Header

UZH-Logo

Maintenance Infos

Doktorat? Ja. Akademische Karriere? Vielleicht ... : sozial-kognitive Aspekte und Kontext der akademischen Laufbahnentwicklung aus einer geschlechtervergleichenden Perspektive


Berweger, Simone. Doktorat? Ja. Akademische Karriere? Vielleicht ... : sozial-kognitive Aspekte und Kontext der akademischen Laufbahnentwicklung aus einer geschlechtervergleichenden Perspektive. 2008, University of Zurich, Faculty of Arts.

Abstract

Nach wie vor gilt, dass Frauen auf der Stufe der Professuren stark untervertreten sind: Die Frauenanteile variieren in der Schweiz zwischen 6% in den technischen Wissenschaften und 23% in den Geistes- und Sozialwissenschaften (Bundesamt für Statistik, 2006c). Die vorliegende Studie untersucht auf dem Hintergrund der Social Cognitive Career Theory (Lent, Brown & Hackett, 1994) die akademische Laufbahnentwicklung von Doktorierenden der Sozial- und Geisteswissenschaften. Anhand eines Modells zur Vorhersage der Laufbahnintention (t1) wurde überprüft, inwiefern sozial-kognitive Variablen sowie Lernerfahrungen, Kontextfaktoren und individuelle Merkmale zur Vorhersage der Absicht dazu beitragen, nach Abschluss des Doktorats die akademische Laufbahn fortzusetzen. Ein Jahr später (t2) wurden die in der Zwischenzeit promovierten Nachwuchskräfte zu ihrem akademischen Laufbahnverhalten befragt und geprüft, inwiefern die Variablen der Erstbefragung das Laufbahnverhalten zu erklären vermögen. Bei der Vorhersage der Laufbahnintention zeigte sich, dass der stärkste direkte Effekt vom Interesse sowie von der akademischen Laufbahnselbstwirksamkeit und der stärkste indirekte Effekt von der Einbettung in die Scientific Community ausgeht. Die Modell- variablen vermögen 70% der Varianz in der Laufbahnintention zu erklären. Die Ergebnisse zur Vorhersage des akademischen Laufbahnverhaltens bestätigen die Annahme eines direkten Einflusses der akademischen Laufbahnintention (t1) auf das Laufbahnverhalten (t2). Nicht bestätigt hat sich der indirekte Einfluss des Interesses auf das Laufbahnverhalten, und ebenso muss die Annahme eines direkten sowie eines indirekten, über das Interesse vermittelten Einflusses der Selbstwirksamkeitserwartung beziehungsweise der Einstellung auf das Laufbahn- verhalten verworfen werden. Die Modellvariablen erklären rund 40% der Varianz im ein Jahr später erhobenen Laufbahnverhalten. Von den vermuteten Geschlechtsunterschieden bestätigten sich das geringere Ausmass laufbahnbezogener Selbstwirksamkeitserwartung und direkter Lernerfahrungen von Frauen sowie deren höhere Einschätzung der privaten Kosten einer akademischen Laufbahn. Die Annahme, Frauen würden in der Abschlussphase des Doktorats eine geringere Absicht äussern, ihre akademische Laufbahn fortsetzen zu wollen, hat sich ebenso wenig bestätigt wie die Vermutung eines geringeren akademischen Laufbahnverhaltens ein Jahr nach Abschluss des Doktorats.

English summary In Switzerland, the percentage of women professors varies from 6% in the Technical Sciences to 23% in the Social Sciences and Humanities (Bundesamt für Statistik, 2006c). Building on the Social Cognitive Career Theory (Lent, Brown & Hackett, 1994) the present study investigated the academic career development of Social Science and Humanities doctoral students. It focused on identifying key predictors of academic career intention at the point in time after submitting the thesis for defence (t1) and, respectively, on identifying key predictors of academic career behaviour one year later (t2). It then tested to what extent socio-cognitive variables, learning experience, contextual factors and individual characteristics accounted for the prediction of the intention to pursue an academic career after the submission of the thesis for defence (t1). One year later (t2), the former doctoral students were questioned about their academic career activities. Finally, the SCCT model was used to test to what extent the variables of the initial survey on career intention explained career behaviour one year later. Interest and academic career selfefficacy yielded the strongest direct effect for the prediction of career intention, whereas embeddedness in the scientific community yielded the strongest indirect effect. The variables of the model accounted for 70% of the variance in career intention. The results of the analysis for predicting the academic career behaviour one year after the submission of the thesis (t2) confirmed the theoretically postulated assumption that academic career intention at (t1) influences career behaviour at (t2.) However, the indirect influence of interest on career behaviour was not confirmed. Additionally, the assumption that self-efficacy and attitude affect career behaviour both directly and indirectly through their influence on interest must be rejected. Overall the model variables accounted for nearly 40% of the variance in the academic career behaviour assessed one year after the submission of the thesis for defence. With respect to postulated sex/gender differences, the study revealed a lower degree of career related self-efficacy expectations and direct learning experience among the female junior scientists. And they expressed a higher awareness of the personal costs associated with the pursuit of academic careers than men. Neither the assumption that up-and- coming female scientists would express lesser intention to continue their academic career at the time after submitting their thesis (t1) nor that they would show diminished academic career behaviour one year later (t2) could be confirmed.

