschrieben werden kann. Grundlage dazu bildet eine empirische Untersuchung. Mit Hilfe von Leitfadeninterviews wurden Regellehrpersonen und Schulische Heilpädagoginnen und Heilpädagogen, die erfolgreich integrativen Unterricht gestalten, zu ihrem konkreten Unterrichtshandeln befragt. Die Ergebnisse dieser Befragung wurden mit Hilfe einer vertieften theoretischen Auseinandersetzung angereichert und zu einem kohärenten Modell weiterentwickelt. Die Ergebnisse lassen sich auf mehreren Ebenen beschreiben. Auf der didaktischen Ebene (hier in einem direkten Zusammenhang mit der WAS-Frage des Unterrichts verstanden) lässt sich feststellen, dass sich integrativer Unterricht einerseits sehr stark an den Anforderungen der Gesellschaft orientiert. Diese Anforderungen lassen sich als soziale, sachbezogene und personale Kompetenzen bestimmen. Das Entwickeln von Solidarität, von Problemlösefähigkeit und von Selbst-Bewusstsein sind inhaltlich die tragenden Dimensionen. Auf der anderen Seite bestimmen die individuellen Lern- und Verhaltensmöglichkeiten die Zielsetzung. Es werden Lernprozesse formuliert, die von den Lernenden mit der nötigen Anstrengung und Unterstützung erreicht werden können. Auf der methodischen Ebene (hier stellt sich die WIE-Frage) geht es darum, Lernräume zu schaffen, die die beabsichtigten Lernprozesse anregen. Diese Lernräume, es lassen sich ein sozialer, ein sachbezogener und ein reflexiver Lernraum bestimmen, werden in der Zeitdimension, der Art der Lernanregung und der Unterstützungsmöglichkeiten geplant. Insgesamt wird integrativer Unterricht stark lernprozessorientiert konzipiert und mit einem ausgereiften Repertoire an Unterstützungsmöglichkeiten umgesetzt. Auf der Basis des Modells werden Schlussfolgerungen für a) das professionelle Alltagshandeln von integrativ unterrichtenden Lehrpersonen, b) die Aus- und Weiterbildung von Regellehrkräften und c) die weitere Forschung zum integrativen Unterricht abgeleitet.

The aim of this piece of work is to develop a didactic model, which can be used to describe integrative teaching. This work is based on an empirical study. Teaching assistants and school-based remedial teachers, who run successful integrative lessons, were questioned in guided interviews about their actual teaching methods. The results of these interviews were developed into a deeper theoretical discussion and a coherent model was produced. The results can be interpreted in various levels. On a didactic level (with direct-reference to the „WHAT-questions„ in the lessons) one may draw the conclusion that integrative teaching is orientated on the one hand towards the requirements of society. These requirements determine social, subject-related and personal competences. Developing solidarity, problem solving skills and self- consciousness all fall into this category. On the other hand, individual learning and conduct play a central role in determining ambition. Learning processes can be formulated and passed on to students providing that the necessary hard work and support are provided. On a methodical level (referring to the HOW-questions) it becomes a question of creating a learning environment, in which the intended learning processes can be animated. These environments can be divided into social, subject related and reflexive learning areas, where timing, learning style and supportive interventions are all planned. All in all, integrative teaching is planned according to important learning processes and implemented with a sophisticated repertoire of supportive interventions. According to the proposed model the following conclusions may be drawn for; a) the professional daily conduct of integrative teaching personnel, b) the training and further professional development of teaching assistants c) further research in the area of integrative teaching.

