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Niedertiefenbach. Ein Galeriegrab der spätneolithischen Wartberggruppe südwestlich von Niedertiefenbach (Landkreis Limburg-Weilburg, Hessen)


Rinne, Christoph; Fuchs, Katharina; Muhlack, Juliane; Dörfer, Christof; Mehl, Albert; Nutsua, Marcel; Krause-Kyora, Ben (2016). Niedertiefenbach. Ein Galeriegrab der spätneolithischen Wartberggruppe südwestlich von Niedertiefenbach (Landkreis Limburg-Weilburg, Hessen). Prähistorische Zeitschrift, 91(2):284-316.

Abstract

Das Galeriegrab von Niedertiefenbach stellt einen besonderen Befund der späten Wartberggruppe im Neolithikum der Deutschen Mittelgebirgsschwelle dar; nur hier findet sich ein in zehn Straten geborgenes Bestattungskollektiv von mindestens 177 Individuen. Eine umfangreiche Serie von Radiokarbondatierungen belegt ein wesentlich höheres Alter des Grabes als bisher publiziert und erlaubt die Modellierung einer Bestattungssequenz zwischen 3.350 und 2.900 cal BC. Eine neue paläopathologische Untersuchung, vorerst nur an den Schädeln vorgenommen, zeigt einen hohen Krankenstand mit zahlreichen entzündlichen Prozessen. Mit einer verheilten Trepanation bei einem Kind wird aber zugleich auch ein besonderes Wissen im Bereich der medizinischen Versorgung deutlich. Erste Analysen zur aDNA mittels Hochfrequenzsequenzierung (HTS) belegen die Anwesenheit mitochondrialer DNA mit den Haplogruppen U5 und X2. Der erstmalige Einsatz eines CAD/CAM-Computersystems (CEREC) bietet eine detaillierte Erfassung morphologischer und pathologischer Merkmale an den Zähnen und Kiefern mit noch folgender metrisch-statistischer Analyse.

Abstract

Das Galeriegrab von Niedertiefenbach stellt einen besonderen Befund der späten Wartberggruppe im Neolithikum der Deutschen Mittelgebirgsschwelle dar; nur hier findet sich ein in zehn Straten geborgenes Bestattungskollektiv von mindestens 177 Individuen. Eine umfangreiche Serie von Radiokarbondatierungen belegt ein wesentlich höheres Alter des Grabes als bisher publiziert und erlaubt die Modellierung einer Bestattungssequenz zwischen 3.350 und 2.900 cal BC. Eine neue paläopathologische Untersuchung, vorerst nur an den Schädeln vorgenommen, zeigt einen hohen Krankenstand mit zahlreichen entzündlichen Prozessen. Mit einer verheilten Trepanation bei einem Kind wird aber zugleich auch ein besonderes Wissen im Bereich der medizinischen Versorgung deutlich. Erste Analysen zur aDNA mittels Hochfrequenzsequenzierung (HTS) belegen die Anwesenheit mitochondrialer DNA mit den Haplogruppen U5 und X2. Der erstmalige Einsatz eines CAD/CAM-Computersystems (CEREC) bietet eine detaillierte Erfassung morphologischer und pathologischer Merkmale an den Zähnen und Kiefern mit noch folgender metrisch-statistischer Analyse.

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Item Type:Journal Article, refereed
Communities & Collections:National licences > 142-005
Dewey Decimal Classification:Unspecified
Scopus Subject Areas:Social Sciences & Humanities > Archeology (arts and humanities)
Social Sciences & Humanities > Archeology
Language:German
Date:15 January 2016
Deposited On:17 Jul 2019 08:16
Last Modified:21 Jun 2024 02:02
Publisher:De Gruyter
ISSN:0079-4848
OA Status:Green
Publisher DOI:https://doi.org/10.1515/pz-2016-0020
  • Content: Published Version
  • Language: English
  • Description: Nationallizenz 142-005