Abstract

Nach wie vor gilt, dass Frauen auf der Stufe der Professuren stark untervertreten sind: Die Frauenanteile variieren in der Schweiz zwischen 6% in den technischen Wissenschaften und 23% in den Geistes- und Sozialwissenschaften (Bundesamt für Statistik, 2006c). Die vorliegende Studie untersucht auf dem Hintergrund der Social Cognitive Career Theory (Lent, Brown & Hackett, 1994) die akademische Laufbahnentwicklung von Doktorierenden der Sozial- und Geisteswissenschaften. Anhand eines Modells zur Vorhersage der Laufbahnintention (t1) wurde überprüft, inwiefern sozial-kognitive Variablen sowie Lernerfahrungen, Kontextfaktoren und individuelle Merkmale zur Vorhersage der Absicht dazu beitragen, nach Abschluss des Doktorats die akademische Laufbahn fortzusetzen. Ein Jahr später (t2) wurden die in der Zwischenzeit promovierten Nachwuchskräfte zu ihrem akademischen Laufbahnverhalten befragt und geprüft, inwiefern die Variablen der Erstbefragung das Laufbahnverhalten zu erklären vermögen. Bei der Vorhersage der Laufbahnintention zeigte sich, dass der stärkste direkte Effekt vom Interesse sowie von der akademischen Laufbahnselbstwirksamkeit und der stärkste indirekte Effekt von der Einbettung in die Scientific Community ausgeht. Die Modell- variablen vermögen 70% der Varianz in der Laufbahnintention zu erklären. Die Ergebnisse zur Vorhersage des akademischen Laufbahnverhaltens bestätigen die Annahme eines direkten Einflusses der akademischen Laufbahnintention (t1) auf das Laufbahnverhalten (t2). Nicht bestätigt hat sich der indirekte Einfluss des Interesses auf das Laufbahnverhalten, und ebenso muss die Annahme eines direkten sowie eines indirekten, über das Interesse vermittelten Einflusses der Selbstwirksamkeitserwartung beziehungsweise der Einstellung auf das Laufbahn- verhalten verworfen werden. Die Modellvariablen erklären rund 40% der Varianz im ein Jahr später erhobenen Laufbahnverhalten. Von den vermuteten Geschlechtsunterschieden bestätigten sich das geringere Ausmass laufbahnbezogener Selbstwirksamkeitserwartung und direkter Lernerfahrungen von Frauen sowie deren höhere Einschätzung der privaten Kosten einer akademischen Laufbahn. Die Annahme, Frauen würden in der Abschlussphase des Doktorats eine geringere Absicht äussern, ihre akademische Laufbahn fortsetzen zu wollen, hat sich ebenso wenig bestätigt wie die Vermutung eines geringeren akademischen Laufbahnverhaltens ein Jahr nach Abschluss des Doktorats.

English summary In Switzerland, the percentage of women professors varies from 6% in the Technical Sciences to 23% in the Social Sciences and Humanities (Bundesamt für Statistik, 2006c). Building on the Social Cognitive Career Theory (Lent, Brown & Hackett, 1994) the present study investigated the academic career development of Social Science and Humanities doctoral students. It focused on identifying key predictors of academic career intention at the point in time after submitting the thesis for defence (t1) and, respectively, on identifying key predictors of academic career behaviour one year later (t2). It then tested to what extent socio-cognitive variables, learning experience, contextual factors and individual characteristics accounted for the prediction of the intention to pursue an academic career after the submission of the thesis for defence (t1). One year later (t2), the former doctoral students were questioned about their academic career activities. Finally, the SCCT model was used to test to what extent the variables of the initial survey on career intention explained career behaviour one year later. Interest and academic career selfefficacy yielded the strongest direct effect for the prediction of career intention, whereas embeddedness in the scientific community yielded the strongest indirect effect. The variables of the model accounted for 70% of the variance in career intention. The results of the analysis for predicting the academic career behaviour one year after the submission of the thesis (t2) confirmed the theoretically postulated assumption that academic career intention at (t1) influences career behaviour at (t2.) However, the indirect influence of interest on career behaviour was not confirmed. Additionally, the assumption that self-efficacy and attitude affect career behaviour both directly and indirectly through their influence on interest must be rejected. Overall the model variables accounted for nearly 40% of the variance in the academic career behaviour assessed one year after the submission of the thesis for defence. With respect to postulated sex/gender differences, the study revealed a lower degree of career related self-efficacy expectations and direct learning experience among the female junior scientists. And they expressed a higher awareness of the personal costs associated with the pursuit of academic careers than men. Neither the assumption that up-and- coming female scientists would express lesser intention to continue their academic career at the time after submitting their thesis (t1) nor that they would show diminished academic career behaviour one year later (t2) could be confirmed.

Statistics

Downloads

56 downloads since deposited on 28 Jun 2019
56 downloads since 12 months
Detailed statistics

Additional indexing

Item Type:Dissertation (monographical)
Referees:Gutscher Heinz, Abele-Brehm Andrea E
Communities & Collections:UZH Dissertations
Dewey Decimal Classification:Unspecified
Language:German
Place of Publication:Zürich
Date:2008
Deposited On:28 Jun 2019 13:36
Last Modified:25 Sep 2019 00:12
Number of Pages:220
OA Status:Green
Related URLs:https://www.recherche-portal.ch/primo-explore/fulldisplay?docid=ebi01_prod005668611&context=L&vid=ZAD&search_scope=default_scope&tab=default_tab&lang=de_DE (Library Catalogue)

Download

Green Open Access

Download PDF  'Doktorat? Ja. Akademische Karriere? Vielleicht ... : sozial-kognitive Aspekte und Kontext der akademischen Laufbahnentwicklung aus einer geschlechtervergleichenden Perspektive'.
Preview
Content: Published Version
Language: German
Filetype: PDF
Size: 1MB