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Ursachen und Häufigkeiten einzelner Frakturen bei Pferden, die an eine Privatklinik in Norddeutschland überwiesen wurden : retrospektive Studie 1997-2007


Brunk, Jan C. Ursachen und Häufigkeiten einzelner Frakturen bei Pferden, die an eine Privatklinik in Norddeutschland überwiesen wurden : retrospektive Studie 1997-2007. 2010, University of Zurich, Vetsuisse Faculty.

Abstract

In Europa hat sich die Einzelhaltung von Pferden aus praktischen Gründen durchgesetzt; in den letzten Jahren wurde versucht, die Haltung immer artgerechter zu gestalten, was in einer Zunahme der Gruppenhaltung resultierte. Durch Rangkämpfe kommt es oft zu Verletzungen, die bis hin zu Frakturen führen können. In dieser Arbeit wurde besonderes Augenmerk auf Schlagverletzungen und mögliche prophylaktische Maßnahmen zur Verhinderung von Frakturen gelegt. In einer retrospektiven Studie wurden alle Pferde, die zwischen 1997-2007 an die Pferdeklinik Bargteheide mit einer Fraktur überwiesen wurden, ausgewertet. Es konnten 1002 Frakturen analysiert werden. Die häufigste Ursache für Frakturen war ein äußeres Trauma, wobei die Schlagverletzungen neben Kollisionen mit einem Gegenstand die häufigsten Ursachen waren. Das Griffelbein allgemein war am häufigsten von Knochenbrüchen betroffen. Der häufigste Unfallort war mit etwas über der Hälfte aller Frakturen die Weide. Neben der Frakturhäufigkeit und Ursache wurden Daten über Therapie, diagnostische Mittel, Prognose und Therapieergebnis gesammelt, was viele Informationen für weitere Auswertungen lieferte. Eine Schwierigkeit bei der Erfassung der Daten bestand durch Unklarheiten in den Patientenakten, verursacht durch fehlende Dokumentation durch den Tierarzt oder die Unwissenheit der Besitzer. Eine Schlussfolgerung der Studie ist, dass die Weidehaltung weiter optimiert werden muss, wenn die Frakturenhäufigkeit reduziert werden sollte.


Historically, horses in Europe were primarily kept in individual stalls for practical reasons without consideration of their natural behavioural requirements. During the last few decades, more horse-friendly management systems have been developed and now more horses are kept in groups. However, interactions between herd members, for instance those associated with the establishment of a ranking order, commonly lead to injuries including fractures. This retrospective study focussed on kick injuries and potential prophylactic measures. The medical records of horses referred to the Bargteheide Equine Clinic in Northern Germany from 1997 to 2007 because of a fracture were evaluated. A total of 1,002 fractures were analysed. The most common cause was external trauma attributable to collision of the horse with a solid object; the second most frequent cause was a kick from another horse. The splint bone in general was the most commonly affected bone, and slightly more than half of all fractures occurred while the horses were on pasture. In addition to incidence and causes, other factors such as treatment, diagnostic procedures, prognosis and outcome were analysed. Incomplete medical records due to inadequate data entry or lack of a complete history rendered some analyses difficult. One conclusion of the study was that the management of groups of horses kept on pasture must be further improved to reduce the incidence of fractures.

Abstract

In Europa hat sich die Einzelhaltung von Pferden aus praktischen Gründen durchgesetzt; in den letzten Jahren wurde versucht, die Haltung immer artgerechter zu gestalten, was in einer Zunahme der Gruppenhaltung resultierte. Durch Rangkämpfe kommt es oft zu Verletzungen, die bis hin zu Frakturen führen können. In dieser Arbeit wurde besonderes Augenmerk auf Schlagverletzungen und mögliche prophylaktische Maßnahmen zur Verhinderung von Frakturen gelegt. In einer retrospektiven Studie wurden alle Pferde, die zwischen 1997-2007 an die Pferdeklinik Bargteheide mit einer Fraktur überwiesen wurden, ausgewertet. Es konnten 1002 Frakturen analysiert werden. Die häufigste Ursache für Frakturen war ein äußeres Trauma, wobei die Schlagverletzungen neben Kollisionen mit einem Gegenstand die häufigsten Ursachen waren. Das Griffelbein allgemein war am häufigsten von Knochenbrüchen betroffen. Der häufigste Unfallort war mit etwas über der Hälfte aller Frakturen die Weide. Neben der Frakturhäufigkeit und Ursache wurden Daten über Therapie, diagnostische Mittel, Prognose und Therapieergebnis gesammelt, was viele Informationen für weitere Auswertungen lieferte. Eine Schwierigkeit bei der Erfassung der Daten bestand durch Unklarheiten in den Patientenakten, verursacht durch fehlende Dokumentation durch den Tierarzt oder die Unwissenheit der Besitzer. Eine Schlussfolgerung der Studie ist, dass die Weidehaltung weiter optimiert werden muss, wenn die Frakturenhäufigkeit reduziert werden sollte.


Historically, horses in Europe were primarily kept in individual stalls for practical reasons without consideration of their natural behavioural requirements. During the last few decades, more horse-friendly management systems have been developed and now more horses are kept in groups. However, interactions between herd members, for instance those associated with the establishment of a ranking order, commonly lead to injuries including fractures. This retrospective study focussed on kick injuries and potential prophylactic measures. The medical records of horses referred to the Bargteheide Equine Clinic in Northern Germany from 1997 to 2007 because of a fracture were evaluated. A total of 1,002 fractures were analysed. The most common cause was external trauma attributable to collision of the horse with a solid object; the second most frequent cause was a kick from another horse. The splint bone in general was the most commonly affected bone, and slightly more than half of all fractures occurred while the horses were on pasture. In addition to incidence and causes, other factors such as treatment, diagnostic procedures, prognosis and outcome were analysed. Incomplete medical records due to inadequate data entry or lack of a complete history rendered some analyses difficult. One conclusion of the study was that the management of groups of horses kept on pasture must be further improved to reduce the incidence of fractures.

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Item Type:Dissertation (monographical)
Referees:Fürst Anton, Hässig M
Communities & Collections:05 Vetsuisse Faculty > Veterinary Clinic > Equine Department
05 Vetsuisse Faculty > Veterinary Clinic > Department of Farm Animals
UZH Dissertations
Dewey Decimal Classification:570 Life sciences; biology
630 Agriculture
Language:German
Place of Publication:Zürich
Date:2010
Deposited On:07 Feb 2019 13:13
Last Modified:25 Sep 2019 00:12
Number of Pages:48
OA Status:Green
Related URLs:https://www.recherche-portal.ch/primo-explore/fulldisplay?docid=ebi01_prod006004028&context=L&vid=ZAD&search_scope=default_scope&tab=default_tab&lang=de_DE (Library Catalogue)

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Language: German
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