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Neuropsychological studies of phantom sensations and corporeal awareness in healthy subjects


Burrack, Anna Katharina. Neuropsychological studies of phantom sensations and corporeal awareness in healthy subjects. 2006, University of Zurich, Faculty of Arts.

Abstract

The present thesis investigated several aspects of corporeal awareness in healthy volunteers against the background of what is known about phantom sensations in amputees. Several techniques were applied to achieve a better understanding of how body awareness in healthy subjects may be manipulated. Specifically, this thesis examined the following questions: (1) whether individual differences in cognitive processing and bodily experience may have an impact on the perception of experimentally induced bodily illusions in healthy subjects, (2) whether there might be mechanisms common to the dual experience of a single stimulus in healthy volunteers (Mitempfindung) and in amputees (referred sensations), (3) whether the effects of cross-modal interference between vision and touch can be found in a patient without conscious touch experiences, and (4) whether the perception of a cross-modal illusion (the Rubber Hand Illusion) can be elicited in a patient who, due to amputation, does not have a hand. The studies presented in this thesis revealed that (1) vibration induced phantom sensations are at least partly mediated by cognitive processes and by everyday experiences of fleeting bodily illusions ("perceptual aberrations"), (2) there are a number of conceptual similarities between Mitempfindung and synesthesia, leaving the question if there are similarities between Mitempfindung and referred sensations open to debate, and (3) it is possible to capture unconscious touch by vision, which might be linked to the phenomenon of "numbsense", denoting a residual tactile sensitivity in an otherwise deafferented patient. The fourth question could not be answered due to our failure to find a subject fulfilling all required inclusion criteria. The study is, however, outlined in enough detail, so that testing can easily be accomplished should an appropriate participant be found. On the one hand, the findings presented here show how easily corporeal awareness can be manipulated in normally limbed individuals. On the other hand, they demonstrate a considerable variation in the resistance towards bodily illusions among healthy subjects. In the long run, the results discussed here might help to better explain the genesis of phantom sensations in amputees and the contribution of vision to corporeal awareness. In der vorliegenden Dissertation wurden verschiedene Aspekte der Körperwahrnehmung gesunder Versuchspersonen untersucht. Diese Untersuchungen war eingebettet in den grösseren Kontext der Phantomempfindungen, die von Amputations-Patienten bekannt sind. Dabei wurden verschiedene Techniken angewendet, um ein besseres Verständnis der Körperwahrnehmung gesunder Versuchspersonen zu erhalten. Insbesondere beschäftigt sich diese Dissertation mit folgenden Fragen: (1) Welchen Einfluss haben kognitive Verarbeitungsstrategien auf die Wahrnehmung experimentell induzierter Körperillusionen bei gesunden Versuchspersonen? (2) Basieren die von gesunden Personen bekannten Mitempfindungen und die von Amputierten bekannten referred sensations auf ähnlichen Mechanismen? (3) Ist es möglich, in einer Patientin ohne bewusste Berührungsempfindungen eine Interferenzen zwischen Sehen und Fühlen hervorzurufen? (4) Kann die sogenannte Gummihand-Illusion, eine multimodale Illusion, die aus eine Konflikt zwischen Sehen und Fühlen resultiert, in einem handamputierten Patienten evoziert werden? Die hier vorgestellten Studien zeigen, (1) dass vibrations-induzierte Illusionen zumindest teilweise von kognitiven Prozessen und dem Erleben vorübergehender Veränderungen der Körpererfahrung im alltäglichen Leben ("perceptual aberrations") vermittelt werden; (2) dass es eine Reihe konzeptueller Gemeinsamkeiten zwischen Mitempfindung und Synästhesie gibt, (3) dass es möglich ist, Berührungsempfindungen, die nicht bewusst wahrgenommen werden, nichtsdestotrotz durch visuelle Wahrnehmungen zu beeinflussen. Ein Effekt, der mit residueller taktiler Wahrnehmung bei ansonsten kompletter Deafferenzierung ("numbsense") in Verbindung gebracht wird. Die vierte Frage konnte nicht beantwortet werden, da es nicht gelang, eine Person zu finden, die alle nötigen Einschlusskriterien erfüllte. Die Studie wird nichtsdestotrotz detailliert als konzeptueller Entwurf vorgestellt und kann jederzeit durchgeführt werden, sollte sich eine geeignete Versuchsperson finden. Die berichteten Resultate zeigen einerseits, wie einfach die Körperwahrnehmung gesunder Versuchspersonen manipuliert werden kann. Andererseits zeigen sie, wie verschieden die Resistenz gegen körperliche Illusionen bei gesunden Versuchspersonen ist. Es ist zu hoffen, dass die vorgestellten Resultate zumindest indirekt helfen, das Entstehen von Phantomempfindungen bei Amputierten und den Einfluss des Sehens auf die Körperwahrnehmung besser zu verstehen.

