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Osteotomie : der Einfluss des Sägeblattes auf die Knochenheilung


Waibel, Alessa. Osteotomie : der Einfluss des Sägeblattes auf die Knochenheilung. 2005, University of Zurich, Vetsuisse Faculty.

Abstract

In dieser Arbeit wurde der Einfluss des Sägeblattes auf die Knochenheilung nach einer Osteotomie mittels oszillierender Säge untersucht. An 24 Schafen wurde eine Tibiaosteotomie vorgenommen, wobei bei der Hälfte der Tiere als Kontrollgruppe ein konventionelles geschränktes Synthes-Sägeblatt und bei der anderen Hälfte ein neues Spezialsägeblatt verwendet wurde. Nach Refixation der Osteotomie mit Dynamischen Kompressionsplatten (DCP) wurde den Schafen Fluorochrommarker injiziert und sie wurden zur Kontrolle geröntgt. Nach 4 und 12 Wochen wurden je 12 Schafe geschlachtet und die entnommenen Knochenproben einer makroskopischen, radiologischen, histologischen und histomorphometrischen Untersuchung unterzogen. Bei den nach 4 Wochen geschlachteten Schafen ergaben sich zwischen den beiden Sägeblättern keine wesentlichen Unterschiede. Bei allen war der Osteotomiespalt sowohl radiologisch als auch makroskopisch noch deutlich sichtbar und es konnten weder Anzeichen für Gap healing noch Remodeling an den Osteotomieenden festgestellt werden. Bei den nach 12 Wochen geschlachteten Tieren zeigte die Spezialsägegruppe eine tendenziell weiter fortgeschrittene Knochenheilung auf. Die Osteotomielinie war weniger gut sichtbar und es war weniger periostaler Kallus vorhanden. Histomorphometrisch wurde mehr neues, vitales Gewebe nachgewiesen und der zuletzt gespritzte Fluoreszenzfarbstoff wurde vermehrt in den Knochen eingebaut. Bei der Kontrollsägegruppe war jedoch die Restauration der Knochenmarkhöhle weiter fortgeschritten und im plattenfernen Cortex wurde vermehrt Remodeling festgestellt. Die Daten lassen die Schlussfolgerung zu, dass sich beide Sägeblätter für eine Osteotomie eignen, aber beim Spezialsägeblatt tendenziell nach 3 Monaten eine verbesserte Frakturheilung vorhanden war, vor allem, was den Durchbau der beiden Osteotomieenden betraf. Die verbesserte Heilung mit den Spezialsägeblättern wurde der schonenderen Sägetechnik zugeschrieben.

The aim of this study was to evaluate the influence of the sawblades on bone healing after osteotomy using an oscillating saw. Twenty-four sheep received a tibial osteotomy. Twelve had the procedure performed with a conventional sawblade with offset teeth, while a new special blade with wider aligned teeth was used for the others. After refixation of the complete osteotomy with a 3.5 mm wide compression- plate, the sheep were injected with fluorochrommarkers and radiographed for control. The sheep were sacrificed after 4 and 12 weeks respectively and bone samples were examined macroscopically, radiographically, histologically using semiquantitative score systems and objective evaluation techniques such as histomorphometry.All surgeries were performed without complications and no major postoperative complications occured. In the 4 week group there were no differences found between the two different sawblades. The osteotomy gap was visable radiographically and macroscopically in all 12 sheep and there was no evidence of gap healing or remodeling at the osteotomy ends. In the 12 week group those sheep receiving osteotomy with the special saw blade showed better bone healing than the control group. The osteotomy gap was less visable and there was less periosteal callus macroscopically and radiographically than in the control group. Histomorphmetrically there was more new vital tissue and the last injected fluorescent dye marker was better integrated into the bone. The restoration of the bone marrow space was more advanced and remodeling in the far cortex was more often observed in the control group. In conclusion, both sawblades can be used for osteotomy, but the special sawblade shows better bone healing after 12 weeks, particularly in bridging of the osteotomy gap.

