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Stewren, raisen, wachen, schenken : Steuern und Rechte jüdischer Bürger im Vergleich mit christlichen rechtlichen Gruppen und im Rahmen des städtischen Finanzhaushaltes in Reichsstädten im Südwesten des Reiches (1350-1500)


Darman, Ashkira. Stewren, raisen, wachen, schenken : Steuern und Rechte jüdischer Bürger im Vergleich mit christlichen rechtlichen Gruppen und im Rahmen des städtischen Finanzhaushaltes in Reichsstädten im Südwesten des Reiches (1350-1500). 2009, University of Zurich, Faculty of Arts.

Abstract

Im Zentrum der vorliegenden Untersuchung steht die Frage nach den Abgaben und Pflichten, die jüdische Stadteinwohner im Deutschen Reich zu leisten hatten. Daran schliesst sich die Frage an, wo die städtische Fiskalpolitik im Zeitraum von 1350 bis 1500 zwischen den zwei Polen von Ausbeutung und Gleichberechtigung anzusiedeln sei. Der Frage nach der rechtlich- fiskalischen Situation der Juden in südwestdeutschen Städten wird komparativ auf drei Analyseebenen nachgegangen. Die erste Ebene ist ein Vergleich im rechtlichen Raum Stadt. Eine Bestandsaufnahme der Abgaben und Pflichten der Juden ergibt die Basis für einen Vergleich mit den Abgaben und Pflichten verschiedener christlicher Gruppen. Als übergeordnete Bezugsgrösse gilt für alle Gruppen der Bürgerbegriff. Wie hatten die christliche Obrigkeiten die jüdische Minderheit wahrgenommen und in welcher Beziehung standen sie zur jüdischen Gemeinde? Um dieses Verhältnis besser einschätzen zu können, muss es im Kontext der Beziehungen zwischen Magistrat und den unterschiedlichen christlichen rechtlichen Gruppen gesehen werden. Es wird herausgearbeitet, ob rechtliche Regelungen in Bezug auf die jüdische Gemeinde singulär waren oder auch bei anderen rechtlichen Gruppen angewandt wurden. Wenn nun die jüdischen Abgabenbeträge in Relation zu weiteren städtischen Einnahmeposten und den jährlichen Gesamteinnahmen gesetzt werden, bekommt man ein Bild von der Bedeutung, die die Stadtobrigkeit den jüdischen Abgaben zugemessen haben könnte. Der diachrone Vergleich der rechtlichen Entwicklung der jüdischen Gemeinde im Zeitraum von 1350 und 1500, wiederum mit besonderer Berücksichtigung der Abgaben und Pflichten, ist die zweite Ebene der Untersuchung. Der Vergleich im geographischen Raum ist die dritte Analyseebene. Als Vergleichseinheiten fungieren die einzelnen Reichsstädte mit ihren jüdischen Gemeinden. Zentral sind Städte wie Nördlingen, Konstanz und Schaffhausen.

In the centre of this research stands the question concerning the obligations, taxes and other duties bourn by the Jewish residents in southwest towns, such as Nördlingen, Konstanz and Schaffhausen, in the German Empire, from 1350 – 1500. Encapsulated in this, is also the question where the towns’ fiscal politics lies between the two poles of exploitation and equality. The question of the legal-fiscal situation of the Jews in these towns has been researched and compared on three levels. The first is the legal level: the situation then, regarding the obligations, taxes and other duties of the Jewish residents, forms the basis for the comparison with those of different Christian groups. The main overall criteria for all groups was the general term ‘citizen’. What is the perception of the Jewish minority by the Christian authorities and what relationship did they have to the Jewish community? In order to better evaluate this aspect, it must be understood in the context of the relationship between various Christian groups and magistrates. What is examined is whether legal rulings concerning the Jewish community were any different to those made for other legally acknowledged groups. Now if the annual Jewish contribution to the towns’ income is compared to other sources of their income, it can be seen how the town authorities measured the significance of the Jewish contribution. The second level is the diachronic comparison of the development of the rights of the Jewish community and its members in the period from 1350 to 1500, once again with special focus on obligations, taxes and duties. The comparison of the geographical aspect is the third level. The basis for this comparison will be provided by various ‘Reichsstädte’ and their Jewish communities.

