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Die Zürcher Stufenplanstudie : Vergleich systematischer Therapiealgorithmen mit der Standardbehandlung bei Patienten mit unipolarer Depression und deren neuropsychologische Charakterisierung im Verlauf


Montani, Tristan. Die Zürcher Stufenplanstudie : Vergleich systematischer Therapiealgorithmen mit der Standardbehandlung bei Patienten mit unipolarer Depression und deren neuropsychologische Charakterisierung im Verlauf. 2011, University of Zurich, Faculty of Arts.

Abstract

Trotz der erheblichen Zunahme an Behandlungsoptionen und neuen, besser verträglichen Substanzen, bleiben therapieresistente depressive Störungen bis heute ein großes Problem. Ein Ansatzpunkt zur Verbesserung der Behandlungsergebnisse liegt in der Optimierung des Therapieprozesses durch die Anwendung von Therapiealgorithmen. Diese umfassen strukturierte und systematische Behandlungsempfehlungen für den Fall, dass eine adäquate antidepressive Monotherapie nicht zu dem zuvor definierten Behandlungserfolg führt. Im Rahmen der Zürcher Stufenplanstudie (www.zuercher-stufenplanstudie.ch) wurde in der Clienia Privatklinik Schlössli in Oetwil am See die algorithmusgestützte Depressionsbehandlung im Vergleich zur üblichen Therapie nach freier Arztentscheidung einer Evaluation unterzogen. Zusätzlich wurden in einem längsschnittlichen Design neuropsychologische Tests durchgeführt, welche die Bereiche Gedächtnis, Aufmerksamkeit und exekutive Funktionen beinhalteten. Das Ziel war eine detaillierte Charakterisierung kognitiver Beeinträchtigungen bei depressiven Patienten und deren Bedeutung für den weiteren Verlauf der Erkrankung. Nur wenige Befunde liegen nämlich zur Frage vor, ob kognitive Defizite im remittierten Zustand persistieren. Die Ergebnisse dieser und weiterer Algorithmusstudien, die in dieser Dissertation dargestellt werden, zeigen den Nutzen systematischer Therapiealgorithmen in der Depressionsbehandlung in Bezug auf das Therapieergebnis und die Qualität der Behandlung. Die Ergebnisse der neuropsychologischen Untersuchung verdeutlichen die umfassenden kognitiven Beeinträchtigungen, die unabhänigig von der Remission der Depression weiter bestehen können und soll die Relevanz kognitiver Rehabilitationsmassnahmen hervorheben. Ziel der weiteren Algorithmusforschung liegt in der Identifizierung von geeigneten klinischen oder biologischen Parametern, die eine effektive Individualisierung algorithmusgestützter Therapie ermöglichen.

Despite the enormous increase in treatment options and the development of new and better tolerated substances, treatment resistance remains a major clinical problem in the therapy of major depression. Treatment algorithms are therefore considered as key instruments in optimizing the treatment of depressive disorders. They offer structured and systematic treatment recommendations for the case of incomplete response to an adequately performed antidepressant monotherapy. The Zurich algorithm-guided treatment trial (“Zürcher Stufenplanstudie”, www.zuercher-stufenplanstudie.ch) in the Clienia Privat Clinic Schlössli in Oetwil am See aimed at comparing algorithm-guided treatments with treatment as usual. Additionally neuropsychological test comprehending the domains of memory, attention and executive functions were administered in a longitudinal design. The aim was a detailed characterization of the cognitive deficits of depressed patients and the significance for the further course of the disease. Only a few findings are discussing the question whether cognitive deficits persists after remission. Our results and other algorithm studies, which are reviewed in this dissertation, show the benefit of treatment algorithms for treatment outcome and treatment quality. The results of the neuropsycological examination illustrates the vast cognitive deficits that can independently persists from the remission of depression and should emphasize the relevance of rehabilitation measures. Valid clinical or pharmacogenetic predictors of response are needed to further tailor specific algorithms to individual patients.

