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Fettsäuren in tierischen Geweben - ihre physiologische und pathologische Bedeutung : Literaturrecherche und Katalogisierung unter spezieller Berücksichtigung von freilebenden und in Gefangenschaft gehaltenen Wildtieren


Grum, Christine. Fettsäuren in tierischen Geweben - ihre physiologische und pathologische Bedeutung : Literaturrecherche und Katalogisierung unter spezieller Berücksichtigung von freilebenden und in Gefangenschaft gehaltenen Wildtieren. 2005, University of Zurich, Vetsuisse Faculty.

Abstract

Das Fettsäure(FS)-Muster von Organismen wurde in einer unübersichtlichen Vielzahl von Publikationen dargestellt. Da die klinische Relevanz des FS-Musters verschiedener Gewebe bei Mensch und Tier für viele Krankheitskomplexe unumstritten ist, war das Ziel der vorliegenden Arbeit, verfügbare Daten zu FS bei Tieren zu katalogisieren und hinsichtlich verschiedener Fragestellungen auszuwerten. Es wurden Daten zu 290 Wirbeltierarten aus 609 Publikationen gesammelt. Unter anderem wurden folgende Ergebnisse erzielt: Der bei Wiederkäuern bekannte Effekt der Sättigung mehrfach ungesättigter FS (PUFA) im Vormagen lässt sich auch bei anderen Vormagenfermentierern nachvollziehen.Daten zu Leber- und Muskellipiden unterstützen die Hypothese, dass mit steigender Körpermasse der Anteil an Docosahexaensäure bei gleich bleibendem PUFA-Anteil sinkt; phylogenetische Effekte sind jedoch nicht auszuschliessen. Berechnete Indices zur Charakterisierung von Enzymaktivität (Desaturase-Index) können sich mit der Körpermasse verändern und sollten nur bei Tieren auf ähnlichem Futter verglichen werden. In Gefangenschaft gehaltene Fische, Vögel und herbivore Säuger weisen durchweg niedrigere Anteile an PUFA und n3-FS auf, als ihre freilebenden Artgenossen. Dies wird in verschiedenen Fällen mit geringerem Nachzuchterfolg und anderen klinischen Symptomen in Zusammenhang gebracht. Aufgrund des FS-Musters verschiedener Futterpflanzen und - tiere werden Empfehlungen für eine Verbesserung der Zootierfütterung gemacht.

The fatty acid (FA) pattern of organisms has been documented in a confusing multitude of publications. As the clinical relevance of the FA pattern of different tissues in man and animals is undebated with respect to certain disease complexes, and is suspected with respect to some more, this study aimed at compiling available data on FA in animals and performing a variety of analyses. Data on 290 vertebrate species were compiled from 609 publications. Amongst others, the following results were generated: The well-known effect of polyunsaturated fatty acid (PUFA) saturation in the forestomach of ruminants can be demonstrated in other foregut fermenters as well. Data on liver and muscle lipids support the hypothesis that the proportion of docosahexaenoic acid decreases with increasing body mass, while the proportion of PUFA remains constant; however, phylogenetic effects cannot be ruled out. Calculated indices for the characterization of enzyme activity (desaturase-index) can vary with body mass and should only be compared in animals consuming a similar diet. In captivity, fish, birds and herbivorous mammals consistently have lower proportions of PUFA and n3-FA than their free-ranging conspecifics. In several cases, this has been associated with diminished reproductive success and other clinical symptoms. Based on the FA pattern of feeds and prey animals, recommendations for an improvement of the nutrition of captive wild animals are made.

Abstract

Das Fettsäure(FS)-Muster von Organismen wurde in einer unübersichtlichen Vielzahl von Publikationen dargestellt. Da die klinische Relevanz des FS-Musters verschiedener Gewebe bei Mensch und Tier für viele Krankheitskomplexe unumstritten ist, war das Ziel der vorliegenden Arbeit, verfügbare Daten zu FS bei Tieren zu katalogisieren und hinsichtlich verschiedener Fragestellungen auszuwerten. Es wurden Daten zu 290 Wirbeltierarten aus 609 Publikationen gesammelt. Unter anderem wurden folgende Ergebnisse erzielt: Der bei Wiederkäuern bekannte Effekt der Sättigung mehrfach ungesättigter FS (PUFA) im Vormagen lässt sich auch bei anderen Vormagenfermentierern nachvollziehen.Daten zu Leber- und Muskellipiden unterstützen die Hypothese, dass mit steigender Körpermasse der Anteil an Docosahexaensäure bei gleich bleibendem PUFA-Anteil sinkt; phylogenetische Effekte sind jedoch nicht auszuschliessen. Berechnete Indices zur Charakterisierung von Enzymaktivität (Desaturase-Index) können sich mit der Körpermasse verändern und sollten nur bei Tieren auf ähnlichem Futter verglichen werden. In Gefangenschaft gehaltene Fische, Vögel und herbivore Säuger weisen durchweg niedrigere Anteile an PUFA und n3-FS auf, als ihre freilebenden Artgenossen. Dies wird in verschiedenen Fällen mit geringerem Nachzuchterfolg und anderen klinischen Symptomen in Zusammenhang gebracht. Aufgrund des FS-Musters verschiedener Futterpflanzen und - tiere werden Empfehlungen für eine Verbesserung der Zootierfütterung gemacht.

The fatty acid (FA) pattern of organisms has been documented in a confusing multitude of publications. As the clinical relevance of the FA pattern of different tissues in man and animals is undebated with respect to certain disease complexes, and is suspected with respect to some more, this study aimed at compiling available data on FA in animals and performing a variety of analyses. Data on 290 vertebrate species were compiled from 609 publications. Amongst others, the following results were generated: The well-known effect of polyunsaturated fatty acid (PUFA) saturation in the forestomach of ruminants can be demonstrated in other foregut fermenters as well. Data on liver and muscle lipids support the hypothesis that the proportion of docosahexaenoic acid decreases with increasing body mass, while the proportion of PUFA remains constant; however, phylogenetic effects cannot be ruled out. Calculated indices for the characterization of enzyme activity (desaturase-index) can vary with body mass and should only be compared in animals consuming a similar diet. In captivity, fish, birds and herbivorous mammals consistently have lower proportions of PUFA and n3-FA than their free-ranging conspecifics. In several cases, this has been associated with diminished reproductive success and other clinical symptoms. Based on the FA pattern of feeds and prey animals, recommendations for an improvement of the nutrition of captive wild animals are made.

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Item Type:Dissertation (monographical)
Referees:Hatt Jean-Michel, Rambeck Walter A
Communities & Collections:UZH Dissertations
Dewey Decimal Classification:Unspecified
Language:German
Place of Publication:Zürich
Date:2005
Deposited On:23 May 2019 11:31
Last Modified:07 Apr 2020 07:15
Number of Pages:150
OA Status:Green
Related URLs:https://www.recherche-portal.ch/primo-explore/fulldisplay?docid=ebi01_prod005075884&context=L&vid=ZAD&search_scope=default_scope&tab=default_tab&lang=de_DE (Library Catalogue)

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Language: German
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