Abstract

In dieser Arbeit wurde der Einfluss des Sägeblattes auf die Knochenheilung nach einer Osteotomie mittels oszillierender Säge untersucht. An 24 Schafen wurde eine Tibiaosteotomie vorgenommen, wobei bei der Hälfte der Tiere als Kontrollgruppe ein konventionelles geschränktes Synthes-Sägeblatt und bei der anderen Hälfte ein neues Spezialsägeblatt verwendet wurde. Nach Refixation der Osteotomie mit Dynamischen Kompressionsplatten (DCP) wurde den Schafen Fluorochrommarker injiziert und sie wurden zur Kontrolle geröntgt. Nach 4 und 12 Wochen wurden je 12 Schafe geschlachtet und die entnommenen Knochenproben einer makroskopischen, radiologischen, histologischen und histomorphometrischen Untersuchung unterzogen. Bei den nach 4 Wochen geschlachteten Schafen ergaben sich zwischen den beiden Sägeblättern keine wesentlichen Unterschiede. Bei allen war der Osteotomiespalt sowohl radiologisch als auch makroskopisch noch deutlich sichtbar und es konnten weder Anzeichen für Gap healing noch Remodeling an den Osteotomieenden festgestellt werden. Bei den nach 12 Wochen geschlachteten Tieren zeigte die Spezialsägegruppe eine tendenziell weiter fortgeschrittene Knochenheilung auf. Die Osteotomielinie war weniger gut sichtbar und es war weniger periostaler Kallus vorhanden. Histomorphometrisch wurde mehr neues, vitales Gewebe nachgewiesen und der zuletzt gespritzte Fluoreszenzfarbstoff wurde vermehrt in den Knochen eingebaut. Bei der Kontrollsägegruppe war jedoch die Restauration der Knochenmarkhöhle weiter fortgeschritten und im plattenfernen Cortex wurde vermehrt Remodeling festgestellt. Die Daten lassen die Schlussfolgerung zu, dass sich beide Sägeblätter für eine Osteotomie eignen, aber beim Spezialsägeblatt tendenziell nach 3 Monaten eine verbesserte Frakturheilung vorhanden war, vor allem, was den Durchbau der beiden Osteotomieenden betraf. Die verbesserte Heilung mit den Spezialsägeblättern wurde der schonenderen Sägetechnik zugeschrieben.

The aim of this study was to evaluate the influence of the sawblades on bone healing after osteotomy using an oscillating saw. Twenty-four sheep received a tibial osteotomy. Twelve had the procedure performed with a conventional sawblade with offset teeth, while a new special blade with wider aligned teeth was used for the others. After refixation of the complete osteotomy with a 3.5 mm wide compression- plate, the sheep were injected with fluorochrommarkers and radiographed for control. The sheep were sacrificed after 4 and 12 weeks respectively and bone samples were examined macroscopically, radiographically, histologically using semiquantitative score systems and objective evaluation techniques such as histomorphometry.All surgeries were performed without complications and no major postoperative complications occured. In the 4 week group there were no differences found between the two different sawblades. The osteotomy gap was visable radiographically and macroscopically in all 12 sheep and there was no evidence of gap healing or remodeling at the osteotomy ends. In the 12 week group those sheep receiving osteotomy with the special saw blade showed better bone healing than the control group. The osteotomy gap was less visable and there was less periosteal callus macroscopically and radiographically than in the control group. Histomorphmetrically there was more new vital tissue and the last injected fluorescent dye marker was better integrated into the bone. The restoration of the bone marrow space was more advanced and remodeling in the far cortex was more often observed in the control group. In conclusion, both sawblades can be used for osteotomy, but the special sawblade shows better bone healing after 12 weeks, particularly in bridging of the osteotomy gap.

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Item Type:Dissertation (monographical)
Referees:von Rechenberg Brigitte, Sader Robert
Communities & Collections:UZH Dissertations
Dewey Decimal Classification:Unspecified
Language:German
Place of Publication:Zürich
Date:2005
Deposited On:05 Jun 2019 14:40
Last Modified:07 Apr 2020 07:15
Number of Pages:78
OA Status:Green
Related URLs:https://www.recherche-portal.ch/primo-explore/fulldisplay?docid=ebi01_prod005137348&context=L&vid=ZAD&search_scope=default_scope&tab=default_tab&lang=de_DE (Library Catalogue)

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Language: German
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