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Ein Monitoring für das Sozialwesen in der Schweiz : theoretische Grundlagen und eine Untersuchung zur Sozialpolitik der Kantone der Zentralschweiz


Müller, Stephan; Stremlow, Jürgen. Ein Monitoring für das Sozialwesen in der Schweiz : theoretische Grundlagen und eine Untersuchung zur Sozialpolitik der Kantone der Zentralschweiz. 2006, University of Zurich, Faculty of Arts.

Abstract

Das Sozialwesen in der Schweiz hat sich - wie in allen hochentwickelten europäischen Gesellschaften - zu einem eigenständigen Funktionssystem entwickelt. Ähnlich wie im Gesundheitswesen steigen die Kosten für das Sozialwesen seit 1970 kontinuierlich. Die Beobachtungsinstrumente zur Analyse und Steuerung der Entwicklungen des Sozialwesens sind jedoch im Vergleich mit anderen gesellschaftlichen Funktionsbereichen (Wirtschaft, Gesundheit, Bildung) noch wenig ausgebaut. Die vorliegende Untersuchung hat zum Ziel, auf der Grundlage der Systemtheorie ein Konzept eines integralen Monitorings für das Sozialwesen zu entwickeln und in einem Bereich (sozialpolitische Steuerung) empirisch zu testen. Im theoretischen Teil wird zunächst aufgezeigt warum und wie es zur Ausdifferenzierung des Sozialwesens in modernen Gesellschaften kommt, welche gesellschaftlichen Funktionen das Sozialwesen hat und welche Leistungen es für die anderen Funktionssysteme erbringt. Das hier vorgeschlagene Konzept eines Monitoring besteht aus vier Beobachtungsbereichen, nämlich (1) Soziale Probleme, (2) Professionelle Leistungen, (3) Sozialpolitische Steuerung und (4) Versorgungsverhältnisse. Im empirischen Teil der Arbeit werden die Untersuchungsergebnisse der Erhebung "Sozialpolitische Steuerung" in den Kantonen der Zentralschweiz präsentiert. Sie zeigen, dass die sozialpolitischen Aktivitäten in den sechs Kantonen sehr grosse Unterschiede aufweisen. Dies gilt sowohl für die inhaltlichen Schwerpunkte und Präferenzen wie auch für die Steuerungsstrategien der kantonalen sozialpolitischen Akteure. Zudem ist unübersehbar, dass diese Unterschiede im Zusammenhang mit den sozioökonomischen und -kulturellen Verschiedenheiten der einzelnen Kantone stehen.

Welfare in Switzerland has - as in all highly developed European societies - become an independent function system. Similarly to health care the cost of welfare has been continuously increasing since the 1970s. But the monitoring instruments for analysing and controlling are compared to other functions of society (economy, health care, education) hardly sophisticated. This survey aims at developing a concept of an integral monitoring for welfare and to empirically test them in one field (socio-political controlling) on the basis of system theory. The theoretical part shall initially present just why and how this differentiation of welfare occurs in modern societies, what societal functions welfare has and what it services it performs for the other function systems. The monitoring concept as suggested here consists of four areas of observation, i.e. (1) social problems, (2) professional services, (3) socio-political controlling and (4) supply conditions. The empiric part of the paper shall present the results of the inquiry "Socio-political Controlling" in the cantons of Central Switzerland. They reveal that the socio-political activities in the six cantons have very big differences. This goes for the emphases regarding content and preferences as well as controlling strategies of cantonal socio- political players. In addition it cannot be missed that these differences are associated with the socio-economic and -cultural disparities between the individual cantons.

Abstract

Das Sozialwesen in der Schweiz hat sich - wie in allen hochentwickelten europäischen Gesellschaften - zu einem eigenständigen Funktionssystem entwickelt. Ähnlich wie im Gesundheitswesen steigen die Kosten für das Sozialwesen seit 1970 kontinuierlich. Die Beobachtungsinstrumente zur Analyse und Steuerung der Entwicklungen des Sozialwesens sind jedoch im Vergleich mit anderen gesellschaftlichen Funktionsbereichen (Wirtschaft, Gesundheit, Bildung) noch wenig ausgebaut. Die vorliegende Untersuchung hat zum Ziel, auf der Grundlage der Systemtheorie ein Konzept eines integralen Monitorings für das Sozialwesen zu entwickeln und in einem Bereich (sozialpolitische Steuerung) empirisch zu testen. Im theoretischen Teil wird zunächst aufgezeigt warum und wie es zur Ausdifferenzierung des Sozialwesens in modernen Gesellschaften kommt, welche gesellschaftlichen Funktionen das Sozialwesen hat und welche Leistungen es für die anderen Funktionssysteme erbringt. Das hier vorgeschlagene Konzept eines Monitoring besteht aus vier Beobachtungsbereichen, nämlich (1) Soziale Probleme, (2) Professionelle Leistungen, (3) Sozialpolitische Steuerung und (4) Versorgungsverhältnisse. Im empirischen Teil der Arbeit werden die Untersuchungsergebnisse der Erhebung "Sozialpolitische Steuerung" in den Kantonen der Zentralschweiz präsentiert. Sie zeigen, dass die sozialpolitischen Aktivitäten in den sechs Kantonen sehr grosse Unterschiede aufweisen. Dies gilt sowohl für die inhaltlichen Schwerpunkte und Präferenzen wie auch für die Steuerungsstrategien der kantonalen sozialpolitischen Akteure. Zudem ist unübersehbar, dass diese Unterschiede im Zusammenhang mit den sozioökonomischen und -kulturellen Verschiedenheiten der einzelnen Kantone stehen.

Welfare in Switzerland has - as in all highly developed European societies - become an independent function system. Similarly to health care the cost of welfare has been continuously increasing since the 1970s. But the monitoring instruments for analysing and controlling are compared to other functions of society (economy, health care, education) hardly sophisticated. This survey aims at developing a concept of an integral monitoring for welfare and to empirically test them in one field (socio-political controlling) on the basis of system theory. The theoretical part shall initially present just why and how this differentiation of welfare occurs in modern societies, what societal functions welfare has and what it services it performs for the other function systems. The monitoring concept as suggested here consists of four areas of observation, i.e. (1) social problems, (2) professional services, (3) socio-political controlling and (4) supply conditions. The empiric part of the paper shall present the results of the inquiry "Socio-political Controlling" in the cantons of Central Switzerland. They reveal that the socio-political activities in the six cantons have very big differences. This goes for the emphases regarding content and preferences as well as controlling strategies of cantonal socio- political players. In addition it cannot be missed that these differences are associated with the socio-economic and -cultural disparities between the individual cantons.

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Item Type:Dissertation (monographical)
Referees:Höpflinger François
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Sociology
UZH Dissertations
Dewey Decimal Classification:300 Social sciences, sociology & anthropology
Language:German
Place of Publication:Luzern
Date:2006
Deposited On:05 Jun 2019 14:51
Last Modified:26 Jul 2019 13:03
Number of Pages:164
OA Status:Green
Related URLs:https://www.recherche-portal.ch/primo-explore/fulldisplay?docid=ebi01_prod005152589&context=L&vid=ZAD&search_scope=default_scope&tab=default_tab&lang=de_DE (Library Catalogue)

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