Abstract

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, ein didaktisches Modell zu entwickeln, mit dem integrativer Unterricht beschrieben werden kann. Grundlage dazu bildet eine empirische Untersuchung. Mit Hilfe von Leitfadeninterviews wurden Regellehrpersonen und Schulische Heilpädagoginnen und Heilpädagogen, die erfolgreich integrativen Unterricht gestalten, zu ihrem konkreten Unterrichtshandeln befragt. Die Ergebnisse dieser Befragung wurden mit Hilfe einer vertieften theoretischen Auseinandersetzung angereichert und zu einem kohärenten Modell weiterentwickelt. Die Ergebnisse lassen sich auf mehreren Ebenen beschreiben. Auf der didaktischen Ebene (hier in einem direkten Zusammenhang mit der WAS-Frage des Unterrichts verstanden) lässt sich feststellen, dass sich integrativer Unterricht einerseits sehr stark an den Anforderungen der Gesellschaft orientiert. Diese Anforderungen lassen sich als soziale, sachbezogene und personale Kompetenzen bestimmen. Das Entwickeln von Solidarität, von Problemlösefähigkeit und von Selbst-Bewusstsein sind inhaltlich die tragenden Dimensionen. Auf der anderen Seite bestimmen die individuellen Lern- und Verhaltensmöglichkeiten die Zielsetzung. Es werden Lernprozesse formuliert, die von den Lernenden mit der nötigen Anstrengung und Unterstützung erreicht werden können. Auf der methodischen Ebene (hier stellt sich die WIE-Frage) geht es darum, Lernräume zu schaffen, die die beabsichtigten Lernprozesse anregen. Diese Lernräume, es lassen sich ein sozialer, ein sachbezogener und ein reflexiver Lernraum bestimmen, werden in der Zeitdimension, der Art der Lernanregung und der Unterstützungsmöglichkeiten geplant. Insgesamt wird integrativer Unterricht stark lernprozessorientiert konzipiert und mit einem ausgereiften Repertoire an Unterstützungsmöglichkeiten umgesetzt. Auf der Basis des Modells werden Schlussfolgerungen für a) das professionelle Alltagshandeln von integrativ unterrichtenden Lehrpersonen, b) die Aus- und Weiterbildung von Regellehrkräften und c) die weitere Forschung zum integrativen Unterricht abgeleitet.

The aim of this piece of work is to develop a didactic model, which can be used to describe integrative teaching. This work is based on an empirical study. Teaching assistants and school-based remedial teachers, who run successful integrative lessons, were questioned in guided interviews about their actual teaching methods. The results of these interviews were developed into a deeper theoretical discussion and a coherent model was produced. The results can be interpreted in various levels. On a didactic level (with direct-reference to the „WHAT-questions„ in the lessons) one may draw the conclusion that integrative teaching is orientated on the one hand towards the requirements of society. These requirements determine social, subject-related and personal competences. Developing solidarity, problem solving skills and self- consciousness all fall into this category. On the other hand, individual learning and conduct play a central role in determining ambition. Learning processes can be formulated and passed on to students providing that the necessary hard work and support are provided. On a methodical level (referring to the HOW-questions) it becomes a question of creating a learning environment, in which the intended learning processes can be animated. These environments can be divided into social, subject related and reflexive learning areas, where timing, learning style and supportive interventions are all planned. All in all, integrative teaching is planned according to important learning processes and implemented with a sophisticated repertoire of supportive interventions. According to the proposed model the following conclusions may be drawn for; a) the professional daily conduct of integrative teaching personnel, b) the training and further professional development of teaching assistants c) further research in the area of integrative teaching.

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Item Type:Dissertation (monographical)
Referees:Schley Wilfried, Kriwet Ingeborg
Communities & Collections:UZH Dissertations
Dewey Decimal Classification:Unspecified
Uncontrolled Keywords:Integrative Erziehung, Modell, Didaktik, Gruppe, Heterogenität, Integrationspädagogik, Integrative Schule, Integrativer Unterricht, Lehren, Lehrerbildung, Lernen, Unterrichtspsychologie
Language:German
Place of Publication:Zürich
Date:2004
Deposited On:04 Jun 2019 14:55
Last Modified:25 Sep 2019 19:13
Number of Pages:474
OA Status:Green
Related URLs:https://www.recherche-portal.ch/primo-explore/fulldisplay?docid=ebi01_prod004947866&context=L&vid=ZAD&search_scope=default_scope&tab=default_tab&lang=de_DE (Library Catalogue)

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Language: German
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