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Evaluierung eines Sägeblattes zur gewebeschonenden Knochenosteotomie


Salesov, Oliver. Evaluierung eines Sägeblattes zur gewebeschonenden Knochenosteotomie. 2007, University of Zurich, Vetsuisse Faculty.

Abstract

In der vorliegenden Arbeit erfolgte eine Evaluierung eines neuen, speziell entwickelten Osteotomiesägeblattes, indem eine vergleichende Untersuchung der Temperatur, der Schnittgeschwindigkeit, der Abtragrate von Spänen und der mechanischen Zerstörungskraft mit einem konventionellen Sägeblatt stattfand. Der Versuch wurde als eine in vitro Studie durchgeführt. Als Versuchsmaterial wurden die Tibiae von Schafen verwendet. Es wurden insgesamt 40 Schnitte durchgeführt, von denen 20 mit einem neuen und 20 mit einem konventionellen Sägeblatt erfolgten. Mit jedem Sägeblatt wurden jeweils zwei Schnitte angefertigt. Beim ersten wurde zum einen die Schnittzeit gemessen, zum anderen eine Probe für die Histologie gewonnen. Beim zweiten Schnitt erfolgten die Temperaturmessungen. Nach der Vorbereitung der Proben wurden diese histomorphometrisch auf das Ausmaß der mechanischen Zerstörung der Knochenoberfläche untersucht. Die anderen physikalischen Parameter wurden errechnet. Alle Versuche konnten wie geplant durchgeführt werden. Auch das Vorbereiten der Proben verlief nahezu komplikationslos. Zwischen den Sägeblättern konnten wesentliche Unterschiede in den untersuchten Parameter festgestellt werden. So erzeugte das neue Sägeblatt höhere Temperaturen im Sägespalt beim Zerspanprozess als das Konventionelle. Dagegen war die Schnittleistung der beiden Sägeblätter gleich gross, wobei das neue Sägeblatt eine grössere Dicke aufwies und somit mehr Arbeit leisten musste um die gleiche Geschwindigkeit wie das konventionelle Sägeblatt aufzubringen. Außerdem zeigte das neue Sägeblatt eine bessere Abtragrate der Späne und eine schonendere Bearbeitung der Knochenoberfläche. Die erfassten Daten lassen die Schlussfolgerung zu, dass sowohl das neu entwickelte als auch das konventionelle Sägeblatt für eine Osteotomie geeignet sind, aber beim neuen Sägeblatt vor allem bezüglich der mechanischen Zerstörung eine wesentlich schonendere Bearbeitung der Knochenoberfläche möglich ist. Diese Erkenntnisse sind neu, da bei früheren Studien mit Sägeblättern meistens nur physikalische Parameter erfasst und auf eine histologische Untersuchung verzichtet wurde. Die an Kadaverknochen gewonnenen Resultate sollen durch eine weiterführende in vivo Studie in Bezug auf die Knochenheilung weiter bestätigt werden.

Abstract

In der vorliegenden Arbeit erfolgte eine Evaluierung eines neuen, speziell entwickelten Osteotomiesägeblattes, indem eine vergleichende Untersuchung der Temperatur, der Schnittgeschwindigkeit, der Abtragrate von Spänen und der mechanischen Zerstörungskraft mit einem konventionellen Sägeblatt stattfand. Der Versuch wurde als eine in vitro Studie durchgeführt. Als Versuchsmaterial wurden die Tibiae von Schafen verwendet. Es wurden insgesamt 40 Schnitte durchgeführt, von denen 20 mit einem neuen und 20 mit einem konventionellen Sägeblatt erfolgten. Mit jedem Sägeblatt wurden jeweils zwei Schnitte angefertigt. Beim ersten wurde zum einen die Schnittzeit gemessen, zum anderen eine Probe für die Histologie gewonnen. Beim zweiten Schnitt erfolgten die Temperaturmessungen. Nach der Vorbereitung der Proben wurden diese histomorphometrisch auf das Ausmaß der mechanischen Zerstörung der Knochenoberfläche untersucht. Die anderen physikalischen Parameter wurden errechnet. Alle Versuche konnten wie geplant durchgeführt werden. Auch das Vorbereiten der Proben verlief nahezu komplikationslos. Zwischen den Sägeblättern konnten wesentliche Unterschiede in den untersuchten Parameter festgestellt werden. So erzeugte das neue Sägeblatt höhere Temperaturen im Sägespalt beim Zerspanprozess als das Konventionelle. Dagegen war die Schnittleistung der beiden Sägeblätter gleich gross, wobei das neue Sägeblatt eine grössere Dicke aufwies und somit mehr Arbeit leisten musste um die gleiche Geschwindigkeit wie das konventionelle Sägeblatt aufzubringen. Außerdem zeigte das neue Sägeblatt eine bessere Abtragrate der Späne und eine schonendere Bearbeitung der Knochenoberfläche. Die erfassten Daten lassen die Schlussfolgerung zu, dass sowohl das neu entwickelte als auch das konventionelle Sägeblatt für eine Osteotomie geeignet sind, aber beim neuen Sägeblatt vor allem bezüglich der mechanischen Zerstörung eine wesentlich schonendere Bearbeitung der Knochenoberfläche möglich ist. Diese Erkenntnisse sind neu, da bei früheren Studien mit Sägeblättern meistens nur physikalische Parameter erfasst und auf eine histologische Untersuchung verzichtet wurde. Die an Kadaverknochen gewonnenen Resultate sollen durch eine weiterführende in vivo Studie in Bezug auf die Knochenheilung weiter bestätigt werden.

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Item Type:Dissertation (monographical)
Referees:von Rechenberg Brigitte, Ferguson Stephan
Communities & Collections:UZH Dissertations
Dewey Decimal Classification:Unspecified
Language:German
Place of Publication:Zürich
Date:2007
Deposited On:27 Jun 2019 06:46
Last Modified:15 Apr 2021 14:59
Number of Pages:79
OA Status:Green

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