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Konkurrenz, Konflikt und Kampf : agonale Konstellationen in der Kaiserchronik


Baumgartner, Susanne. Konkurrenz, Konflikt und Kampf : agonale Konstellationen in der Kaiserchronik. 2013, University of Zurich, Faculty of Arts.

Abstract

Die Arbeit widmet sich der ersten deutschen Reimchronik, der sogenannten Kaiserchronik aus dem 12. Jahrhundert, welche in rund 18'000 Versen die Geschichte des Römischen Kaiserreichs von seinen Anfängen bis in die zeitgenössische Gegenwart erzählt. Der Fokus der Arbeit liegt in der Analyse von agonalen Konstellationen, also jeglichen Formen des Wettstreits und der kompetitiven Aushandlung und Ausstellung von Überlegenheit. Dafür stellt die Arbeit ein eigenes Instrumentarium und Leitaspekte bereit. Der Schwerpunkt der Textanalysen bildet die Untersuchung von Überlegenheitsinszenierungen im religiösen Bereich, deren Spezifika beispielsweise darin liegen, dass Niederlagen als Siege und Bedrohungen als Chancen gedeutet oder Kampfsituationen als Modus der göttlichen Offenbarung inszeniert werden. Diese Spezifika werden auch im Kontrast zu agonalen Konstellationen im herrschaftspolitischen Bereich herausgestellt. Der Fokus auf Agonalitätmacht sichtbar, dass die Kaiserchronik nicht dem vermeintlichen Grundnarrativ der allmählichen Etablierung des Christentums im Reich folgt. Vielmehr muss sich die Superiorität des christlichen Glaubens in zahlreichen agonalen Konstellationen immer wieder neu erweisen und bewähren. Dabei erweist sich gerade der agonale Aushandlungsmodus von religiösen Fragen als besonders prekär: Er steht in Spannung zum christlichen Gebot der Demut und des Gewaltverzichts und stellt mit der Suggestion des offenen Ausgangs die Glaubenswahrheit zur Disposition.

Abstract

Die Arbeit widmet sich der ersten deutschen Reimchronik, der sogenannten Kaiserchronik aus dem 12. Jahrhundert, welche in rund 18'000 Versen die Geschichte des Römischen Kaiserreichs von seinen Anfängen bis in die zeitgenössische Gegenwart erzählt. Der Fokus der Arbeit liegt in der Analyse von agonalen Konstellationen, also jeglichen Formen des Wettstreits und der kompetitiven Aushandlung und Ausstellung von Überlegenheit. Dafür stellt die Arbeit ein eigenes Instrumentarium und Leitaspekte bereit. Der Schwerpunkt der Textanalysen bildet die Untersuchung von Überlegenheitsinszenierungen im religiösen Bereich, deren Spezifika beispielsweise darin liegen, dass Niederlagen als Siege und Bedrohungen als Chancen gedeutet oder Kampfsituationen als Modus der göttlichen Offenbarung inszeniert werden. Diese Spezifika werden auch im Kontrast zu agonalen Konstellationen im herrschaftspolitischen Bereich herausgestellt. Der Fokus auf Agonalitätmacht sichtbar, dass die Kaiserchronik nicht dem vermeintlichen Grundnarrativ der allmählichen Etablierung des Christentums im Reich folgt. Vielmehr muss sich die Superiorität des christlichen Glaubens in zahlreichen agonalen Konstellationen immer wieder neu erweisen und bewähren. Dabei erweist sich gerade der agonale Aushandlungsmodus von religiösen Fragen als besonders prekär: Er steht in Spannung zum christlichen Gebot der Demut und des Gewaltverzichts und stellt mit der Suggestion des offenen Ausgangs die Glaubenswahrheit zur Disposition.

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Additional indexing

Item Type:Dissertation (monographical)
Referees:Schnyder Mireille
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of German Studies
Dewey Decimal Classification:430 German & related languages
Language:German
Date:2013
Deposited On:23 Mar 2019 16:38
Last Modified:25 Sep 2019 00:31
Number of Pages:252
OA Status:Closed
Free access at:Related URL. An embargo period may apply.
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