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Schlussbericht zur Evaluation «Erweiterte Verhaltensbeurteilung im Kanton Schwyz»: Bericht über die Evaluation der Erprobungsphase Dezember 2003 bis Januar 2005


Petko, Dominik (2005). Schlussbericht zur Evaluation «Erweiterte Verhaltensbeurteilung im Kanton Schwyz»: Bericht über die Evaluation der Erprobungsphase Dezember 2003 bis Januar 2005. Rickenbach, Switzerland: Pädagogische Hochschule Schwyz.

Abstract

Die Unterstützung des Aufbaus von Selbst- und Sozialkompetenzen von Schülerinnen und Schülern gilt heute als ein bedeutendes Lernziel; mittlerweile sind in zahlreichen Kantonen dergleichen Kompetenzen auch auf irgendeiner Reglementierungsstufe für das Bildungswesen festgehalten. Damit stellt sich aber automatisch auch die Frage, wie die Zielerreichung zu überprüfen ist, vor allem auch weil alles, was von einer Überprüfung ausgenommen ist, automatisch an Dringlichkeit verliert und im Unterricht unter den Tisch zu fallen droht.
Um den Lehrkräften der obligatorischen Volksschule die Beurteilung dieser Kompetenzen zu erleichtern, ist im Kanton Schwyz im Rahmen einer durch den Kanton eingesetzten Arbeitsgruppe Schülerbeurteilung ein eigens solchen Verhaltensaspekten gewidmeter Beurteilungsbogen entwickelt worden. Diese Beurteilungshilfe bildete im Zeitraum von Dezember 2003 bis Januar 2005 den Gegenstand einer Erprobung durch 54 Lehrkräfte; diese 54 Personen wurden so ausgewählt, dass sie als aussagekräftige Stichprobe der Schwyzer Lehrerschaft zu betrachten sind. Die teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrer wurden zu zwei Zeitpunkten mit Hilfe teilstandardisierter Fragebögen zur Handhabung des neuen Instrumentariums, sowie zu diesbezüglichen Bedingungen, Einstellungen und Wirkungen befragt (Juni 2004 und Januar 2005). Zusätzlich fanden im Januar 2005 vier Gruppeninterviews mit je ungefähr zehn Lehrkräften statt, die an der Erprobung teilgenommen hatten.
Die Fragebogenerhebungen zu den zwei Zeitpunkten führten zu nahezu unveränderten Ergebnissen. Deutlich wird vor allem eine enorme Heterogenität in der Art und Weise, wie die Lehrkräfte die Förderung der Kompetenzen ihrer Schülerinnen und Schüler auf Verhaltensebene ausgestalten. Die Mehrheit der Lehrkräfte scheinen für die ganze Klasse verbindliche Ziele zu definieren und die Förderung der entsprechenden Kompetenzen implizit in den Sachunterricht einzubauen. Die Umsetzung scheint auf der Primarstufe übrigens weniger Schwierigkeiten zu bereiten als auf der Sekundarstufe, was offenbar damit zu tun hat, dass sich auf letzterer mehrere Personen die Verantwortung für eine Klasse teilen. Allgemein gesehen ist die Haltung der Lehrerinnen und Lehrer aber positiv; die Innovationsbereitschaft ist im Zeitraum zwischen den beiden Fragebogendurchgängen angestiegen, und die an der Erprobung teilnehmenden Lehrkräfte sind sich darin einig, dass verhaltensbezogene Aspekte ins Zeugnis aufgenommen werden sollen. Welche Rolle der erarbeitete Beurteilungsbogen dabei aber spielen soll, wird noch zu diskutieren sein.

Abstract

Die Unterstützung des Aufbaus von Selbst- und Sozialkompetenzen von Schülerinnen und Schülern gilt heute als ein bedeutendes Lernziel; mittlerweile sind in zahlreichen Kantonen dergleichen Kompetenzen auch auf irgendeiner Reglementierungsstufe für das Bildungswesen festgehalten. Damit stellt sich aber automatisch auch die Frage, wie die Zielerreichung zu überprüfen ist, vor allem auch weil alles, was von einer Überprüfung ausgenommen ist, automatisch an Dringlichkeit verliert und im Unterricht unter den Tisch zu fallen droht.
Um den Lehrkräften der obligatorischen Volksschule die Beurteilung dieser Kompetenzen zu erleichtern, ist im Kanton Schwyz im Rahmen einer durch den Kanton eingesetzten Arbeitsgruppe Schülerbeurteilung ein eigens solchen Verhaltensaspekten gewidmeter Beurteilungsbogen entwickelt worden. Diese Beurteilungshilfe bildete im Zeitraum von Dezember 2003 bis Januar 2005 den Gegenstand einer Erprobung durch 54 Lehrkräfte; diese 54 Personen wurden so ausgewählt, dass sie als aussagekräftige Stichprobe der Schwyzer Lehrerschaft zu betrachten sind. Die teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrer wurden zu zwei Zeitpunkten mit Hilfe teilstandardisierter Fragebögen zur Handhabung des neuen Instrumentariums, sowie zu diesbezüglichen Bedingungen, Einstellungen und Wirkungen befragt (Juni 2004 und Januar 2005). Zusätzlich fanden im Januar 2005 vier Gruppeninterviews mit je ungefähr zehn Lehrkräften statt, die an der Erprobung teilgenommen hatten.
Die Fragebogenerhebungen zu den zwei Zeitpunkten führten zu nahezu unveränderten Ergebnissen. Deutlich wird vor allem eine enorme Heterogenität in der Art und Weise, wie die Lehrkräfte die Förderung der Kompetenzen ihrer Schülerinnen und Schüler auf Verhaltensebene ausgestalten. Die Mehrheit der Lehrkräfte scheinen für die ganze Klasse verbindliche Ziele zu definieren und die Förderung der entsprechenden Kompetenzen implizit in den Sachunterricht einzubauen. Die Umsetzung scheint auf der Primarstufe übrigens weniger Schwierigkeiten zu bereiten als auf der Sekundarstufe, was offenbar damit zu tun hat, dass sich auf letzterer mehrere Personen die Verantwortung für eine Klasse teilen. Allgemein gesehen ist die Haltung der Lehrerinnen und Lehrer aber positiv; die Innovationsbereitschaft ist im Zeitraum zwischen den beiden Fragebogendurchgängen angestiegen, und die an der Erprobung teilnehmenden Lehrkräfte sind sich darin einig, dass verhaltensbezogene Aspekte ins Zeugnis aufgenommen werden sollen. Welche Rolle der erarbeitete Beurteilungsbogen dabei aber spielen soll, wird noch zu diskutieren sein.

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Additional indexing

Item Type:Published Research Report
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Education
Dewey Decimal Classification:370 Education
Language:German
Date:17 February 2005
Deposited On:27 May 2019 09:31
Last Modified:07 Apr 2020 07:21
Publisher:Pädagogische Hochschule Schwyz
Number of Pages:74
OA Status:Closed
Free access at:Official URL. An embargo period may apply.
Official URL:http://edudoc.ch/record/3433

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