Abstract

The present thesis investigated several aspects of corporeal awareness in healthy volunteers against the background of what is known about phantom sensations in amputees. Several techniques were applied to achieve a better understanding of how body awareness in healthy subjects may be manipulated. Specifically, this thesis examined the following questions: (1) whether individual differences in cognitive processing and bodily experience may have an impact on the perception of experimentally induced bodily illusions in healthy subjects, (2) whether there might be mechanisms common to the dual experience of a single stimulus in healthy volunteers (Mitempfindung) and in amputees (referred sensations), (3) whether the effects of cross-modal interference between vision and touch can be found in a patient without conscious touch experiences, and (4) whether the perception of a cross-modal illusion (the Rubber Hand Illusion) can be elicited in a patient who, due to amputation, does not have a hand. The studies presented in this thesis revealed that (1) vibration induced phantom sensations are at least partly mediated by cognitive processes and by everyday experiences of fleeting bodily illusions ("perceptual aberrations"), (2) there are a number of conceptual similarities between Mitempfindung and synesthesia, leaving the question if there are similarities between Mitempfindung and referred sensations open to debate, and (3) it is possible to capture unconscious touch by vision, which might be linked to the phenomenon of "numbsense", denoting a residual tactile sensitivity in an otherwise deafferented patient. The fourth question could not be answered due to our failure to find a subject fulfilling all required inclusion criteria. The study is, however, outlined in enough detail, so that testing can easily be accomplished should an appropriate participant be found. On the one hand, the findings presented here show how easily corporeal awareness can be manipulated in normally limbed individuals. On the other hand, they demonstrate a considerable variation in the resistance towards bodily illusions among healthy subjects. In the long run, the results discussed here might help to better explain the genesis of phantom sensations in amputees and the contribution of vision to corporeal awareness. In der vorliegenden Dissertation wurden verschiedene Aspekte der Körperwahrnehmung gesunder Versuchspersonen untersucht. Diese Untersuchungen war eingebettet in den grösseren Kontext der Phantomempfindungen, die von Amputations-Patienten bekannt sind. Dabei wurden verschiedene Techniken angewendet, um ein besseres Verständnis der Körperwahrnehmung gesunder Versuchspersonen zu erhalten. Insbesondere beschäftigt sich diese Dissertation mit folgenden Fragen: (1) Welchen Einfluss haben kognitive Verarbeitungsstrategien auf die Wahrnehmung experimentell induzierter Körperillusionen bei gesunden Versuchspersonen? (2) Basieren die von gesunden Personen bekannten Mitempfindungen und die von Amputierten bekannten referred sensations auf ähnlichen Mechanismen? (3) Ist es möglich, in einer Patientin ohne bewusste Berührungsempfindungen eine Interferenzen zwischen Sehen und Fühlen hervorzurufen? (4) Kann die sogenannte Gummihand-Illusion, eine multimodale Illusion, die aus eine Konflikt zwischen Sehen und Fühlen resultiert, in einem handamputierten Patienten evoziert werden? Die hier vorgestellten Studien zeigen, (1) dass vibrations-induzierte Illusionen zumindest teilweise von kognitiven Prozessen und dem Erleben vorübergehender Veränderungen der Körpererfahrung im alltäglichen Leben ("perceptual aberrations") vermittelt werden; (2) dass es eine Reihe konzeptueller Gemeinsamkeiten zwischen Mitempfindung und Synästhesie gibt, (3) dass es möglich ist, Berührungsempfindungen, die nicht bewusst wahrgenommen werden, nichtsdestotrotz durch visuelle Wahrnehmungen zu beeinflussen. Ein Effekt, der mit residueller taktiler Wahrnehmung bei ansonsten kompletter Deafferenzierung ("numbsense") in Verbindung gebracht wird. Die vierte Frage konnte nicht beantwortet werden, da es nicht gelang, eine Person zu finden, die alle nötigen Einschlusskriterien erfüllte. Die Studie wird nichtsdestotrotz detailliert als konzeptueller Entwurf vorgestellt und kann jederzeit durchgeführt werden, sollte sich eine geeignete Versuchsperson finden. Die berichteten Resultate zeigen einerseits, wie einfach die Körperwahrnehmung gesunder Versuchspersonen manipuliert werden kann. Andererseits zeigen sie, wie verschieden die Resistenz gegen körperliche Illusionen bei gesunden Versuchspersonen ist. Es ist zu hoffen, dass die vorgestellten Resultate zumindest indirekt helfen, das Entstehen von Phantomempfindungen bei Amputierten und den Einfluss des Sehens auf die Körperwahrnehmung besser zu verstehen.

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Item Type:Dissertation (monographical)
Referees:Jäncke Lutz, Brugger Peter
Communities & Collections:UZH Dissertations
Dewey Decimal Classification:Unspecified
Language:English
Place of Publication:Zürich
Date:2006
Deposited On:20 Jun 2019 11:15
Last Modified:05 Oct 2019 20:02
Number of Pages:89
OA Status:Green
Related URLs:https://www.recherche-portal.ch/primo-explore/fulldisplay?docid=ebi01_prod005313802&context=L&vid=ZAD&search_scope=default_scope&tab=default_tab&lang=de_DE (Library Catalogue)

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