Abstract

Im Zentrum der vorliegenden Untersuchung steht die Frage nach den Abgaben und Pflichten, die jüdische Stadteinwohner im Deutschen Reich zu leisten hatten. Daran schliesst sich die Frage an, wo die städtische Fiskalpolitik im Zeitraum von 1350 bis 1500 zwischen den zwei Polen von Ausbeutung und Gleichberechtigung anzusiedeln sei. Der Frage nach der rechtlich- fiskalischen Situation der Juden in südwestdeutschen Städten wird komparativ auf drei Analyseebenen nachgegangen. Die erste Ebene ist ein Vergleich im rechtlichen Raum Stadt. Eine Bestandsaufnahme der Abgaben und Pflichten der Juden ergibt die Basis für einen Vergleich mit den Abgaben und Pflichten verschiedener christlicher Gruppen. Als übergeordnete Bezugsgrösse gilt für alle Gruppen der Bürgerbegriff. Wie hatten die christliche Obrigkeiten die jüdische Minderheit wahrgenommen und in welcher Beziehung standen sie zur jüdischen Gemeinde? Um dieses Verhältnis besser einschätzen zu können, muss es im Kontext der Beziehungen zwischen Magistrat und den unterschiedlichen christlichen rechtlichen Gruppen gesehen werden. Es wird herausgearbeitet, ob rechtliche Regelungen in Bezug auf die jüdische Gemeinde singulär waren oder auch bei anderen rechtlichen Gruppen angewandt wurden. Wenn nun die jüdischen Abgabenbeträge in Relation zu weiteren städtischen Einnahmeposten und den jährlichen Gesamteinnahmen gesetzt werden, bekommt man ein Bild von der Bedeutung, die die Stadtobrigkeit den jüdischen Abgaben zugemessen haben könnte. Der diachrone Vergleich der rechtlichen Entwicklung der jüdischen Gemeinde im Zeitraum von 1350 und 1500, wiederum mit besonderer Berücksichtigung der Abgaben und Pflichten, ist die zweite Ebene der Untersuchung. Der Vergleich im geographischen Raum ist die dritte Analyseebene. Als Vergleichseinheiten fungieren die einzelnen Reichsstädte mit ihren jüdischen Gemeinden. Zentral sind Städte wie Nördlingen, Konstanz und Schaffhausen.

In the centre of this research stands the question concerning the obligations, taxes and other duties bourn by the Jewish residents in southwest towns, such as Nördlingen, Konstanz and Schaffhausen, in the German Empire, from 1350 – 1500. Encapsulated in this, is also the question where the towns’ fiscal politics lies between the two poles of exploitation and equality. The question of the legal-fiscal situation of the Jews in these towns has been researched and compared on three levels. The first is the legal level: the situation then, regarding the obligations, taxes and other duties of the Jewish residents, forms the basis for the comparison with those of different Christian groups. The main overall criteria for all groups was the general term ‘citizen’. What is the perception of the Jewish minority by the Christian authorities and what relationship did they have to the Jewish community? In order to better evaluate this aspect, it must be understood in the context of the relationship between various Christian groups and magistrates. What is examined is whether legal rulings concerning the Jewish community were any different to those made for other legally acknowledged groups. Now if the annual Jewish contribution to the towns’ income is compared to other sources of their income, it can be seen how the town authorities measured the significance of the Jewish contribution. The second level is the diachronic comparison of the development of the rights of the Jewish community and its members in the period from 1350 to 1500, once again with special focus on obligations, taxes and duties. The comparison of the geographical aspect is the third level. The basis for this comparison will be provided by various ‘Reichsstädte’ and their Jewish communities.

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Item Type:Dissertation (monographical)
Referees:Gilomen Hans-Jörg, Sablonier Roger
Communities & Collections:UZH Dissertations
Dewey Decimal Classification:Unspecified
Language:German
Place of Publication:Zürich
Date:2009
Deposited On:10 May 2019 12:22
Last Modified:07 Apr 2020 07:16
Number of Pages:473
OA Status:Green
Related URLs:https://www.recherche-portal.ch/primo-explore/fulldisplay?docid=ebi01_prod005860355&context=L&vid=ZAD&search_scope=default_scope&tab=default_tab&lang=de_DE (Library Catalogue)

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Filetype: PDF
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