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On the microeconomics of trust


Näf, Michael. On the microeconomics of trust. 2009, University of Zurich, Faculty of Economics.

Abstract

In situations of social uncertainty, trust helps to form relations. It reduces the trans- action, monitoring and sanctioning costs of ordinary spontaneous relationships. And yet very little is actually known about it. In this thesis it is found that the ex- perimental measure of trust is a robust and valid measure, which does not refer to trust in a general sense, but specifically to trust in strangers. These findings are based on nationally representative data for Germany. Next, trust levels in Germany and the United States are compared. It is found that in 2005, levels of trust were much higher in the United States than in Germany. This difference is fully explained by more optimistic expectations, and lower risk and betrayal aversion in the United States compared to Germany. Within the United States, Caucasians trust more than Latinos and Latinas, who in turn trust more than African Americans. These dif- ferences are similarly explained by the same variables. It is concluded that risk and social preferences and belief variables constitute important explanatory factors and deserve increased attention such as inclusion in future survey research. Finally, it is shown that the experience of untrustworthiness decreases peopleʼs trust and this decrease is mainly driven by a decrease in peopleʼs belief in the trustworthiness of others. Experience of trustworthiness, in contrast, does not alter trusting behaviour. Overall this thesis constitutes a methodological and empirical contribution to the understanding of the measurement of trust, national differences in trust as well as in changes in trust.

In Situationen, die durch viel Unsicherheit charakterisiert sind, hilft Vertrauen Beziehungen herzustellen. Vertrauen reduziert Transaktions-, Überwachungs-, und Sanktionskosten von alltäglichen, spontanen Beziehungen. Nichtsdestotrotz ist das Wissen über Vertrauen sehr gering. In dieser Dissertation wird gezeigt, dass das experimentelle Mass für Vertrauen ein robustes und valides Mass ist, wobei es nicht Vertrauen im generellen misst, sondern ganz spezifisch Vertrauen in Fremde. Diese Ergebnisse basieren auf national repräsentativen Daten für Deutschland. Des weiteren wird das Vertrauensniveau in Deutschland mit demjenigen in den Vereinigten Staaten verglichen. In 2005 war das Niveau in den Vereinigten Staaten viel höher als in Deutschland. Dieser Unterschied kann vollständig durch optimistischere Erwartungen, sowie tiefere Risiko- und Vertrauensbruchaversion in den Vereinigten Staaten im Vergleich zu Deutschland erklärt werden. Innerhalb der Vereinigten Staaten vertrauen Weisse mehr als Amerikanerinnen und Amerikaner lateinamerikanischer Herkunft, welche wiederum mehr vertrauen als Afroamerikaner und -amerikanerinnen. Diese Unterschiede können mit denselben Variablen erklärt werden wie die nationalen Unterschiede. Daraus folgt, dass Risikopräferenzen, soziale Präferenzen sowie Erwartungen wichtige erklärende Faktoren darstellen, welche stärker beachtet werden sollten, und in zukünftigen empirischen Erhebungen nicht fehlen dürfen. Zuletzt wird gezeigt, dass die Erfahrung eines Vertrauensbruchs das Vertrauen der Menschen in Fremde reduziert. Diese Vertrauensreduktion kommt vor allem dadurch zustande, dass Menschen nach erfahrenem Vertrauensbruch weniger optimistische Erwartungen an die Vertrauenswürdigkeit anderer haben. Die Erfahrung von Vertrauenswürdigkeit hingegen ändert das Vertrauensniveau nicht. Zusammenfassend ist diese Dissertation ein methodologischer und empirischer Beitrag zum Verständnis der Messung von Vertrauen, nationaler Unterschiede im Vertrauensniveau und Veränderungen von Vertrauen.

