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Controlling Schweizerischer Bildungsserver: Bericht 2010


Petko, Dominik; Graber, Marc; Burton, Stephanie (2010). Controlling Schweizerischer Bildungsserver: Bericht 2010. Goldau, Switzerland: Pädagogische Hochschule Schwyz.

Abstract

Der Schweizerische Bildungsserver bietet heute auf seiner Informationsplattform ein breites Angebot von Informationen rund um das Schweizerische Bildungswesen sowie Materialien für den Unterricht der Primarstufe, der Sekundarstufe I und II. In Themenportalen werden zusätzliche Informationen und Services angeboten, zum Teil in Kooperation mit externen Partnern. Mit educanet2 wurde die an Schweizer Schulen am stärksten verbreitete Online-Lernplattform aufgebaut. Daneben erbringt das Team des Schweizerischen Bildungsservers zahlreiche weitere Leistungen in den Bereichen Vernetzung, Weiterbildung und Beratung. Der Bildungsserver ist damit in allen Bereichen seines aktuellen Leistungskatalogs aktiv und erbringt sinnvolle Dienste für Personen im Bildungssystem.
Auch bei diesen positiven Leistungen des Schweizerischen Bildungsservers bleibt Raum für vielfältige Verbesserungen. Die Informationen auf dem Schweizerischen Bildungsserver müssten noch konsequenter inhaltlich überprüft und veraltete Bereiche archiviert werden. Das Verhältnis von ICT-spezifischen und allgemein pädagogischen Ressourcen könnte neu abgewogen werden. Die Navigation sollte weniger hierarchisch organisiert sein und es müssten vermehrt zielgruppenspezifische Zugänge geschaffen werden. Umfangreiche Texte sollten als Download angeboten werden und stattdessen verstärkt auch multimediale Materialien wie Bilder und Videos in die Plattform integriert werden. Partizipative Möglichkeiten des Web 2.0 können, Begleitmassnahmen vorausgesetzt, verstärkt die Ressourcen der Nutzerinnen und Nutzer für das Angebot aktivieren. Die erfolgreiche Plattform educanet2 müsste verstärkt an die bekannten Bedürfnisse der Nutzenden angepasst werden (v.a. in den Bereichen Design, E-Mail, Dateiablage und Webseiten-Editor). Diese Empfehlungen stellen hohe Ansprüche an die geplante Neugestaltung der Informationsplattform.
Der Schweizerische Bildungsserver befindet sich aktuell in einer Phase dynamischer Weiterentwicklung. Geplant ist neben der Optimierung der Informationsplattform auf neuer technischer Basis auch eine digitale Schulbibliothek, ein verstärktes Coaching-Angebot zum Einsatz digitaler Medien in Schulen, die Entwicklung einer einheitlichen digitalen Identität für Online-Angebote im Bildungswesen, der Vertrieb einer Schulverwaltungssoftware und vieles mehr. Gleichzeitig wurden die internen Prozesse der Genossenschaft educa.ch in Form einer Projektmatrixorganisation reorganisiert.
Diese Initiativen sind zu begrüssen, jedoch gibt es dabei Verschiedenes zu bedenken. Die Bedürfnisse, das Vertrauen und die Zufriedenheit von Kunden und Auftraggebenden sind entscheidende Erfolgsfaktoren. Künftige Entwicklungen sollten sich eng an den Ansprüchen dieser Stakeholder orientieren, wobei Auftraggebern die Bedürfnisse der Kunden zu vermitteln sind. Eine Vermischung von service publique und verstärkt unternehmerischem Engagement birgt die Gefahr eines Vertrauensverlustes. Angesichts der verstärkten Konkurrenz durch private Wettbewerber sind systematische Möglichkeiten der Kooperation mit kantonalen und regionalen Partnern zu suchen (insbes. Fachstellen und Pädagogische Hochschulen). Die Motivation innerhalb des Teams sollte mit möglichst schlanken und wenig hierarchischen internen Strukturen gefördert werden.

