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Sonographische Untersuchungen über die Follikulogenese bei Kühen mit Ovarialzysten


Friolet, Thierry. Sonographische Untersuchungen über die Follikulogenese bei Kühen mit Ovarialzysten. 2008, University of Zurich, Vetsuisse Faculty.

Abstract

Ziel dieser Arbeit war es zu untersuchen, wie die Follikulogenese bei ovarialzystisch erkrankten Kühen verläuft, und wie die Behandlung mit einer Injektion von Humanem Chorion Gonadotropin (HCG) bzw. die Implantation eines Progesteron abgebenden Intravaginalpessars (PRID-Spirale) die Follikulogenese beeinflusst. Es wurden 24 Kühe, bei welchen zuvor manuell mindestens eine Ovarialzyste diagnostiziert wurde, ultrasonographisch untersucht. Die Untersuchung beinhaltete eine Aufzeichnung aller Follikel, Zysten und Gelbkörper auf den Ovarien sowie die Entnahme einer Blutprobe zur Bestimmung des Plasmaprogesterons. Die Kühe befanden sich zwischen 31 und 823 Tagen post partum und wurden über einen Zeitraum von mindestens 5 und maximal 76 Tagen untersucht. Zu Beginn der Untersuchung wurden 8 Kühe mit einer intravenösen Injektion von 5000 U.I. HCG therapiert, 2 Kühen wurde eine PRID-Spirale eingesetzt und 11 Kühe wurden nicht therapiert. Bei 3 Kühen wurde nach einer ersten Phase ohne Therapie anschliessend eine Therapie mit HCG oder PRID-Spirale eingeleitet. Bei diesen 24 Kühen konnten insgesamt 38 Follikel-Theka-Zysten gesehen werden. Von diesen 38 Follikel-Theka-Zysten konnte bei 6 Zysten (16%) eine Ovulation der Zyste beobachtet werden. Eine dieser 6 Zysten ovulierte 2 Tage nach dem Beginn der Untersuchung, ohne dass die Kuh therapiert wurde. Eine weitere Ovulation fand 3 Tage nach dem Einsetzten einer PRID- Spirale statt, und 4 Zysten ovulierten jeweils 2 Tage nach dem Entfernen der PRID-Spirale. Nur eine der 24 Kühe zeigte eine Follikel-Lutein-Zyste. Diese Zyste persistierte über die gesamte Untersuchungsdauer. Bei 7 von 11 Kühen (64%), welche ohne Therapie untersucht wurden, erfolgte innert 11.1 ± 9.8 Tagen ( X ± s) nach Untersuchungsbeginn die Ovulation eines Follikels. Bei den Rindern, welche mit HCG therapiert wurden, ovulierte in 9 von 10 Fällen ein Follikel (90%). Die Ovulationen fanden 12.3 ± 9.4 Tage ( X ± s) nach der HCG-Injektion statt. Von jenen 5 Tieren, bei welchen eine PRID-Spirale eingesetzt wurde, zeigten drei eine Ovulation mindestens eines Follikels, was einem Anteil von 60% entspricht. Die Follikel ovulierten 1 bis 10 Tage nach dem Entfernen der Spirale. Alle bis auf eines der 19 Rinder, welche eine Ovulation eines Follikels zeigten, wurden künstlich besamt. Ausnahme war ein Tier, welches ohne Therapie untersucht wurde und nicht besamt wurde. Bei 3 der 18 besamten Rindern wurde eine Doppelbesamung im Abstand von 1 bis 2 Tagen durchgeführt. Der Zeitpunkt der Besamung wurde durch den Tierbesitzer bestimmt. Von den 6 künstlich besamten Tieren ohne Therapie wurden 3 trächtig (50%). Die mit HCG therapierten Rinder zeigten in 3 von 9 Fällen eine Trächtigkeit (33%). Bei einem von 3 künstlich besamten Rindern, welche mit einer PRID-Spirale therapiert wurden, konnte eine Trächtigkeit festgestellt werden. The goal of this study was to examine the folliculogenesis in cows with ovarian follicular cysts. The intention was to investigate the effects of human chorionic gonadotropin (HCG) and of a progesterone releasing intravaginal device (PRID) on folliculogenesis. A total of 24 cows were monitored by transrectal ultrasonography. Before the examination the diagnosis of at least one ovarian follicular cyst was made by rectal palpation. During one sonographic examination of the ovaries all follicles, ovarian cysts and corpora lutea were recorded. In addition, plasma samples were taken for the determination of progesterone concentrations. The cows were between 31 and 823 day post partum and were examined during a time period between 5 and 76 days. At the beginning of the examination, 8 cows were treated by an intravenous injection of 5000 U.I. HCG, 2 cows were treated with PRID and 11 cows were monitored without a treatment. A total of 3 cows were treated with HCG or PRID after a first phase without any treatment. The 24 cows examined had a total of 38 ovarian follicular cysts. Of these 38 ovarian follicular cysts there were 6 cysts (16%) that ovulated. In one untreated cow the cyst ovulated 2 days after the beginning of the examination. Another cyst ovulated 3 days after the insertion of PRID. A total of 4 cysts ovulated 2 days after the removal of PRID. Only one of the 24 cows had an ovarian luteal cyst. This cyst persisted during the whole time of examination. In 7 of 11 cows (64%) that were monitored without a treatment there was an ovulation of a follicle within 11.1 ± 9.8 days ( X ± s) after the beginning of examination. Of the 10 cows treated with HCG 9 cows (90%) showed an ovulation of a follicle within 12.3 ± 9.4 days ( X ± s) after the injection of HCG. In 3 of 5 (60%) cows treated with PRID there was an ovulation of at least one follicle. These follicles ovulated between 1 and 10 days after the removal of PRID. All but one of these 19 cows with an ovulation of a follicle were inseminated. The exception was one cow without a treatment that was not inseminated. In 3 of the 18 inseminated cows a double-insemination with an interval of 1 to 2 days was made. The time of insemination was chosen by the owner of the cows. Of the 6 untreated cows that were inseminated, 3 cows (50%) got pregnant. In the group of cows treated with HCG, 3 out of 9 cows got pregnant (33%). Of the 3 cows that were treated with PRID and were inseminated, one cow got pregnant.

