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Eritis sicut Deus : Konstruktionen und Konturierungen des Bösen : ein Panoptikum von Bösewichtern


Litscher, Peter. Eritis sicut Deus : Konstruktionen und Konturierungen des Bösen : ein Panoptikum von Bösewichtern. 2010, University of Zurich, Faculty of Arts.

Abstract

Die vorliegende Arbeit will einerseits das Böse als eine moralisch negative Grösse anhand eines mehrdimensionalen Kriterienrasters bestimmen, andererseits die Bösen, nämlich berühmte Bösewichter der deutschsprachigen Literatur vom 12. bis zum 20. Jahrhundert, vom Rolandslied bis zu Jakob Wassermanns Roman Der Fall Maurizius, genauer untersuchen. Den Fallstudien aus der Literatur stellt diese Arbeit solche aus der Philosophie, der Theologie, der Psychologie, der Historie und der Jurisprudenz an die Seite. Die Konstruktionen des Bösen werden in drei Dimensionen verortet, indem gefragt wird: Wie wird das Böse darstellerisch heraufbeschworen? (Deskriptives) Auf welche Ursachen wird das Böse zurückgeführt? (Ätiologisches) Wie gehen die Menschen mit dem Bösen um? (Coping strategies). Das Ziel dieser Recherchen war es, trotz der vielen unterschiedlichen Ausprägungen das Böse typologisch zu bestimmen. Die Frage, was das Böse sei, lässt sich allerdings nicht beantworten, lediglich bei der Frage, woher es komme, schälen sich zwei Antworten als grundsätzliche Möglichkeiten heraus: aus dem Menschen direkt entstammend oder aber aus Kräften, die ausserhalb des Menschen anzusetzen sind. Bei den Bösewichtern ist es leichter, Gemeinsamkeiten ausfindig zu machen. So gehört die Lüge zu ihrer Grundausstattung; die meisten sind offensichtlich klug, zur Liebe unfähig und zum gesellschaftlichen Aussenseitertum prädestiniert.

This dissertation aims on the one hand to determine evil as a morally negative quantity, using a multidimensional criteria matrix. On the other hand it analyses evil characters, i.e. famous villains of German literature from the 12th to the 20th centuries, from the Rolandslied to Jakob Wassermann’s novel Der Fall Maurizius. The literary case studies are complemented by ex- amples from philosophy, theology, psychology, history and jurisprudence. The constructions of evil are located in three dimensions, by asking questions such as: How is evil evoked? (Descriptions) What causes is evil attributed to? (Aetiologies) How do humans deal with evil? (Coping strategies). The objective was to arrive at a typological determination of evil, in spite of its many differ- ent forms. The question what evil is, however, cannot be answered; only the question where evil originates from yields two fundamental possibilities: it either stems directly from within humans or from forces which are to be set outside humans. Evil characters, on the other hand, display more similarities: lies are their basis; most villains are obviously intelligent, incapable of love and predestined to be social outsiders.

Abstract

Die vorliegende Arbeit will einerseits das Böse als eine moralisch negative Grösse anhand eines mehrdimensionalen Kriterienrasters bestimmen, andererseits die Bösen, nämlich berühmte Bösewichter der deutschsprachigen Literatur vom 12. bis zum 20. Jahrhundert, vom Rolandslied bis zu Jakob Wassermanns Roman Der Fall Maurizius, genauer untersuchen. Den Fallstudien aus der Literatur stellt diese Arbeit solche aus der Philosophie, der Theologie, der Psychologie, der Historie und der Jurisprudenz an die Seite. Die Konstruktionen des Bösen werden in drei Dimensionen verortet, indem gefragt wird: Wie wird das Böse darstellerisch heraufbeschworen? (Deskriptives) Auf welche Ursachen wird das Böse zurückgeführt? (Ätiologisches) Wie gehen die Menschen mit dem Bösen um? (Coping strategies). Das Ziel dieser Recherchen war es, trotz der vielen unterschiedlichen Ausprägungen das Böse typologisch zu bestimmen. Die Frage, was das Böse sei, lässt sich allerdings nicht beantworten, lediglich bei der Frage, woher es komme, schälen sich zwei Antworten als grundsätzliche Möglichkeiten heraus: aus dem Menschen direkt entstammend oder aber aus Kräften, die ausserhalb des Menschen anzusetzen sind. Bei den Bösewichtern ist es leichter, Gemeinsamkeiten ausfindig zu machen. So gehört die Lüge zu ihrer Grundausstattung; die meisten sind offensichtlich klug, zur Liebe unfähig und zum gesellschaftlichen Aussenseitertum prädestiniert.

This dissertation aims on the one hand to determine evil as a morally negative quantity, using a multidimensional criteria matrix. On the other hand it analyses evil characters, i.e. famous villains of German literature from the 12th to the 20th centuries, from the Rolandslied to Jakob Wassermann’s novel Der Fall Maurizius. The literary case studies are complemented by ex- amples from philosophy, theology, psychology, history and jurisprudence. The constructions of evil are located in three dimensions, by asking questions such as: How is evil evoked? (Descriptions) What causes is evil attributed to? (Aetiologies) How do humans deal with evil? (Coping strategies). The objective was to arrive at a typological determination of evil, in spite of its many differ- ent forms. The question what evil is, however, cannot be answered; only the question where evil originates from yields two fundamental possibilities: it either stems directly from within humans or from forces which are to be set outside humans. Evil characters, on the other hand, display more similarities: lies are their basis; most villains are obviously intelligent, incapable of love and predestined to be social outsiders.

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Item Type:Dissertation (monographical)
Referees:Michel Paul, Stadler Ulrich
Communities & Collections:UZH Dissertations
Dewey Decimal Classification:Unspecified
Language:German
Place of Publication:Zürich
Date:2010
Deposited On:31 May 2019 10:37
Last Modified:25 Sep 2019 00:13
Number of Pages:303
OA Status:Green
Related URLs:https://www.recherche-portal.ch/primo-explore/fulldisplay?docid=ebi01_prod006269858&context=L&vid=ZAD&search_scope=default_scope&tab=default_tab&lang=de_DE (Library Catalogue)

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Content: Published Version
Language: German
Filetype: PDF
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