Abstract

Der Schweizerische Bildungsserver bietet heute auf seiner Informationsplattform ein breites Angebot von Informationen rund um das Schweizerische Bildungswesen sowie Materialien für den Unterricht der Primarstufe, der Sekundarstufe I und II. In Themenportalen werden zusätzliche Informationen und Services angeboten, zum Teil in Kooperation mit externen Partnern. Mit educanet2 wurde die an Schweizer Schulen am stärksten verbreitete Online-Lernplattform aufgebaut. Daneben erbringt das Team des Schweizerischen Bildungsservers zahlreiche weitere Leistungen in den Bereichen Vernetzung, Weiterbildung und Beratung. Der Bildungsserver ist damit in allen Bereichen seines aktuellen Leistungskatalogs aktiv und erbringt sinnvolle Dienste für Personen im Bildungssystem.
Auch bei diesen positiven Leistungen des Schweizerischen Bildungsservers bleibt Raum für vielfältige Verbesserungen. Die Informationen auf dem Schweizerischen Bildungsserver müssten noch konsequenter inhaltlich überprüft und veraltete Bereiche archiviert werden. Das Verhältnis von ICT-spezifischen und allgemein pädagogischen Ressourcen könnte neu abgewogen werden. Die Navigation sollte weniger hierarchisch organisiert sein und es müssten vermehrt zielgruppenspezifische Zugänge geschaffen werden. Umfangreiche Texte sollten als Download angeboten werden und stattdessen verstärkt auch multimediale Materialien wie Bilder und Videos in die Plattform integriert werden. Partizipative Möglichkeiten des Web 2.0 können, Begleitmassnahmen vorausgesetzt, verstärkt die Ressourcen der Nutzerinnen und Nutzer für das Angebot aktivieren. Die erfolgreiche Plattform educanet2 müsste verstärkt an die bekannten Bedürfnisse der Nutzenden angepasst werden (v.a. in den Bereichen Design, E-Mail, Dateiablage und Webseiten-Editor). Diese Empfehlungen stellen hohe Ansprüche an die geplante Neugestaltung der Informationsplattform.
Der Schweizerische Bildungsserver befindet sich aktuell in einer Phase dynamischer Weiterentwicklung. Geplant ist neben der Optimierung der Informationsplattform auf neuer technischer Basis auch eine digitale Schulbibliothek, ein verstärktes Coaching-Angebot zum Einsatz digitaler Medien in Schulen, die Entwicklung einer einheitlichen digitalen Identität für Online-Angebote im Bildungswesen, der Vertrieb einer Schulverwaltungssoftware und vieles mehr. Gleichzeitig wurden die internen Prozesse der Genossenschaft educa.ch in Form einer Projektmatrixorganisation reorganisiert.
Diese Initiativen sind zu begrüssen, jedoch gibt es dabei Verschiedenes zu bedenken. Die Bedürfnisse, das Vertrauen und die Zufriedenheit von Kunden und Auftraggebenden sind entscheidende Erfolgsfaktoren. Künftige Entwicklungen sollten sich eng an den Ansprüchen dieser Stakeholder orientieren, wobei Auftraggebern die Bedürfnisse der Kunden zu vermitteln sind. Eine Vermischung von service publique und verstärkt unternehmerischem Engagement birgt die Gefahr eines Vertrauensverlustes. Angesichts der verstärkten Konkurrenz durch private Wettbewerber sind systematische Möglichkeiten der Kooperation mit kantonalen und regionalen Partnern zu suchen (insbes. Fachstellen und Pädagogische Hochschulen). Die Motivation innerhalb des Teams sollte mit möglichst schlanken und wenig hierarchischen internen Strukturen gefördert werden.

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Item Type:Published Research Report
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Education
Dewey Decimal Classification:370 Education
Language:German
Date:30 June 2010
Deposited On:24 May 2019 13:27
Last Modified:25 Sep 2019 00:35
Publisher:Pädagogische Hochschule Schwyz
Number of Pages:42
OA Status:Closed
Free access at:Official URL. An embargo period may apply.
Official URL:http://edudoc.ch/record/103537

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