Abstract

Ziel dieser Arbeit war es zu untersuchen, wie die Follikulogenese bei ovarialzystisch erkrankten Kühen verläuft, und wie die Behandlung mit einer Injektion von Humanem Chorion Gonadotropin (HCG) bzw. die Implantation eines Progesteron abgebenden Intravaginalpessars (PRID-Spirale) die Follikulogenese beeinflusst. Es wurden 24 Kühe, bei welchen zuvor manuell mindestens eine Ovarialzyste diagnostiziert wurde, ultrasonographisch untersucht. Die Untersuchung beinhaltete eine Aufzeichnung aller Follikel, Zysten und Gelbkörper auf den Ovarien sowie die Entnahme einer Blutprobe zur Bestimmung des Plasmaprogesterons. Die Kühe befanden sich zwischen 31 und 823 Tagen post partum und wurden über einen Zeitraum von mindestens 5 und maximal 76 Tagen untersucht. Zu Beginn der Untersuchung wurden 8 Kühe mit einer intravenösen Injektion von 5000 U.I. HCG therapiert, 2 Kühen wurde eine PRID-Spirale eingesetzt und 11 Kühe wurden nicht therapiert. Bei 3 Kühen wurde nach einer ersten Phase ohne Therapie anschliessend eine Therapie mit HCG oder PRID-Spirale eingeleitet. Bei diesen 24 Kühen konnten insgesamt 38 Follikel-Theka-Zysten gesehen werden. Von diesen 38 Follikel-Theka-Zysten konnte bei 6 Zysten (16%) eine Ovulation der Zyste beobachtet werden. Eine dieser 6 Zysten ovulierte 2 Tage nach dem Beginn der Untersuchung, ohne dass die Kuh therapiert wurde. Eine weitere Ovulation fand 3 Tage nach dem Einsetzten einer PRID- Spirale statt, und 4 Zysten ovulierten jeweils 2 Tage nach dem Entfernen der PRID-Spirale. Nur eine der 24 Kühe zeigte eine Follikel-Lutein-Zyste. Diese Zyste persistierte über die gesamte Untersuchungsdauer. Bei 7 von 11 Kühen (64%), welche ohne Therapie untersucht wurden, erfolgte innert 11.1 ± 9.8 Tagen ( X ± s) nach Untersuchungsbeginn die Ovulation eines Follikels. Bei den Rindern, welche mit HCG therapiert wurden, ovulierte in 9 von 10 Fällen ein Follikel (90%). Die Ovulationen fanden 12.3 ± 9.4 Tage ( X ± s) nach der HCG-Injektion statt. Von jenen 5 Tieren, bei welchen eine PRID-Spirale eingesetzt wurde, zeigten drei eine Ovulation mindestens eines Follikels, was einem Anteil von 60% entspricht. Die Follikel ovulierten 1 bis 10 Tage nach dem Entfernen der Spirale. Alle bis auf eines der 19 Rinder, welche eine Ovulation eines Follikels zeigten, wurden künstlich besamt. Ausnahme war ein Tier, welches ohne Therapie untersucht wurde und nicht besamt wurde. Bei 3 der 18 besamten Rindern wurde eine Doppelbesamung im Abstand von 1 bis 2 Tagen durchgeführt. Der Zeitpunkt der Besamung wurde durch den Tierbesitzer bestimmt. Von den 6 künstlich besamten Tieren ohne Therapie wurden 3 trächtig (50%). Die mit HCG therapierten Rinder zeigten in 3 von 9 Fällen eine Trächtigkeit (33%). Bei einem von 3 künstlich besamten Rindern, welche mit einer PRID-Spirale therapiert wurden, konnte eine Trächtigkeit festgestellt werden. The goal of this study