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Die massgeschneiderte Realität : US-Informationscodes, Netzwerkstrukturen und Machtcodes im Vorfeld des zweiten Golfkriegs 1990/1991


Langer, Thomas. Die massgeschneiderte Realität : US-Informationscodes, Netzwerkstrukturen und Machtcodes im Vorfeld des zweiten Golfkriegs 1990/1991. 2009, University of Zurich, Faculty of Arts.

Abstract

Zusammenfassung Die vorliegende Arbeit prüft ob und in welcher Weise die US-Medien die Weltsicht und die politische Haltung ihres Publikums durch spezifisch aufbereitete Informationen unbemerkt „formieren“. Die politische Dimension medial ausgeführter Meinungsbildungsprozesse findet dabei jeweils über die Ausprägung von Inhalten statt, die ihren eigenen historischen Regeln entsprechen und die innerhalb stabiler politischer Strukturen über Jahre hinweg Themen, Inhalte und Zugangsweisen zu strukturieren vermögen. Diese „Formierung“ durch gezielte Information bedeutet, dass der zielgerichtete Aufbau von Argumenten für die Leser schliesslich dazu führte, bestimmte politische Optionen als die einzig gangbare Handlungsmöglichkeit zu akzeptieren. Für die Leser reflektierte die spezifische Ausprägung der präsentierten Argumente nicht eine bestimmte politische Agenda, sondern folgte gesellschaftlich bestens und seit langem etablierten Konventionen, Denktraditionen und Werten – sie erschienen, mit anderen Worten, daher als fraglos war und einzige Denkmöglichkeit. Wurde diese Strategie enttarnt, zerfielen das kommunikative Argument und die durch sie geschaffene Realität. In diesem Sinne wird zu zeigen sein, inwiefern der amerikanische Mediensektor durch die Herstellung einer solcher Art gleichsam massgeschneiderten (Medien-)Realität in entscheidender Weise daran beteiligt war, durch historisch verankerte Mechanismen und Regeln des politischen Diskurses Krisenpolitik und Kriege zu legitimieren – oder ggf. auch zu stoppen.

Abstract The available work examines whether and in which way the US media formed the world view and the political attitude unnoticed by its public through specifically prepared information. The political dimension of medially implemented processes to form an opinion takes place in each case over the development of contents, which correspond to their own historical rules and were able to structure within stable political structures over years topics, contents and entrance ways. This „forming“ by purposeful information means the acceptance of purposeful structure of arguments for the readers finally led to certain political options as the only passable course of action. For the readers, the specific development of the presented arguments did not reflected a certain political agenda, but followed thinking traditions, long established values socially in the best way and conventions - it appeared, in other words, as undoubtedly true and the only thinking possibility. If this strategy was unmasked, the communicative argument and the reality created by it disintegrated. In this sense it will have to be shown to what extent the American media sector was involved in the production of a custom-made (media-)reality to legitimize or, if necessary, also to stop, crisis politics and wars by historically embodied mechanisms and rules of the political discourse.

Abstract

Zusammenfassung Die vorliegende Arbeit prüft ob und in welcher Weise die US-Medien die Weltsicht und die politische Haltung ihres Publikums durch spezifisch aufbereitete Informationen unbemerkt „formieren“. Die politische Dimension medial ausgeführter Meinungsbildungsprozesse findet dabei jeweils über die Ausprägung von Inhalten statt, die ihren eigenen historischen Regeln entsprechen und die innerhalb stabiler politischer Strukturen über Jahre hinweg Themen, Inhalte und Zugangsweisen zu strukturieren vermögen. Diese „Formierung“ durch gezielte Information bedeutet, dass der zielgerichtete Aufbau von Argumenten für die Leser schliesslich dazu führte, bestimmte politische Optionen als die einzig gangbare Handlungsmöglichkeit zu akzeptieren. Für die Leser reflektierte die spezifische Ausprägung der präsentierten Argumente nicht eine bestimmte politische Agenda, sondern folgte gesellschaftlich bestens und seit langem etablierten Konventionen, Denktraditionen und Werten – sie erschienen, mit anderen Worten, daher als fraglos war und einzige Denkmöglichkeit. Wurde diese Strategie enttarnt, zerfielen das kommunikative Argument und die durch sie geschaffene Realität. In diesem Sinne wird zu zeigen sein, inwiefern der amerikanische Mediensektor durch die Herstellung einer solcher Art gleichsam massgeschneiderten (Medien-)Realität in entscheidender Weise daran beteiligt war, durch historisch verankerte Mechanismen und Regeln des politischen Diskurses Krisenpolitik und Kriege zu legitimieren – oder ggf. auch zu stoppen.

Abstract The available work examines whether and in which way the US media formed the world view and the political attitude unnoticed by its public through specifically prepared information. The political dimension of medially implemented processes to form an opinion takes place in each case over the development of contents, which correspond to their own historical rules and were able to structure within stable political structures over years topics, contents and entrance ways. This „forming“ by purposeful information means the acceptance of purposeful structure of arguments for the readers finally led to certain political options as the only passable course of action. For the readers, the specific development of the presented arguments did not reflected a certain political agenda, but followed thinking traditions, long established values socially in the best way and conventions - it appeared, in other words, as undoubtedly true and the only thinking possibility. If this strategy was unmasked, the communicative argument and the reality created by it disintegrated. In this sense it will have to be shown to what extent the American media sector was involved in the production of a custom-made (media-)reality to legitimize or, if necessary, also to stop, crisis politics and wars by historically embodied mechanisms and rules of the political discourse.

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Item Type:Dissertation (monographical)
Referees:Sarasin Philipp, Krieger David
Communities & Collections:UZH Dissertations
Dewey Decimal Classification:Unspecified
Language:German
Place of Publication:Zürich
Date:2009
Deposited On:22 May 2019 14:15
Last Modified:25 Sep 2019 00:12
Number of Pages:289
OA Status:Green
Related URLs:https://www.recherche-portal.ch/primo-explore/fulldisplay?docid=ebi01_prod006018676&context=L&vid=ZAD&search_scope=default_scope&tab=default_tab&lang=de_DE (Library Catalogue)

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