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Speiseröhrendivertikel (ohne krikopharyngeale Divertikel)


Gutschow, C A; Schmidt, H (2018). Speiseröhrendivertikel (ohne krikopharyngeale Divertikel). Der Chirurg, 89(5):401-412.

Abstract

Speiseröhrendivertikel bilden sich in der Regel auf dem Boden einer vorbestehenden Motilitätsstörung. Durch die veränderten intraösophagealen Druckverhältnisse kommt es zu einer Aussackung der Mukosa und Submukosa durch Lücken im Muskelmantel. Man spricht in diesen Fällen daher auch von Pulsions- oder „falschen“ Divertikeln. Erheblich seltener sind die sog. „echten“ oder Traktionsdivertikel der Speiseröhre, die als Folge entzündlicher Verklebungen der Speiseröhre mit trachealen und bronchialen Lymphknotenkonglomeraten entstehen. Grundsätzlich können Divertikel im Verlauf der gesamten Speiseröhre auftreten, am häufigsten ist jedoch eine distale Lokalisation im unteren Speiseröhrendrittel. Diese Befunde werden auch als epiphrenische Divertikel bezeichnet. Beide Entitäten bedürfen einer individuellen internistisch-chirurgischen Abstimmung des therapeutischen Prozedere. Aufgrund der nicht unerheblichen perioperativen Morbidität sollte eine chirurgische Versorgung nur unter strenger Indikationsstellung bei entsprechender Symptomatik erfolgen.

Abstract

Speiseröhrendivertikel bilden sich in der Regel auf dem Boden einer vorbestehenden Motilitätsstörung. Durch die veränderten intraösophagealen Druckverhältnisse kommt es zu einer Aussackung der Mukosa und Submukosa durch Lücken im Muskelmantel. Man spricht in diesen Fällen daher auch von Pulsions- oder „falschen“ Divertikeln. Erheblich seltener sind die sog. „echten“ oder Traktionsdivertikel der Speiseröhre, die als Folge entzündlicher Verklebungen der Speiseröhre mit trachealen und bronchialen Lymphknotenkonglomeraten entstehen. Grundsätzlich können Divertikel im Verlauf der gesamten Speiseröhre auftreten, am häufigsten ist jedoch eine distale Lokalisation im unteren Speiseröhrendrittel. Diese Befunde werden auch als epiphrenische Divertikel bezeichnet. Beide Entitäten bedürfen einer individuellen internistisch-chirurgischen Abstimmung des therapeutischen Prozedere. Aufgrund der nicht unerheblichen perioperativen Morbidität sollte eine chirurgische Versorgung nur unter strenger Indikationsstellung bei entsprechender Symptomatik erfolgen.

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Item Type:Journal Article, refereed, further contribution
Communities & Collections:04 Faculty of Medicine > University Hospital Zurich > Clinic for Visceral and Transplantation Surgery
Dewey Decimal Classification:610 Medicine & health
Uncontrolled Keywords:Surgery
Language:German
Date:1 May 2018
Deposited On:28 Feb 2019 13:36
Last Modified:28 Feb 2019 13:37
Publisher:Springer
ISSN:0009-4722
OA Status:Closed
Publisher DOI:https://doi.org/10.1007/s00104-017-0588-8

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