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Die Diskrepanzen im Bereich Autismus : eine Untersuchung aus sonderpädagogischer Sicht


Badilatti Steger, Corinna Laura. Die Diskrepanzen im Bereich Autismus : eine Untersuchung aus sonderpädagogischer Sicht. 2013, University of Zurich, Faculty of Arts.

Abstract

In der vorliegenden Arbeit geht es darum, in einem ersten Schritt die Diskrepanzen im Bereich der Autismusforschung aus sonderpädagogischer Sicht aufzudecken und zu beleuchten. In einem zweiten Schritt wird diskutiert, wie man diese Lücken schliessen könnte. Relevant für die Sonderpädagogik ist die vorliegende Arbeit insofern, weil sie sich als eine von verschiedenen Disziplinen mit dem Phänomen Autismus befasst und eine herausragende Stellung hat, da sie die Ziele Erziehung und Bildung verfolgt, welche massgebend für Autonomie und soziale sowie berufliche Integration eines Menschen sind. Entwicklungsbeeinträchtigungen wie Autismus zu erklären und adäquate Fördermassnahmen zu entwickeln, um die Ziele Erziehung und Bildung erreichen zu können, sind unter anderem Aufgaben der Sonderpädagogik, wobei meistens ein biopsychosoziales Modell der menschlichen Entwicklung als Basis dient. Die Sonderpädagogik berücksichtigt dabei gerade auch in Bezug auf Autismus sowohl biologische und psychologische Faktoren als auch die sozialen Auswirkungen sowie die für die menschliche Entwicklung wichtigen individuellen Voraussetzungen (beispielsweise Lernprozesse). Sonderpädagogische Fördermassnahmen können also nicht adäquat entwickelt werden, wenn die sozialen Faktoren des Autismus zu wenig oder nicht berücksichtigt werden. Falls die Sonderpädagogik somit auch im Bereich Autismus neue Fördermassnahmen entwickeln soll, muss sie sich zwangsläufig mit Fragen bezüglich der Forschungslücken auseinandersetzen. Grundsätzlich ist von grosser Bedeutung, dass die sonderpädagogische Praxis in Bezug auf Autismus Fragen an die sonderpädagogische Forschung hat, welche es zu beantworten und lösen gilt. Die Neurowissenschaften, die Biologie, Medizin und Psychologie sind vor allem auf dem Feld der Ursachen des Autismus stark und dienen der Sonderpädagogik als Grundlagenforschung, um Autismus besser erklären und/oder verstehen zu können. Obwohl sich aktuell wieder vermehrt Forscher mit der Frage nach geeigneten Fördermassnahmen beschäftigen, scheinen in der Autismusforschung nach wie vor Lücken vorhanden zu sein, man könnte im Vergleich zu früher aktuell sogar von einer Stagnation im Bereich der Therapieforschung sprechen. Womit diese Forschungslücke zusammenhängt und ob diese tatsächlich vorhanden ist, ist unter anderem Gegenstand der vorliegenden Dissertation und es haben sich für die vorliegende Arbeit nun die nachstehenden Arbeitsfragen ergeben: Ist eine Diskrepanz zwischen der sonderpädagogischen Praxis und der sonderpädagogischen Forschung vorhanden und wenn ja, welche?

Abstract

In der vorliegenden Arbeit geht es darum, in einem ersten Schritt die Diskrepanzen im Bereich der Autismusforschung aus sonderpädagogischer Sicht aufzudecken und zu beleuchten. In einem zweiten Schritt wird diskutiert, wie man diese Lücken schliessen könnte. Relevant für die Sonderpädagogik ist die vorliegende Arbeit insofern, weil sie sich als eine von verschiedenen Disziplinen mit dem Phänomen Autismus befasst und eine herausragende Stellung hat, da sie die Ziele Erziehung und Bildung verfolgt, welche massgebend für Autonomie und soziale sowie berufliche Integration eines Menschen sind. Entwicklungsbeeinträchtigungen wie Autismus zu erklären und adäquate Fördermassnahmen zu entwickeln, um die Ziele Erziehung und Bildung erreichen zu können, sind unter anderem Aufgaben der Sonderpädagogik, wobei meistens ein biopsychosoziales Modell der menschlichen Entwicklung als Basis dient. Die Sonderpädagogik berücksichtigt dabei gerade auch in Bezug auf Autismus sowohl biologische und psychologische Faktoren als auch die sozialen Auswirkungen sowie die für die menschliche Entwicklung wichtigen individuellen Voraussetzungen (beispielsweise Lernprozesse). Sonderpädagogische Fördermassnahmen können also nicht adäquat entwickelt werden, wenn die sozialen Faktoren des Autismus zu wenig oder nicht berücksichtigt werden. Falls die Sonderpädagogik somit auch im Bereich Autismus neue Fördermassnahmen entwickeln soll, muss sie sich zwangsläufig mit Fragen bezüglich der Forschungslücken auseinandersetzen. Grundsätzlich ist von grosser Bedeutung, dass die sonderpädagogische Praxis in Bezug auf Autismus Fragen an die sonderpädagogische Forschung hat, welche es zu beantworten und lösen gilt. Die Neurowissenschaften, die Biologie, Medizin und Psychologie sind vor allem auf dem Feld der Ursachen des Autismus stark und dienen der Sonderpädagogik als Grundlagenforschung, um Autismus besser erklären und/oder verstehen zu können. Obwohl sich aktuell wieder vermehrt Forscher mit der Frage nach geeigneten Fördermassnahmen beschäftigen, scheinen in der Autismusforschung nach wie vor Lücken vorhanden zu sein, man könnte im Vergleich zu früher aktuell sogar von einer Stagnation im Bereich der Therapieforschung sprechen. Womit diese Forschungslücke zusammenhängt und ob diese tatsächlich vorhanden ist, ist unter anderem Gegenstand der vorliegenden Dissertation und es haben sich für die vorliegende Arbeit nun die nachstehenden Arbeitsfragen ergeben: Ist eine Diskrepanz zwischen der sonderpädagogischen Praxis und der sonderpädagogischen Forschung vorhanden und wenn ja, welche?

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Item Type:Dissertation (monographical)
Referees:Hoyningen-Süess Ursula, Meyer Martin
Communities & Collections:UZH Dissertations
Dewey Decimal Classification:Unspecified
Language:German
Place of Publication:Zürich
Date:2013
Deposited On:10 Apr 2019 14:30
Last Modified:15 Apr 2021 15:01
Number of Pages:169
OA Status:Green

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Language: German
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