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Stiftungen als wissensbasierte Intermediäre


Jarren, Otfried; Oehmer, Franziska (2018). Stiftungen als wissensbasierte Intermediäre. In: Gemeinhardt, Alexander. Die Praxis der Gesellschaftswissenschaften. Darmstadt: Schader-Stiftung, 162-168.

Abstract

Herausforderung: wissenschaftliche Expertise für politische Entscheidungen. Komplexe politische Entscheide bedürfen zunehmend wissenschaftlicher Erkenntnisse und Expertise. Der Austausch zwischen Akteuren des politischen und des wissenschaftlichen Systems steht dabei aber vor einer Reihe von Herausforderungen: Der Anreiz, Ressourcen in die Kommunikation mit politischen Akteuren zu investieren, ist für Wissenschaftler eher niedrig. Das Wissenschaftssystem honoriert vor allem die Kommunikation von Erkenntnissen und Befunden in Fachmedien und in der Fachöffentlichkeit. Daher folgt die Kommunikation von Wissenschaftlern überwiegend den wissenschaftlichen Produktions- und Vermittlungslogiken, die mit Blick auf die Komplexität und Terminologie nur bedingt an die politische Logik der Meinungs- und Willensbildung wie auch Entscheidung anschlussfähig ist. Zudem verfügen Wissenschaftler teilweise nicht über die zeitlichen Ressourcen oder kommunikativen Fähigkeiten, um ihr Wissen in das politisch-administrative System wie in die Gesellschaft einzubringen. Und die Interaktion mit Akteuren des politischen Systems ist für Wissenschaftlerinnen wie Wissenschaftler riskant, weil vielfach nur kurzfristig Beratung nachgefragt wird. Ferner besteht stets das Risiko, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler lediglich zur Legitimation eigener Interessen oder Positionen und damit als „opportune Zeugen“ in der Politik eingesetzt werden.

Abstract

Herausforderung: wissenschaftliche Expertise für politische Entscheidungen. Komplexe politische Entscheide bedürfen zunehmend wissenschaftlicher Erkenntnisse und Expertise. Der Austausch zwischen Akteuren des politischen und des wissenschaftlichen Systems steht dabei aber vor einer Reihe von Herausforderungen: Der Anreiz, Ressourcen in die Kommunikation mit politischen Akteuren zu investieren, ist für Wissenschaftler eher niedrig. Das Wissenschaftssystem honoriert vor allem die Kommunikation von Erkenntnissen und Befunden in Fachmedien und in der Fachöffentlichkeit. Daher folgt die Kommunikation von Wissenschaftlern überwiegend den wissenschaftlichen Produktions- und Vermittlungslogiken, die mit Blick auf die Komplexität und Terminologie nur bedingt an die politische Logik der Meinungs- und Willensbildung wie auch Entscheidung anschlussfähig ist. Zudem verfügen Wissenschaftler teilweise nicht über die zeitlichen Ressourcen oder kommunikativen Fähigkeiten, um ihr Wissen in das politisch-administrative System wie in die Gesellschaft einzubringen. Und die Interaktion mit Akteuren des politischen Systems ist für Wissenschaftlerinnen wie Wissenschaftler riskant, weil vielfach nur kurzfristig Beratung nachgefragt wird. Ferner besteht stets das Risiko, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler lediglich zur Legitimation eigener Interessen oder Positionen und damit als „opportune Zeugen“ in der Politik eingesetzt werden.

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Item Type:Book Section, not_refereed, original work
Communities & Collections:06 Faculty of Arts > Department of Communication and Media Research
Dewey Decimal Classification:700 Arts
Language:German
Date:November 2018
Deposited On:02 Jul 2019 07:34
Last Modified:25 Sep 2019 00:35
Publisher:Schader-Stiftung
ISBN:978-3-932736-49-0
OA Status:Closed
Official URL:https://www.schader-stiftung.de/service/publikationen/kategorie/aktuelles/publikation/die-praxis-der-gesellschaftswissenschaften-30-jahre-schader-stiftung/

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