Abstract

Trotz der erheblichen Zunahme an Behandlungsoptionen und neuen, besser verträglichen Substanzen, bleiben therapieresistente depressive Störungen bis heute ein großes Problem. Ein Ansatzpunkt zur Verbesserung der Behandlungsergebnisse liegt in der Optimierung des Therapieprozesses durch die Anwendung von Therapiealgorithmen. Diese umfassen strukturierte und systematische Behandlungsempfehlungen für den Fall, dass eine adäquate antidepressive Monotherapie nicht zu dem zuvor definierten Behandlungserfolg führt. Im Rahmen der Zürcher Stufenplanstudie (www.zuercher-stufenplanstudie.ch) wurde in der Clienia Privatklinik Schlössli in Oetwil am See die algorithmusgestützte Depressionsbehandlung im Vergleich zur üblichen Therapie nach freier Arztentscheidung einer Evaluation unterzogen. Zusätzlich wurden in einem längsschnittlichen Design neuropsychologische Tests durchgeführt, welche die Bereiche Gedächtnis, Aufmerksamkeit und exekutive Funktionen beinhalteten. Das Ziel war eine detaillierte Charakterisierung kognitiver Beeinträchtigungen bei depressiven Patienten und deren Bedeutung für den weiteren Verlauf der Erkrankung. Nur wenige Befunde liegen nämlich zur Frage vor, ob kognitive Defizite im remittierten Zustand persistieren. Die Ergebnisse dieser und weiterer Algorithmusstudien, die in dieser Dissertation dargestellt werden, zeigen den Nutzen systematischer Therapiealgorithmen in der Depressionsbehandlung in Bezug auf das Therapieergebnis und die Qualität der Behandlung. Die Ergebnisse der neuropsychologischen Untersuchung verdeutlichen die umfassenden kognitiven Beeinträchtigungen, die unabhänigig von der Remission der Depression weiter bestehen können und soll die Relevanz kognitiver Rehabilitationsmassnahmen hervorheben. Ziel der weiteren Algorithmusforschung liegt in der Identifizierung von geeigneten klinischen oder biologischen Parametern, die eine effektive Individualisierung algorithmusgestützter Therapie ermöglichen.

Despite the enormous increase in treatment options and the development of new and better tolerated substances, treatment resistance remains a major clinical problem in the therapy of major depression. Treatment algorithms are therefore considered as key instruments in optimizing the treatment of depressive disorders. They offer structured and systematic treatment recommendations for the case of incomplete response to an adequately performed antidepressant monotherapy. The Zurich algorithm-guided treatment trial (“Zürcher Stufenplanstudie”, www.zuercher-stufenplanstudie.ch) in the Clienia Privat Clinic Schlössli in Oetwil am See aimed at comparing algorithm-guided treatments with treatment as usual. Additionally neuropsychological test comprehending the domains of memory, attention and executive functions were administered in a longitudinal design. The aim was a detailed characterization of the cognitive deficits of depressed patients and the significance for the further course of the disease. Only a few findings are discussing the question whether cognitive deficits persists after remission. Our results and other algorithm studies, which are reviewed in this dissertation, show the benefit of treatment algorithms for treatment outcome and treatment quality. The results of the neuropsycological examination illustrates the vast cognitive deficits that can independently persists from the remission of depression and should emphasize the relevance of rehabilitation measures. Valid clinical or pharmacogenetic predictors of response are needed to further tailor specific algorithms to individual patients.

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Item Type:Dissertation (monographical)
Referees:Haug Hans-Joachim, Keck Martin Ekkehard
Communities & Collections:UZH Dissertations
Dewey Decimal Classification:Unspecified
Language:German
Place of Publication:Zürich
Date:2011
Deposited On:24 May 2019 07:46
Last Modified:25 Sep 2019 00:13
Number of Pages:235
OA Status:Green
Related URLs:https://www.recherche-portal.ch/primo-explore/fulldisplay?docid=ebi01_prod006609057&context=L&vid=ZAD&search_scope=default_scope&tab=default_tab&lang=de_DE (Library Catalogue)

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Language: German
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