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Evaluationsbericht: Das Notebookprojekt USE-IT an den Oberstufenschulen der Stadt Solothurn


Petko, Dominik; Knüsel, Daniela (2004). Evaluationsbericht: Das Notebookprojekt USE-IT an den Oberstufenschulen der Stadt Solothurn. Rickenbach, Switzerland: Pädagogische Hochschule Schwyz.

Abstract

Die Verwendung tragbarer Computer im Unterricht verspricht klare Vorteile. Die Mobilität der Geräte erlaubt einen flexiblen Einsatz sowohl bei der Vorbereitung des Unterrichts wie auch während seiner Durchführung und der Aufbereitung seiner Ergebnisse. Darüber hinaus versprechen Computer auch eine Erleichterung selbständiger Lernprozesse gemäss einer konstruktivistischen Lehr-Lern-Strategie. Seit zwei Jahren erhalten alle Lehrpersonen auf der Sekundarstufe I der Stadt Solothurn mit einem Pensum von mehr als 50 Prozent einen Laptop-Computer (den sie auch für private Zwecke benutzen können), und jedes Schulhaus ist mit einem Set von Geräten ausgerüstet, an denen die Schüler arbeiten können. Zudem verfügen die Schulhäuser auch über die benötigten Peripheriegeräte und geniessen einen Support, der sich sowohl auf didaktische wie auch auf technische Fragen bezieht. Das Projekt ist auf vier Jahre angelegt (2002–2006) und rechnet mit Gesamtkosten von 1,8 Mio. Franken.
Eine im Jahr 2004 durchgeführte externe Evaluation zieht aus den angestellten Umfragen und Interviews positive Schlüsse, legt den Finger aber auch auf verbesserungsfähige Punkte. Die Lehrerinnen und Lehrer äussern Zufriedenheit über das verfügbare Material wie auch über den angebotenen Support. Den persönlichen Laptop benutzen sie häufig, vor allem vor und nach dem Unterricht: zur Textproduktion, für Internet-Recherchen, für E-Mails oder zu administrativen Zwecken. Die beträchtlichen Anstrengungen im Bereich des Weiterbildungsangebots scheinen sich auszuzahlen. Erstaunlich viele Schüler verfügen über eigene Computer zu Hause, vielfach mit Internetzugang, und sind äusserst motiviert, auch im Unterricht vermehrt mit Notebooks zu arbeiten. Die Lehrpersonen sind sich dieses Motivierungspotentials bewusst, äusseren jedoch Skepsis bezüglich des inhaltsbezogenen Mehrwerts von ICT.
Es vermag deshalb nicht so sehr zu erstaunen, dass die Anwendungen im Unterricht selbst eher bescheiden sind; der Evaluationsbericht bezeichnet sie als noch unbefriedigend. Sie übersteigen das an anderen Schulen übliche Mass nicht. Die Verwendungsweisen sind zudem in der Mehrzahl der Fälle ausgesprochen simpel: Einführung und Übung im Zehnfingerschreiben, Verfassen von Texten und Internet-Recherchen (wobei letztere Anwendung natürlich durchaus anspruchsvoll werden kann). Diese Ergebnisse korrespondieren mit den Einschätzungen der Lehrpersonen zu ihren eigenen Kompetenzen, die sie insbesondere im methodisch-didaktischen Bereich des Einsatzes von Informations- und Kommunikationstechnologien im alltäglichen Unterricht noch für verbesserungsbedürftig halten.

Abstract

Die Verwendung tragbarer Computer im Unterricht verspricht klare Vorteile. Die Mobilität der Geräte erlaubt einen flexiblen Einsatz sowohl bei der Vorbereitung des Unterrichts wie auch während seiner Durchführung und der Aufbereitung seiner Ergebnisse. Darüber hinaus versprechen Computer auch eine Erleichterung selbständiger Lernprozesse gemäss einer konstruktivistischen Lehr-Lern-Strategie. Seit zwei Jahren erhalten alle Lehrpersonen auf der Sekundarstufe I der Stadt Solothurn mit einem Pensum von mehr als 50 Prozent einen Laptop-Computer (den sie auch für private Zwecke benutzen können), und jedes Schulhaus ist mit einem Set von Geräten ausgerüstet, an denen die Schüler arbeiten können. Zudem verfügen die Schulhäuser auch über die benötigten Peripheriegeräte und geniessen einen Support, der sich sowohl auf didaktische wie auch auf technische Fragen bezieht. Das Projekt ist auf vier Jahre angelegt (2002–2006) und rechnet mit Gesamtkosten von 1,8 Mio. Franken.
Eine im Jahr 2004 durchgeführte externe Evaluation zieht aus den angestellten Umfragen und Interviews positive Schlüsse, legt den Finger aber auch auf verbesserungsfähige Punkte. Die Lehrerinnen und Lehrer äussern Zufriedenheit über das verfügbare Material wie auch über den angebotenen Support. Den persönlichen Laptop benutzen sie häufig, vor allem vor und nach dem Unterricht: zur Textproduktion, für Internet-Recherchen, für E-Mails oder zu administrativen Zwecken. Die beträchtlichen Anstrengungen im Bereich des Weiterbildungsangebots scheinen sich auszuzahlen. Erstaunlich viele Schüler verfügen über eigene Computer zu Hause, vielfach mit Internetzugang, und sind äusserst motiviert, auch im Unterricht vermehrt mit Notebooks zu arbeiten. Die Lehrpersonen sind sich dieses Motivierungspotentials bewusst, äusseren jedoch Skepsis bezüglich des inhaltsbezogenen Mehrwerts von ICT.
Es vermag deshalb nicht so sehr zu erstaunen, dass die Anwendungen im Unterricht selbst eher bescheiden sind; der Evaluationsbericht bezeichnet sie als noch unbefriedigend. Sie übersteigen das an anderen Schulen übliche Mass nicht. Die Verwendungsweisen sind zudem in der Mehrzahl der Fälle ausgesprochen simpel: Einführung und Übung im Zehnfingerschreiben, Verfassen von Texten und Internet-Recherchen (wobei letztere Anwendung natürlich durchaus anspruchsvoll werden kann). Diese Ergebnisse korrespondieren mit den Einschätzungen der Lehrpersonen zu ihren eigenen Kompetenzen, die sie insbesondere im methodisch-didaktischen Bereich des Einsatzes von Informations- und Kommunikationstechnologien im alltäglichen Unterricht noch für verbesserungsbedürftig halten.

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Additional indexing

Item Type:Published Research Report
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Institute of Education
Dewey Decimal Classification:370 Education
Language:German
Date:17 September 2004
Deposited On:27 May 2019 09:35
Last Modified:25 Sep 2019 00:35
Publisher:Pädagogische Hochschule Schwyz
Number of Pages:85
OA Status:Closed
Free access at:Official URL. An embargo period may apply.
Official URL:http://edudoc.ch/record/3394

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