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Lernplattformen und neue Unterrichtskultur


Frey, André; Petko, Dominik (2010). Lernplattformen und neue Unterrichtskultur. In: Petko, Dominik. Lernplattformen in Schulen: Ansätze für E-Learning und Blended Learning in Präsenzklassen. Wiesbaden, Germany: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 53-62.

Abstract

Mit dem Einsatz digitaler Medien im Unterricht wurde fast immer auch die Erwartung eines Wandels der Lehr- und Lernkultur verbunden. Nachdem sich die Hoffnungen in den Anfängen des computerunterstützten Lernens vor allem auf optimierte Instruktion und automatisiertes Feedback richteten, stand spätestens seit Mitte der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts verstärkt die Förderung einer konstruktivistischen Unterrichts- und Lernkultur im Zentrum (vgl. Jonassen, 1999; Mandl & Reinmann-Rothmeier, 1998; Derry & Lajoie, 1993). Trotz ihrer Konjunktur sind die Begriffe des "konstruktivistischen Lernens" bzw. des "konstruktivistischen Unterrichts" relativ unscharf (vgl. Richardson, 2003; Duffy & Cunningham, 1996). Zentrales Element ist die Leitidee eines selbstbestimmten, aktiven und entdeckenden Lernens. Anstatt bestehendes und instruktional präsentiertes Wissen nachzuvollziehen, haben Lernende in konstruktivistischen Lernarrangements verstärkt die Möglichkeit, eigenständige Einsichten und Theorien über Sachverhalte aufzubauen. Lehrpersonen verstehen ihre Rolle dabei weniger als Wissensvermittlung sondern vermehrt als Lernbegleitung, wobei sie offene Problemstellungen entwerfen und stützende Hilfen anbieten. Weitere gängige Aspekte konstruktivistischen Lernens betreffen u. a. die explizite Anknüpfung an das Vorwissen, die experimentierende Arbeit an alltagsnah situierten Problemstellungen, die Möglichkeit zum Dialog in Lerngruppen und die Reflexion der eigenen Lernziele, Lernwege und Lernerträge. Heute haben vielfältige Lernarrangements den Anspruch, konstruktivistisches Lernen prototypisch umzusetzen. Dazu gehören z. B. Ansätze wie problem-based-learning, inquiry learning, cognitive apprenticeship und anchored instruction, die cognitive flexibility theory oder die Partizipation in knowledge building communities.

Abstract

Mit dem Einsatz digitaler Medien im Unterricht wurde fast immer auch die Erwartung eines Wandels der Lehr- und Lernkultur verbunden. Nachdem sich die Hoffnungen in den Anfängen des computerunterstützten Lernens vor allem auf optimierte Instruktion und automatisiertes Feedback richteten, stand spätestens seit Mitte der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts verstärkt die Förderung einer konstruktivistischen Unterrichts- und Lernkultur im Zentrum (vgl. Jonassen, 1999; Mandl & Reinmann-Rothmeier, 1998; Derry & Lajoie, 1993). Trotz ihrer Konjunktur sind die Begriffe des "konstruktivistischen Lernens" bzw. des "konstruktivistischen Unterrichts" relativ unscharf (vgl. Richardson, 2003; Duffy & Cunningham, 1996). Zentrales Element ist die Leitidee eines selbstbestimmten, aktiven und entdeckenden Lernens. Anstatt bestehendes und instruktional präsentiertes Wissen nachzuvollziehen, haben Lernende in konstruktivistischen Lernarrangements verstärkt die Möglichkeit, eigenständige Einsichten und Theorien über Sachverhalte aufzubauen. Lehrpersonen verstehen ihre Rolle dabei weniger als Wissensvermittlung sondern vermehrt als Lernbegleitung, wobei sie offene Problemstellungen entwerfen und stützende Hilfen anbieten. Weitere gängige Aspekte konstruktivistischen Lernens betreffen u. a. die explizite Anknüpfung an das Vorwissen, die experimentierende Arbeit an alltagsnah situierten Problemstellungen, die Möglichkeit zum Dialog in Lerngruppen und die Reflexion der eigenen Lernziele, Lernwege und Lernerträge. Heute haben vielfältige Lernarrangements den Anspruch, konstruktivistisches Lernen prototypisch umzusetzen. Dazu gehören z. B. Ansätze wie problem-based-learning, inquiry learning, cognitive apprenticeship und anchored instruction, die cognitive flexibility theory oder die Partizipation in knowledge building communities.

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Item Type:Book Section, not_refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Education
Dewey Decimal Classification:370 Education
Language:German
Date:2010
Deposited On:22 May 2019 09:45
Last Modified:15 Apr 2021 15:06
Publisher:VS Verlag für Sozialwissenschaften
ISBN:978-3-531-16718-3
OA Status:Closed
Publisher DOI:https://doi.org/10.1007/978-3-531-92299-7_4
Related URLs:https://www.zora.uzh.ch/id/eprint/170453/

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