Abstract

In situations of social uncertainty, trust helps to form relations. It reduces the trans- action, monitoring and sanctioning costs of ordinary spontaneous relationships. And yet very little is actually known about it. In this thesis it is found that the ex- perimental measure of trust is a robust and valid measure, which does not refer to trust in a general sense, but specifically to trust in strangers. These findings are based on nationally representative data for Germany. Next, trust levels in Germany and the United States are compared. It is found that in 2005, levels of trust were much higher in the United States than in Germany. This difference is fully explained by more optimistic expectations, and lower risk and betrayal aversion in the United States compared to Germany. Within the United States, Caucasians trust more than Latinos and Latinas, who in turn trust more than African Americans. These dif- ferences are similarly explained by the same variables. It is concluded that risk and social preferences and belief variables constitute important explanatory factors and deserve increased attention such as inclusion in future survey research. Finally, it is shown that the experience of untrustworthiness decreases peopleʼs trust and this decrease is mainly driven by a decrease in peopleʼs belief in the trustworthiness of others. Experience of trustworthiness, in contrast, does not alter trusting behaviour. Overall this thesis constitutes a methodological and empirical contribution to the understanding of the measurement of trust, national differences in trust as well as in changes in trust.

In Situationen, die durch viel Unsicherheit charakterisiert sind, hilft Vertrauen Beziehungen herzustellen. Vertrauen reduziert Transaktions-, Überwachungs-, und Sanktionskosten von alltäglichen, spontanen Beziehungen. Nichtsdestotrotz ist das Wissen über Vertrauen sehr gering. In dieser Dissertation wird gezeigt, dass das experimentelle Mass für Vertrauen ein robustes und valides Mass ist, wobei es nicht Vertrauen im generellen misst, sondern ganz spezifisch Vertrauen in Fremde. Diese Ergebnisse basieren auf national repräsentativen Daten für Deutschland. Des weiteren wird das Vertrauensniveau in Deutschland mit demjenigen in den Vereinigten Staaten verglichen. In 2005 war das Niveau in den Vereinigten Staaten viel höher als in Deutschland. Dieser Unterschied kann vollständig durch optimistischere Erwartungen, sowie tiefere Risiko- und Vertrauensbruchaversion in den Vereinigten Staaten im Vergleich zu Deutschland erklärt werden. Innerhalb der Vereinigten Staaten vertrauen Weisse mehr als Amerikanerinnen und Amerikaner lateinamerikanischer Herkunft, welche wiederum mehr vertrauen als Afroamerikaner und -amerikanerinnen. Diese Unterschiede können mit denselben Variablen erklärt werden wie die nationalen Unterschiede. Daraus folgt, dass Risikopräferenzen, soziale Präferenzen sowie Erwartungen wichtige erklärende Faktoren darstellen, welche stärker beachtet werden sollten, und in zukünftigen empirischen Erhebungen nicht fehlen dürfen. Zuletzt wird gezeigt, dass die Erfahrung eines Vertrauensbruchs das Vertrauen der Menschen in Fremde reduziert. Diese Vertrauensreduktion kommt vor allem dadurch zustande, dass Menschen nach erfahrenem Vertrauensbruch weniger optimistische Erwartungen an die Vertrauenswürdigkeit anderer haben. Die Erfahrung von Vertrauenswürdigkeit hingegen ändert das Vertrauensniveau nicht. Zusammenfassend ist diese Dissertation ein methodologischer und empirischer Beitrag zum Verständnis der Messung von Vertrauen, nationaler Unterschiede im Vertrauensniveau und Veränderungen von Vertrauen.

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Item Type:Dissertation (monographical)
Referees:Fehr Ernst, Winkelmann Rainer
Communities & Collections:UZH Dissertations
Dewey Decimal Classification:Unspecified
Language:English
Place of Publication:Zürich
Date:2009
Deposited On:15 May 2019 10:02
Last Modified:07 Apr 2020 07:16
Number of Pages:139
OA Status:Green
Related URLs:https://www.recherche-portal.ch/primo-explore/fulldisplay?docid=ebi01_prod005981380&context=L&vid=ZAD&search_scope=default_scope&tab=default_tab&lang=de_DE (Library Catalogue)

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