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Fallstudien zur Nutzung von Lernplattformen in Schulen


Petko, Dominik (2010). Fallstudien zur Nutzung von Lernplattformen in Schulen. In: Petko, Dominik. Lernplattformen in Schulen: Ansätze für E-Learning und Blended Learning in Präsenzklassen. Wiesbaden, Germany: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 63-77.

Abstract

Fallstudien haben für die Entwicklung einer Theorie des E-Learning und Blended Learning an Schulen sowohl einen theoretischen als auch einen praktischen Wert. Während statistische Analysen Aufschlüsse über allgemeine Nutzungsweisen und die diesbezüglichen Einflussfaktoren geben, illustrieren Fallstudien das mögliche Zusammenspiel und die Variationsbreite dieser Zusammenhänge. Fallstudien werden heute nicht mehr nur explorative, hypothesengenerierende Potenziale zugesprochen, sondern sie ermöglichen, sorgfältige Anwendung qualitativer Erhebungs- und Auswertungsmethoden vorausgesetzt, auch verallgemeinerbare Aussagen für den untersuchten Gegenstandsbereich (vgl. z. B. Yin, 2003). Entscheidend ist hierfür die sorgfältige Auswahl der untersuchten Fälle, wobei vor allem besonders extreme oder nachweislich typische Fallstudien aufschlussreiche Beobachtungen zulassen (vgl. Merkens, 1997). Ebenso wichtig ist die systematische Erhebung, Aufbereitung und Auswertung des Datenmaterials. Dogmatismen älterer Ansätze werden dabei zunehmend überwunden, ohne zugleich das Leitprinzip der Offenheit qualitativer Forschung aufzugeben. In neueren Ansätzen wird nicht mehr nur rein induktiv gearbeitet, sondern unter sinnvollem Einbezug theoretischer Vorüberlegungen (vgl. Kelle & Kluge, 1999). Qualitative Auswertungen geschehen verstärkt auch unter Einbezug quantitativer Verfahren, so dass bei steigender Fallzahl die Übergänge zwischen qualitativer und quantitativer Forschung mittlerweile fließend sind (vgl. Mayring, 2001). Die fast schon traditionellen Kritikpunkte an qualitativer Forschung, z. B. "Anekdotenempirie" zu betreiben und keine reliablen Beobachtungen zu machen, lassen sich damit weitgehend entkräften. Fallstudien gelten daher heute als bewährte empirische Methode, innerhalb derer sich verschiedene Erhebungs- und Auswertungsverfahren kombinieren lassen, um ein möglichst umfassendes und präzises Bild eines Sachverhaltes zu erreichen.

Abstract

Fallstudien haben für die Entwicklung einer Theorie des E-Learning und Blended Learning an Schulen sowohl einen theoretischen als auch einen praktischen Wert. Während statistische Analysen Aufschlüsse über allgemeine Nutzungsweisen und die diesbezüglichen Einflussfaktoren geben, illustrieren Fallstudien das mögliche Zusammenspiel und die Variationsbreite dieser Zusammenhänge. Fallstudien werden heute nicht mehr nur explorative, hypothesengenerierende Potenziale zugesprochen, sondern sie ermöglichen, sorgfältige Anwendung qualitativer Erhebungs- und Auswertungsmethoden vorausgesetzt, auch verallgemeinerbare Aussagen für den untersuchten Gegenstandsbereich (vgl. z. B. Yin, 2003). Entscheidend ist hierfür die sorgfältige Auswahl der untersuchten Fälle, wobei vor allem besonders extreme oder nachweislich typische Fallstudien aufschlussreiche Beobachtungen zulassen (vgl. Merkens, 1997). Ebenso wichtig ist die systematische Erhebung, Aufbereitung und Auswertung des Datenmaterials. Dogmatismen älterer Ansätze werden dabei zunehmend überwunden, ohne zugleich das Leitprinzip der Offenheit qualitativer Forschung aufzugeben. In neueren Ansätzen wird nicht mehr nur rein induktiv gearbeitet, sondern unter sinnvollem Einbezug theoretischer Vorüberlegungen (vgl. Kelle & Kluge, 1999). Qualitative Auswertungen geschehen verstärkt auch unter Einbezug quantitativer Verfahren, so dass bei steigender Fallzahl die Übergänge zwischen qualitativer und quantitativer Forschung mittlerweile fließend sind (vgl. Mayring, 2001). Die fast schon traditionellen Kritikpunkte an qualitativer Forschung, z. B. "Anekdotenempirie" zu betreiben und keine reliablen Beobachtungen zu machen, lassen sich damit weitgehend entkräften. Fallstudien gelten daher heute als bewährte empirische Methode, innerhalb derer sich verschiedene Erhebungs- und Auswertungsverfahren kombinieren lassen, um ein möglichst umfassendes und präzises Bild eines Sachverhaltes zu erreichen.

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Item Type:Book Section, not_refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Education
Dewey Decimal Classification:370 Education
Language:German
Date:2010
Deposited On:22 May 2019 12:00
Last Modified:15 Apr 2021 15:06
Publisher:VS Verlag für Sozialwissenschaften
ISBN:978-3-531-16718-3
OA Status:Closed
Publisher DOI:https://doi.org/10.1007/978-3-531-92299-7_5
Related URLs:https://www.zora.uzh.ch/id/eprint/170453/

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