was to examine the folliculogenesis in cows with ovarian follicular cysts. The intention was to investigate the effects of human chorionic gonadotropin (HCG) and of a progesterone releasing intravaginal device (PRID) on folliculogenesis. A total of 24 cows were monitored by transrectal ultrasonography. Before the examination the diagnosis of at least one ovarian follicular cyst was made by rectal palpation. During one sonographic examination of the ovaries all follicles, ovarian cysts and corpora lutea were recorded. In addition, plasma samples were taken for the determination of progesterone concentrations. The cows were between 31 and 823 day post partum and were examined during a time period between 5 and 76 days. At the beginning of the examination, 8 cows were treated by an intravenous injection of 5000 U.I. HCG, 2 cows were treated with PRID and 11 cows were monitored without a treatment. A total of 3 cows were treated with HCG or PRID after a first phase without any treatment. The 24 cows examined had a total of 38 ovarian follicular cysts. Of these 38 ovarian follicular cysts there were 6 cysts (16%) that ovulated. In one untreated cow the cyst ovulated 2 days after the beginning of the examination. Another cyst ovulated 3 days after the insertion of PRID. A total of 4 cysts ovulated 2 days after the removal of PRID. Only one of the 24 cows had an ovarian luteal cyst. This cyst persisted during the whole time of examination. In 7 of 11 cows (64%) that were monitored without a treatment there was an ovulation of a follicle within 11.1 ± 9.8 days ( X ± s) after the beginning of examination. Of the 10 cows treated with HCG 9 cows (90%) showed an ovulation of a follicle within 12.3 ± 9.4 days ( X ± s) after the injection of HCG. In 3 of 5 (60%) cows treated with PRID there was an ovulation of at least one follicle. These follicles ovulated between 1 and 10 days after the removal of PRID. All but one of these 19 cows with an ovulation of a follicle were inseminated. The exception was one cow without a treatment that was not inseminated. In 3 of the 18 inseminated cows a double-insemination with an interval of 1 to 2 days was made. The time of insemination was chosen by the owner of the cows. Of the 6 untreated cows that were inseminated, 3 cows (50%) got pregnant. In the group of cows treated with HCG, 3 out of 9 cows got pregnant (33%). Of the 3 cows that were treated with PRID and were inseminated, one cow got pregnant.

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Item Type:Dissertation (monographical)
Referees:Kähn Wolfgang, Augsburger Heinz
Communities & Collections:UZH Dissertations
Dewey Decimal Classification:Unspecified
Language:German
Place of Publication:Zürich
Date:2008
Deposited On:27 Jun 2019 13:05
Last Modified:15 Apr 2021 14:59
Number of Pages:59
OA Status:Green

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